Berechne Anwaltskosten nach RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz). Mit Streitwert und allen Gebührenarten
Verfahrensdaten
€
Deutsche Formate wie 10.000 oder 10.000,50 sind möglich.
Bei Gerichtsverhandlung
Bei Vergleich / Einigung
Anwaltskosten
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Hinweis
Die Berechnung basiert auf dem RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz). Zusätzliche Gebühren wie Auslagen, Reisekosten oder Beratungsgebühren sind nicht enthalten.
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Häufig gestellte Fragen zum RVG-Rechner
Was ist das RVG?
Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) regelt die Vergütung von Rechtsanwälten in Deutschland. Es legt fest, welche Gebühren Anwälte für verschiedene Tätigkeiten berechnen dürfen. Die Höhe richtet sich nach dem Streitwert (Gegenstandswert) und der Art des Verfahrens.
Was ist der Streitwert/Gegenstandswert?
Der Streitwert ist der wirtschaftliche Wert, um den es im Rechtsstreit geht. Bei Geldforderungen ist es der geforderte Betrag, bei Mietstreitigkeiten die Jahresmiete, bei Kündigungsschutzklagen oft 3 Monatsgehälter. Der Streitwert bestimmt die Höhe aller Gebühren.
Was ist die einfache Gebühr?
Die einfache Gebühr (auch Wertgebühr genannt) ist der Grundwert nach der RVG-Tabelle. Alle anderen Gebühren sind Vielfache davon. Bei 10.000 € Streitwert beträgt die einfache Gebühr 614 €. Die Verfahrensgebühr ist dann z. B. das 1,3-fache = 798,20 €.
Welche Gebühren fallen bei einem Gerichtsverfahren an?
Typische Gebühren: Verfahrensgebühr (1,3-fach) für die Prozessvertretung, Terminsgebühr (1,2-fach) für die Gerichtsverhandlung und gegebenenfalls Einigungsgebühr bei Vergleich. Im gerichtlichen Verfahren ist sie häufig 1,0-fach. Dazu kommen Auslagen und 19 % Mehrwertsteuer.
Wer trägt die Anwaltskosten?
Der Mandant zahlt zunächst seinen eigenen Anwalt. Bei Prozessgewinn muss die Gegenseite die Kosten (bis zu den RVG-Sätzen) erstatten. Bei Teilsieg werden die Kosten gequotelt. Rechtsschutzversicherungen übernehmen die Kosten bei versicherten Streitigkeiten.
Was ist die Beratungsgebühr?
Für eine erste Beratung (ohne Vertretung) darf der Anwalt bei Verbrauchern max. 190 € netto berechnen. Bei Erstberatung mit Mandatserteilung wird diese oft auf die späteren Gebühren angerechnet. Viele Anwälte bieten auch günstigere Erstberatungen an.
Können Anwälte höhere Gebühren vereinbaren?
Ja, höhere Gebühren als die RVG-Sätze sind bei schriftlicher Vereinbarung (Vergütungsvereinbarung) möglich. Dies ist bei komplexen Fällen oder erfahrenen Fachanwälten üblich. Stundenhonorare von 200-500 € pro Stunde sind im Wirtschaftsrecht normal. Geringere Gebühren als RVG sind nur selten erlaubt.
Was kostet ein außergerichtliches Schreiben?
Für außergerichtliche Vertretung fällt eine Geschäftsgebühr von 0,5 bis 2,5-fach an (Regelgebühr: 1,3-fach). Bei 10.000 € Streitwert: ca. 798,20 € netto. Kommt es zum Gerichtsverfahren, wird die Hälfte auf die Verfahrensgebühr angerechnet.
Was ist die Einigungsgebühr?
Die Einigungsgebühr fällt an, wenn ein Vergleich oder eine Einigung erzielt wird. Je nach Verfahrensstand kann sie unterschiedlich hoch sein, etwa 1,0-fach im gerichtlichen Verfahren oder 1,5-fach außerhalb eines anhängigen Gerichtsverfahrens. Entscheidend ist der konkrete Gebührentatbestand.
Sind die RVG-Gebühren Mindest- oder Höchstgebühren?
Die RVG-Gebühren sind gesetzliche Gebühren, die der Anwalt grundsätzlich verlangen kann. In manchen Fällen bestehen Rahmengebühren (z. B. 0,5 bis 2,5-fach), wo der Anwalt nach Schwierigkeit und Umfang wählt. Abweichende Vereinbarungen nach oben sind möglich, nach unten nur eingeschränkt.
Welche Eingaben braucht der RVG-Rechner?
Wichtig sind Gegenstandswert, Verfahrensart, außergerichtliche oder gerichtliche Tätigkeit, Gebührentatbestände, Auslagenpauschale, Umsatzsteuer und gegebenenfalls mehrere Auftraggeber. Bei Vergleichen kommt eine Einigungsgebühr hinzu. Ohne korrekten Gegenstandswert ist jede RVG-Berechnung nur eine grobe Orientierung.
Warum unterscheiden sich Anwaltskosten trotz gleichem Streitwert?
Der Streitwert ist nur die Basis. Entscheidend sind zusätzlich Geschäftsgebühr, Verfahrensgebühr, Terminsgebühr, Einigungsgebühr, Auslagen, Umsatzsteuer, Instanz und eine mögliche Vergütungsvereinbarung. Außerdem können Rahmengebühren je nach Umfang und Schwierigkeit unterschiedlich angesetzt werden.