Steuerfreie Nachtarbeitszuschläge: max. 25 % (20-24 Uhr/4-6 Uhr) bzw. 40 % (0-4 Uhr) vom Grundlohn bis 50 €/Stunde.
Berechnung der Nachtstunden
Beispiele für verschiedene Schichtzeiten
Schicht
Arbeitszeit
Nachtstunden (23-6)
Zuschlag (25 %)
Spätschicht
14:00-22:00
0 h
-
Nachtschicht früh
22:00-06:00
7 h
1,75 h
Nachtschicht spät
23:00-07:00
7 h
1,75 h
Dauernachtschicht
20:00-04:00
5 h
1,25 h
Kurze Nacht
02:00-08:00
4 h
1,00 h
Nachtstunden: Zeit zwischen 23:00 und 06:00 Uhr. Zuschlag 25 % = Nachtstunden × 0,25.
Häufig gestellte Fragen zum Nachtrechner
Was zählt als Nachtarbeit?
Nachtarbeit ist laut Arbeitszeitgesetz (§ 2 ArbZG) jede Arbeit, die mehr als 2 Stunden in der Nachtzeit (23:00-06:00 Uhr) umfasst. Nachtarbeitnehmer sind Beschäftigte, die regelmäßig Nachtarbeit leisten (an mindestens 48 Tagen pro Jahr).
Wie hoch ist der Nachtzuschlag?
Das Arbeitszeitgesetz nennt keinen festen Prozentsatz, sondern verlangt bei Nachtarbeit einen angemessenen Ausgleich. Wenn kein Tarifvertrag etwas anderes regelt, kann das bezahlter Freizeitausgleich oder ein angemessener Zuschlag auf das Bruttoentgelt sein. In der Praxis werden 25 % häufig als Orientierungswert für regelmäßige Nachtarbeit verwendet. Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag können abweichen.
Ist der Nachtzuschlag steuerfrei?
Nachtzuschläge können nach § 3b EStG steuerfrei sein, wenn sie zusätzlich zum Grundlohn für tatsächlich geleistete Nachtarbeit gezahlt werden. Für Nachtarbeit zwischen 20:00 und 06:00 Uhr sind bis zu 25 % des Grundlohns begünstigt. Für Arbeit zwischen 00:00 und 04:00 Uhr erhöht sich der steuerfreie Satz auf 40 %, wenn die Nachtarbeit vor 00:00 Uhr begonnen hat. Für die Lohnsteuer gilt die Grenze von 50 €/Stunde Grundlohn.
Wie werden Nachtarbeitsstunden berechnet?
Zähle die Minuten, die in die Nachtzeit (23:00-06:00) fallen. Beispiel: Schicht 22:00-06:00 = 7 Stunden Nachtarbeit (23:00-06:00) + 1 Stunde normale Arbeit (22:00-23:00). Nur die 7 Nachtstunden erhalten den Zuschlag.
Gibt es Alternativen zum Nachtzuschlag?
Ja, statt Zuschlag können Arbeitnehmer bezahlte freie Tage verlangen. Pro Nachtarbeitsstunde ca. 25 % Zeitausgleich. Bei Dauernachtarbeit: Arbeitsmedizinische Untersuchungen alle 3 Jahre (unter 50 Jahren) bzw. jährlich (über 50 Jahre).
Wie lange darf Nachtarbeit dauern?
Maximal 8 Stunden pro Tag im Durchschnitt über 4 Wochen oder Kalendermonat. Ausnahme: Bis zu 10 Stunden, wenn innerhalb eines Monats auf 8 Stunden ausgeglichen wird. Nach Nachtschicht mindestens 11 Stunden Ruhezeit.
Welche Berufe arbeiten typisch nachts?
Typische Nachtarbeiter: Pflegekräfte, Ärzte, Polizei, Feuerwehr, Taxifahrer, Bäcker, Hotelgewerbe, Produktion im Schichtbetrieb, Security, Logistik, IT-Support. Ca. 9 % der Beschäftigten in Deutschland arbeiten regelmäßig oder gelegentlich nachts.
Wie berechne ich meinen Bruttolohn mit Nachtzuschlag?
Du brauchst Schichtbeginn, Schichtende, Pausen, Stundenlohn und die für deinen Betrieb geltenden Nachtzeiten. Zusätzlich können Sonntags-, Feiertags- oder Tarifzuschläge relevant sein, wenn sie sich mit Nachtarbeit überschneiden.
Warum können Nachtzuschläge je nach Vertrag abweichen?
Gesetz, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung und Arbeitsvertrag können unterschiedliche Zuschläge oder Ausgleichsregeln vorsehen. Der Rechner liefert eine Orientierung, verbindlich sind die Regelungen, die für dein Arbeitsverhältnis tatsächlich gelten.