Zu versteuerndes Einkommen-Bemessungsgrundlage nach Einkünften, Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen und Freibeträgen.
ESt
Einkommensteuer-Tarifliche Einkommensteuer nach § 32a EStG im gewählten Steuerjahr.
Soli
Solidaritätszuschlag-Zuschlag auf die Einkommensteuer, soweit die Freigrenze überschritten wird.
KiSt
Kirchensteuer-Optionaler Zuschlag von 8 % oder 9 % auf die Einkommensteuer.
Einkommensteuer-Tarifwerte 2026
Diese Eckwerte nutzt der Rechner für die direkte Antwort auf die Frage, wie viel Einkommensteuer anfällt.
Punkt
Einzelveranlagung
Zusammenveranlagung
Einordnung
Grundfreibetrag
12.348,00 €
24.696,00 €
Bis zu diesem zvE fällt im Modell keine tarifliche Einkommensteuer an.
Eingangsprogression
12.349,00 € bis 17.799,00 €
24.698,00 € bis 35.598,00 €
Der Tarif steigt ab dem Eingangssteuersatz progressiv an.
Progressionszone
17.800,00 € bis 69.878,00 €
35.600,00 € bis 139.756,00 €
Der Grenzsteuersatz nähert sich dem Spitzensteuersatz.
Spitzensteuersatz
ab 69.879,00 €
ab 139.758,00 €
42 % auf jeden zusätzlichen Euro in dieser Zone.
Reichensteuer
ab 277.826,00 €
ab 555.652,00 €
45 % auf jeden zusätzlichen Euro oberhalb der Grenze.
Quellenbasis sind § 32a EStG, das Solidaritätszuschlaggesetz und die veröffentlichten BMF-Tarifwerte.
Beispielantworten auf die Frage nach der Einkommensteuer
Die Beispiele zeigen, warum die gleiche Frage je nach Veranlagung, Kirchensteuer und gezahlter Steuer unterschiedlich beantwortet wird.
Fall
zvE
ESt
Gesamt
Saldo
Einzelveranlagung ohne Kirchensteuer
60.000,00 €
14.233,00 €
14.233,00 €
Nachzahlung 2.233,00 €
Zusammenveranlagung mit Kirchensteuer
100.000,00 €
21.096,00 €
22.994,64 €
Nachzahlung 3.694,64 €
Hohes Einkommen mit Soli
300.000,00 €
115.529,00 €
131.125,42 €
Nachzahlung 12.625,42 €
zvE im Grundfreibetrag
12.348,00 €
0,00 €
0,00 €
0,00 €
Welche Eingaben das Ergebnis verändern
Der Rechner trennt Tarifbasis und Zahlungsstand, weil Steuerbetrag und Erstattung zwei verschiedene Fragen sind.
Eingabe
Wirkung
Typischer Fehler
Zu versteuerndes Einkommen
Bestimmt die tarifliche Einkommensteuer nach § 32a EStG.
Bruttolohn oder Umsatz einzutragen, obwohl Abzüge und Freibeträge fehlen.
Veranlagung
Bei Zusammenveranlagung wird das Splittingverfahren angewendet.
Ehepaare mit gemeinsamem Bescheid als Einzelveranlagung zu rechnen.
Kirchensteuer
Erhöht den Steuerbetrag um 8 % oder 9 % der Einkommensteuer.
Gezahlte Kirchensteuer einzutragen, aber kein Bundesland auszuwählen.
Gezahlte Steuer
Entscheidet über Nachzahlung oder Erstattung im Modell.
Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer und Vorauszahlungen zusammenzuwerfen.
Steuerjahr
Wählt Grundfreibetrag, Tarifzonen und Soli-Freigrenze des Jahres.
Mit Vorjahreswerten zu rechnen, obwohl der Bescheid ein anderes Jahr betrifft.
Häufig gestellte Fragen zum Wie viel Einkommensteuer muss ich zahlen? Rechner
Was beantwortet der Rechner genau?
Der Rechner beantwortet die direkte Frage, wie viel Einkommensteuer auf ein zu versteuerndes Einkommen entfällt. Er nutzt den Einkommensteuertarif des gewählten Jahres, berücksichtigt Einzelveranlagung oder Zusammenveranlagung, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und bereits gezahlte Steuerbeträge. Er ersetzt keinen vollständigen Steuerbescheid, ist aber deutlich genauer als ein pauschaler Prozentsatz auf das Bruttoeinkommen.
