Bruttomarge = nach Wareneinsatz. Nettomarge = nach allen Kosten inkl. Steuern.
Häufig gestellte Fragen zum Marge berechnen
Was ist der Unterschied zwischen Marge und Aufschlag?
Marge (Gewinnspanne): Prozentualer Anteil des Gewinns am Verkaufspreis. Aufschlag (Markup): Prozentualer Aufschlag auf den Einkaufspreis. Beispiel: EK 80 €, VK 100 €, Gewinn 20 €. Marge: 20 € ÷ 100 € = 20 %. Aufschlag: 20 € ÷ 80 € = 25 %.
Wie berechne ich die Marge?
Marge in Prozent = (Verkaufspreis - Einkaufspreis) ÷ Verkaufspreis × 100. Oder: Gewinn ÷ Verkaufspreis × 100. Beispiel: VK 150 €, EK 100 €. Marge = (150 - 100) ÷ 150 × 100 = 33,3 %. Die Marge zeigt, wie viel Prozent des Umsatzes Gewinn ist.
Was ist eine gute Marge?
Eine gute Marge ist branchenabhängig und hängt von Fixkosten, Retouren, Einkaufsmacht, Personal, Marketing und Preisdruck ab. Richtwerte können zur Einordnung helfen, ersetzen aber keinen Vergleich mit ähnlichen Unternehmen. Wichtig ist nicht nur eine hohe Marge, sondern ob sie nach Gemeinkosten, Kundengewinnung und Wachstum noch tragfähig bleibt.
Der Deckungsbeitrag ist der Betrag, der nach Abzug der variablen Kosten vom Umsatz übrig bleibt. Er 'deckt' die Fixkosten und den Gewinn. Formel: Verkaufspreis - variable Stückkosten. Die Deckungsbeitragsmarge zeigt den prozentualen Anteil am Umsatz.
Wie setze ich den richtigen Verkaufspreis?
Drei Ansätze: 1) Kostenorientiert: EK + gewünschte Marge. 2) Wettbewerbsorientiert: Marktpreise analysieren. 3) Wertorientiert: Was ist dem Kunden das Produkt wert? Optimal: Kombination aller drei. Marge muss Fixkosten, Risiken und Gewinn abdecken.
Was ist Bruttomarge vs. Nettomarge?
Bruttomarge: (Umsatz - Herstellungskosten) ÷ Umsatz. Berücksichtigt nur direkte Kosten. Nettomarge: Nettogewinn ÷ Umsatz. Berücksichtigt alle Kosten inkl. Verwaltung, Marketing, Steuern. Nettomarge ist der 'echte' Gewinn und immer niedriger als Bruttomarge.
Die Handelsspanne ist die Differenz zwischen Verkaufspreis und Einkaufspreis im Handel, ausgedrückt in Prozent des Verkaufspreises (= Marge). Sie muss alle Handelskosten (Personal, Miete, Marketing) und den Gewinn abdecken. Typisch im Einzelhandel: 30-50 %.
Wie berücksichtige ich die Mehrwertsteuer bei der Marge?
Margenberechnung immer mit Nettopreisen! Brutto-VK ÷ 1,19 = Netto-VK. Dann: (Netto-VK - Netto-EK) ÷ Netto-VK = Marge. Die MwSt ist ein durchlaufender Posten und kein Gewinn. Nur bei Differenzbesteuerung (z. B. Gebrauchtwagen) wird anders gerechnet.
Welche Geschäftszahlen gehören in die Berechnung von Marge?
Umsatz, variable Kosten, Fixkosten, Gewinn, Kapitalbindung und Zeitraum sollten klar getrennt sein. Werden einmalige Effekte oder Brutto- und Nettowerte vermischt, kippt die Kennzahl schnell.
Warum ist Marge nicht dasselbe wie Aufschlag?
Die Marge bezieht sich auf den Verkaufspreis, der Aufschlag auf den Einkaufspreis. Ein Aufschlag von 25 % ergibt deshalb keine Marge von 25 %. Wer beide Begriffe verwechselt, kalkuliert Verkaufspreise und Gewinnbeiträge falsch.