Berechne den passenden Pfeil-Spine aus deinem Zuggewicht, Auszug und der Pfeillänge. Mit Testbereich für deinen Bogentyp und übersichtlichen Spine-Tabellen.
Bogen- und Pfeildaten
Berechne eine realistische Startempfehlung für statischen und dynamischen Spine.
Spine-Empfehlung
Startwert, Testbereich und Korrekturen
Gib dein Setup ein, um den empfohlenen Spinewert zu berechnen.
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Effektives Zuggewicht-Korrigierte Belastung, aus der eine Spine-Stufe abgeleitet wird.
Z
Zuggewicht-Gemessenes oder vom Bogen angegebenes Zuggewicht in lbs.
Δ
Korrekturen-Zuschläge und Abschläge für die dynamische Wirkung des Pfeils.
Spinebereiche nach effektivem Zuggewicht
Der Rechner leitet aus dem korrigierten Zuggewicht eine Startempfehlung ab. Niedrigere Spinewerte bedeuten steifere Schäfte.
Effektiv
Startwert
Testbereich
Einordnung
unter 22 lbs
1000
900-1000
sehr leichte Trainings-Setups
22-26,9 lbs
900
800-1000
leichte Anfänger-Setups
27-32,9 lbs
800
700-900
leichter Recurve oder Jugendbogen
33-39,9 lbs
700
600-800
moderater Recurve
40-47,9 lbs
600
500-700
mittlerer Recurve oder Blankbogen
48-54,9 lbs
500
400-600
kräftiger Recurve, leichter Compound
55-59,9 lbs
400
340-500
sportliches Setup
60-69,9 lbs
340
300-400
starker Recurve oder Compound
70-79,9 lbs
300
250-340
starkes Compound-Setup
ab 80 lbs
250
250-300
sehr starke Setups mit Herstellerprüfung
Herstellertabellen können je nach Schaftmodell, Insert, Nocke, Befiederung und Sicherheitsfreigabe abweichen.
Welche Eingaben den dynamischen Spine verschieben
Lange Pfeile und schwere Spitzen machen einen Pfeil dynamisch weicher. Der Rechner übersetzt diese Wirkung in lbs-Korrekturen.
Faktor
Referenz
Korrektur
Wirkung
Pfeillänge
28 Zoll
5 lbs je Zoll
länger wirkt weicher, kürzer wirkt steifer
Spitzengewicht
100 grain
5 lbs je 25 grain
schwerere Spitze wirkt weicher
Recurve-Auszug
28 Zoll
2 lbs je Zoll
längerer Auszug erhöht die reale Belastung
Compound-Auszug
29 Zoll
0,5 lbs je Zoll
geringerer Einfluss wegen Let-off und Cam-System
Die Werte sind bewusst konservative Näherungen. Für Grenzbereiche zählt der Schusstest stärker als die rechnerische Stufe.
Beispiel-Setups aus dem Rechner
Diese Beispiele zeigen, warum zwei Bögen mit ähnlichem Zuggewicht unterschiedliche Spinewerte brauchen können.
Setup
Bogentyp
Eingaben
Effektiv
Spine
Bereich
leichter Vereinsbogen
Recurve-Bogen
30,0 lbs, 28,0 Zoll, 100 grain
30,0 lbs
800
700-900
sportlicher Recurve
Recurve-Bogen
42,5 lbs, 30,0 Zoll, 125 grain
60,5 lbs
340
300-400
Compound mit Standardspitze
Compound-Bogen
50,0 lbs, 29,0 Zoll, 100 grain
53,0 lbs
500
400-600
kräftiges Compound-Setup
Compound-Bogen
60,0 lbs, 30,0 Zoll, 125 grain
73,0 lbs
300
250-340
traditioneller Langbogen
Langbogen
38,0 lbs, 30,0 Zoll, 145 grain
59,5 lbs
400
340-500
Der Spinewert ist eine Startempfehlung. Rohschafttest, Papiertest und Herstellertabelle bleiben für die finale Pfeilwahl entscheidend.
Häufig gestellte Fragen zum Spinewertrechner
Was bedeutet der Spinewert eines Pfeils?
