Berechne dein Wing Loading aus dem Startgewicht und der Schirmfläche. Passend für Gleitschirm, Fallschirm und Kite, mit Abgleich zum Hersteller-Bereich.
Startgewicht und Schirmfläche
Berechne Flächenbelastung, Gewichtsbereich und Einordnung für dein Setup.
Wingload-Ergebnis
Flächenbelastung, Gewichtsbereich und Einordnung
Gib Gewicht und Schirmfläche ein, um den Wingload zu berechnen.
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ƒFlächenbelastung aus Startgewicht und Schirmfläche
WL=AmStart
Variablen
WL
Wing Loading-Flächenbelastung in kg/m² oder lb/ft².
mStart
Startgewicht-Körpergewicht plus komplette Ausrüstung.
A
Schirmfläche-Projizierte Fläche in m² oder Kappenfläche in ft².
Orientierungsbereiche nach Sportart
Die Bereiche ersetzen keine Herstellerfreigabe. Die Tabelle hilft, rechnerische Belastung und Flugverhalten grob einzuordnen.
Sportart
Ruhiger Bereich
Mittlerer Bereich
Hoher Bereich
Wichtig
Gleitschirm
unter 3,5 kg/m²
3,5-4,2 kg/m²
ab 4,2 kg/m²
Gewichtsbereich und EN-Klasse zuerst prüfen
Fallschirm
unter 1,0 lb/ft²
1,0-1,3 lb/ft²
ab 1,3 lb/ft²
Sprungzahl, Kappenkurs und Coach zählen stärker
Kite
unter 3,0 kg/m²
3,0-5,0 kg/m²
ab 5,0 kg/m²
Windbereich, Board und Depower mitdenken
Die Grenzen sind bewusst konservativ formuliert. Bei Grenzfällen zählt das konkrete Materialdatenblatt.
Beispiel-Setups aus dem Rechner
Die Beispiele zeigen, warum gleiche Körpergewichte je nach Ausrüstung und Fläche sehr unterschiedliche Wingloads ergeben.
Setup
Sportart
Startgewicht
Fläche
kg/m²
lb/ft²
Gewichtsbereich
leichter Thermikflug
Gleitschirm
84,0 kg
27,00 m²
3,11 kg/m²
0,64 lb/ft²
20 % des Gewichtsbereichs
Mitte im Gleitschirm-Bereich
Gleitschirm
98,0 kg
26,00 m²
3,77 kg/m²
0,77 lb/ft²
65 % des Gewichtsbereichs
konservativer Fallschirm
Fallschirm
94,0 kg
170,0 ft²
5,95 kg/m²
1,22 lb/ft²
Kein Hersteller-Gewichtsbereich hinterlegt
sportlichere Kappe
Fallschirm
101,0 kg
135,0 ft²
8,05 kg/m²
1,65 lb/ft²
Kein Hersteller-Gewichtsbereich hinterlegt
Freeride bei mittlerem Wind
Kite
81,0 kg
12,00 m²
6,75 kg/m²
1,38 lb/ft²
Kein Hersteller-Gewichtsbereich hinterlegt
Beim Gleitschirm bezieht sich der Bereich auf das Startgewicht inklusive Ausrüstung. Beim Fallschirm ist lb/ft² die üblichere Lesart.
Einheiten und Umrechnung
Der Rechner rechnet m² und ft² intern um, damit Gleitschirm- und Fallschirmwerte vergleichbar bleiben.
Wert
Umgerechnet
Typische Verwendung
26,0 m²
279,9 ft²
Gleitschirmfläche
12,0 m²
129,2 ft²
Kitefläche
170,0 ft²
15,8 m²
Fallschirmkappe
1,00 kg/m²
0,20 lb/ft²
Einheitenvergleich
Rundungen dienen der Lesbarkeit. Für Herstellerangaben zählt die Einheit im Datenblatt.
Häufig gestellte Fragen zum Wingload-Rechner
Was bedeutet Wing Loading?