Warum muss ich das zu versteuernde Einkommen eintragen?
Die Einkommensteuer wird nicht direkt auf Bruttolohn, Umsatz oder Gewinn berechnet. Maßgeblich ist das zu versteuernde Einkommen nach steuerlichen Abzügen, Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen und Freibeträgen. Wenn du nur den Bruttolohn kennst, brauchst du vorher einen Lohnsteuer- oder Steuererklärungsrechner, der diese Schritte sauber abbildet.
Was ist der Unterschied zwischen Einkommensteuer und gesamter Steuer?
Die Einkommensteuer ist die tarifliche Steuer nach § 32a EStG. Der Gesamtbetrag im Rechner addiert Solidaritätszuschlag und optional Kirchensteuer. Deshalb kann der Gesamtbetrag höher sein als die reine Einkommensteuer. Für die Frage nach Nachzahlung oder Erstattung vergleicht der Rechner den Gesamtbetrag zusätzlich mit gezahlter Steuer und Vorauszahlungen.
Warum kann bei gleichem Einkommen die Zusammenveranlagung anders wirken?
Bei der Zusammenveranlagung wird das gemeinsame zu versteuernde Einkommen halbiert, nach dem Tarif berechnet und anschließend verdoppelt. Das ist das Splittingverfahren. Es wirkt besonders bei ungleich verteilten Einkommen. Wenn beide Personen ähnlich viel verdienen, ist der Unterschied zur Einzelveranlagung oft gering.
Wann fällt Solidaritätszuschlag an?
Der Solidaritätszuschlag fällt nur an, wenn die Einkommensteuer über der gesetzlichen Freigrenze liegt. Der Rechner prüft diese Grenze über die zentrale Steuerlogik. Bei vielen mittleren Einkommen bleibt der Soli deshalb null, während er bei sehr hohen Einkommen wieder sichtbar wird.
Wie wird die Kirchensteuer im Rechner behandelt?
Der Rechner berechnet Kirchensteuer als Prozentsatz der Einkommensteuer. In Bayern und Baden-Württemberg sind es 8 %, in den übrigen Bundesländern 9 %. Eine spätere steuerliche Abziehbarkeit gezahlter Kirchensteuer als Sonderausgabe ist in dieser direkten Tarifrechnung nicht zusätzlich modelliert.
Warum zeigt der Rechner eine Nachzahlung, obwohl ich schon Lohnsteuer gezahlt habe?
Eine Nachzahlung entsteht im Modell, wenn die berechnete Gesamtsteuer höher ist als die eingetragenen gezahlten Beträge. Das kann passieren, wenn Lohnersatzleistungen, mehrere Einkunftsarten, Vorauszahlungen, Kirchensteuer oder ein zu niedrig einbehaltener Lohnsteuerbetrag im Jahr zusammenkommen. Der Rechner zeigt diesen Saldo separat vom Steuerbetrag.
Kann ich den Rechner für Selbstständige nutzen?
Ja, wenn du dein zu versteuerndes Einkommen bereits kennst. Der Rechner bildet aber keine Gewinnermittlung, Gewerbesteuer-Anrechnung, Vorauszahlungsbescheide oder Betriebsausgabenprüfung ab. Für Einzelunternehmen ist deshalb der separate Einkommensteuer-Einzelunternehmen-Rechner besser, wenn du vom Gewinn aus starten willst.
Kann ich mit dem Rechner meine Lohnsteuer prüfen?
Teilweise. Wenn du das zu versteuernde Einkommen und die einbehaltene Lohnsteuer kennst, kannst du prüfen, ob grob eine Nachzahlung oder Erstattung entsteht. Für die laufende monatliche Lohnsteuer mit Steuerklasse, Freibetrag und Sozialversicherung ist ein Lohnsteuerrechner fachlich passender.
Warum ist der Grenzsteuersatz höher als der effektive Steuersatz?
Der Grenzsteuersatz beschreibt die Belastung eines zusätzlichen Euro in der aktuellen Tarifzone. Der effektive Steuersatz verteilt die gesamte Steuer auf das ganze zu versteuernde Einkommen. Durch Grundfreibetrag und Progression ist der effektive Satz deshalb meist deutlich niedriger als der Grenzsteuersatz.