Der Spinewert beschreibt, wie stark sich ein Pfeilschaft unter definierter Last durchbiegt. Ein niedriger Wert wie 300 steht für einen steifen Schaft, ein hoher Wert wie 900 für einen weicheren Schaft. Für die Praxis zählt aber nicht nur dieser statische Wert, sondern auch das Verhalten beim Abschuss.
Warum ist der richtige Spine beim Bogenschießen wichtig?
Ein unpassender Spine kann den Pfeil seitlich arbeiten lassen, bevor er sich stabilisiert. Das zeigt sich oft in breiten Gruppen, schrägen Einschlägen oder schwieriger Abstimmung. Ein passender Schaft fliegt ruhiger und macht Tuning über Button, Standhöhe und Nockpunkt deutlich nachvollziehbarer.
Ist der berechnete Spinewert eine endgültige Kaufempfehlung?
Nein. Der Spinewert ist eine Startempfehlung für die Auswahl passender Schäfte. Herstellerfreigaben, Mindestpfeilgewicht, Insert, Nocke, Befiederung, reale Auszugslänge und Schießtechnik können die finale Wahl verschieben. Besonders bei starken Bögen solltest du das Setup testen.
Wie wirken längere Pfeile auf den dynamischen Spine?
Längere Pfeile verhalten sich dynamisch weicher, weil der Schaft über eine größere Länge arbeitet. Der Rechner rechnet deshalb ab 28 Zoll mit etwa 5 lbs je Zoll Korrektur. Ein 30-Zoll-Pfeil braucht dadurch meist eine steifere Spine-Stufe als ein 28-Zoll-Pfeil mit gleicher Spitze.
Wie verändert das Spitzengewicht den Spine?
Eine schwerere Spitze zieht den Schaft beim Abschuss stärker nach vorne und macht den Pfeil dynamisch weicher. Der Rechner setzt 100 grain als Referenz und korrigiert in 25-grain-Schritten. Inserts, Protectorringe und schwere Nocken wirken in der Praxis ebenfalls mit.
Warum unterscheidet der Rechner zwischen Compound und Recurve?
Compound-Bögen haben durch Cams und Let-off eine andere Kraftkurve als Recurve- oder Langbögen. Dadurch ist die gleiche Pfundzahl nicht automatisch gleich zu lesen. Der Rechner nutzt deshalb eigene Korrekturen, bleibt aber bewusst näherungsweise, weil jedes Cam-System anders reagiert.
Was ist der Unterschied zwischen statischem und dynamischem Spine?
Der statische Spine wird am Schaft gemessen, meist über die Durchbiegung bei definierter Last. Der dynamische Spine beschreibt, wie sich derselbe Schaft in deinem echten Setup verhält. Pfeillänge, Spitzengewicht, Auszug, Release, Buttondruck und Bogenfenster verändern diese dynamische Wirkung.
Was mache ich, wenn mein Ergebnis zwischen zwei Spinewerten liegt?
Teste nach Möglichkeit beide benachbarten Werte oder nutze den angezeigten Testbereich. Bei schwerer Spitze, langem Pfeil oder hoher Zugkraft ist oft der steifere Schaft sinnvoller. Bei traditionellem Setup und sauberem Rohschafttest kann auch der weichere Wert funktionieren.
Wie prüfe ich die Empfehlung in der Praxis?
Nutze Rohschafttest oder Papiertest mit sicherem Fang und gleichmäßiger Technik. Der Rohschaft sollte in ähnlicher Gruppe landen wie befiederte Pfeile. Wenn er deutlich seitlich abweicht, passt der dynamische Spine, der Buttondruck oder der Nockpunkt noch nicht sauber zusammen.
Welche Sicherheitsgrenzen sollte ich zusätzlich beachten?
Prüfe immer die Mindestpfeilmasse deines Bogens und die Freigaben des Schaftherstellers. Zu leichte oder beschädigte Pfeile können Material stark belasten. Carbonpfeile sollten vor dem Schießen auf Risse geprüft werden, besonders nach Fehlschüssen oder harten Treffern.