Wing Loading beschreibt, wie viel Startgewicht auf eine bestimmte Schirmfläche wirkt. Beim Gleitschirm wird das oft in kg/m² betrachtet, beim Fallschirmspringen eher in lb/ft². Je höher der Wert, desto schneller und dynamischer reagiert das System meist.
Warum ist das Startgewicht wichtiger als nur das Körpergewicht?
Für die Flächenbelastung zählt das komplette Gewicht im Flug. Dazu gehören Körpergewicht, Kleidung, Gurtzeug, Rettung, Helm, Wasser, Instrumente und beim Fallschirm auch Rig und Zubehör. Schon 5 kg Ausrüstung können einen Grenzfall im Hersteller-Gewichtsbereich spürbar verschieben.
Welche Fläche soll ich beim Gleitschirm eintragen?
Nutze die projizierte Fläche, wenn der Hersteller sie angibt. Diese Fläche beschreibt die im Flug wirksame Größe besser als die flach ausgelegte Fläche. Falls nur die ausgelegte Fläche bekannt ist, lies das Ergebnis vorsichtiger und orientiere dich stärker am zugelassenen Gewichtsbereich.
Warum verwendet der Rechner beim Fallschirm ft²?
Fallschirmkappen werden häufig in square feet angegeben, und die übliche Wing-Loading-Lesart ist Exit Weight in pounds geteilt durch Kappenfläche in ft². Der Rechner zeigt trotzdem beide Einheiten, damit Setups vergleichbar bleiben und Umrechnungsfehler auffallen.
Ist eine höhere Flächenbelastung automatisch besser?
Nein. Höhere Belastung kann mehr Geschwindigkeit, direkteres Handling und bessere Penetration bei Wind bringen. Gleichzeitig steigen Landegeschwindigkeit, Dynamik und Fehlerfolgen. Ein hoher Wert ist kein Qualitätsmerkmal, sondern eine höhere Anforderung an Können und Bedingungen.
Wie lese ich den Hersteller-Gewichtsbereich?
Der Gewichtsbereich beschreibt das zugelassene Startgewicht inklusive Ausrüstung. Unten im Bereich fliegt ein Schirm meist ruhiger und langsamer, oben dynamischer und schneller. Außerhalb dieses Bereichs sollte die rechnerische Flächenbelastung keine Kauf- oder Flugentscheidung tragen.
Warum zeigt der Rechner einen relativen Geschwindigkeitsindex?
Der Index übersetzt die Flächenbelastung grob in eine vergleichbare Tendenz. Er ist keine echte Fluggeschwindigkeit und keine Sinkratenmessung. Profil, Trimmung, Leinenzustand, Luftdichte, Wind, Piloteneingriff und Schirmklasse verändern das reale Verhalten deutlich.
Was muss ich beim Kitesurfen zusätzlich beachten?
Beim Kite reicht das Verhältnis aus Gewicht und Fläche nicht aus. Windbereich, Böen, Boardgröße, Können, Depower, Leinenlänge und Revierbedingungen sind entscheidend. Der Rechner hilft beim Vergleichen von Setups, ersetzt aber keine Windtabelle des konkreten Kites.
Wann ist das Ergebnis besonders kritisch zu prüfen?
Prüfe kritisch, wenn du nah am oberen Gewichtsbereich liegst, eine kleinere Kappe wählst, lange Pause hattest, stark böige Bedingungen erwartest oder Material wechselst. Dann sind Schulung, Checkflug, Kappenkurs oder fachkundige Beratung wichtiger als ein einzelner Zahlenwert.
Kann der Rechner eine Freigabe ersetzen?
Nein. Der Rechner ordnet nur rechnerische Belastung ein. Maßgeblich sind Herstellerfreigabe, Musterprüfung, Ausbildungsstand, lokale Regeln, Wetterentscheidung und Zustand des Materials. Besonders beim Fallschirm und Gleitschirm sollte die finale Wahl fachlich begleitet werden.