Heizkosten bei Gaspreis 0,10 €/kWh. Bei 100 m² Wohnfläche: Klasse C = 750-1.000 €/Jahr, Klasse G = 2.000-2.500 €/Jahr.
U-Wert-Anforderungen nach GEG 2024
Bauteil
Max. U-Wert
Empfehlung KfW 40
Typische Dämmstärke
Außenwand
0,24 W/(m²K)
0,15 W/(m²K)
14-20 cm
Dach/Oberste Decke
0,20 W/(m²K)
0,12 W/(m²K)
20-30 cm
Kellerdecke/Bodenplatte
0,30 W/(m²K)
0,20 W/(m²K)
10-16 cm
Fenster
1,30 W/(m²K)
0,80 W/(m²K)
3-fach Verglasung
Haustür
1,80 W/(m²K)
1,00 W/(m²K)
Wärmegedämmte Tür
Niedrigerer U-Wert = bessere Dämmung. U-Wert = Wärmeverlust in Watt pro m² bei 1 Kelvin Temperaturdifferenz.
Häufig gestellte Fragen zum Heizkurve-Altbau-Rechner
Was ist eine Heizkurve?
Die Heizkurve beschreibt den Zusammenhang zwischen Außentemperatur und Vorlauftemperatur der Heizung. Je kälter es draußen ist, desto höher muss die Vorlauftemperatur sein. Die Kurve wird durch zwei Parameter bestimmt: Neigung (Steilheit) und Parallelverschiebung (Niveau). Eine korrekt eingestellte Heizkurve spart bis zu 15 % Heizkosten.
Welche Heizkurven-Neigung ist für Altbauten optimal?
Altbauten haben wegen schlechterer Dämmung höheren Wärmebedarf und brauchen steilere Heizkurven. Typische Werte: Unsanierter Altbau mit Radiatoren: 1,4-1,8. Teilsanierter Altbau: 1,2-1,5. Gut sanierter Altbau: 1,0-1,3. Fußbodenheizung im Altbau: 0,4-0,7. Die optimale Einstellung hängt von Dämmung, Fensterzustand und Heizkörpergröße ab.
Was ist die Parallelverschiebung bei der Heizkurve?
Die Parallelverschiebung hebt oder senkt die gesamte Heizkurve um einen festen Wert. Positive Werte (+1 bis +5) erhöhen die Vorlauftemperatur bei allen Außentemperaturen, negative Werte (-1 bis -5) senken sie. Typisch für Altbauten: +2 bis +5. Anwendung: Bei dauerhaft kalten Räumen Parallelverschiebung erhöhen, bei zu warmen Räumen senken.
Wie finde ich die richtige Heizkurve für meinen Altbau?
Schrittweises Vorgehen: 1) Starte mit typischen Altbau-Werten (Neigung 1,4, Parallel 0). 2) Bei kaltem Wetter (unter 0 °C) prüfen: Werden Räume warm genug? Nein → Neigung erhöhen. 3) Bei mildem Wetter (5-10 °C) prüfen: Werden Räume zu warm? Ja → Neigung senken. 4) Feinabstimmung über Parallelverschiebung. Der hydraulische Abgleich sollte vorher durchgeführt werden.
Welche Vorlauftemperaturen sind bei Altbauten üblich?
Typische Vorlauftemperaturen für Altbauten: Bei -10 °C Außentemperatur: 60-75 °C. Bei 0 °C: 45-55 °C. Bei +10 °C: 30-40 °C. Unsanierte Altbauten mit alten Radiatoren benötigen höhere Temperaturen (bis 75 °C), sanierte Altbauten oder solche mit übergroßen Heizkörpern können mit 50-55 °C auskommen. Niedrigere Vorlauftemperaturen sparen Energie und ermöglichen Wärmepumpen-Einsatz.
Kann ich eine Wärmepumpe im Altbau einsetzen?
Ja, aber die Heizkurve muss angepasst werden. Wärmepumpen arbeiten effizient bei Vorlauftemperaturen unter 55 °C. Voraussetzungen: Sanierte Fenster, verbesserte Dämmung oder überdimensionierte Heizkörper. Die Heizkurven-Neigung sollte unter 1,2 liegen. Bei höherem Wärmebedarf erst Gebäude sanieren oder Hybrid-Lösung (Wärmepumpe + Gasheizung) prüfen.
Was ist der Unterschied zwischen Radiatoren und Fußbodenheizung?
Radiatoren brauchen höhere Vorlauftemperaturen (45-75 °C) und steilere Heizkurven (1,0-1,8). Fußbodenheizungen arbeiten mit niedrigen Temperaturen (25-40 °C) und flachen Kurven (0,3-0,6). Die größere Heizfläche kompensiert die niedrigere Temperatur. Altbauten mit Fußbodenheizung im Bestand haben meist Systeme mit höheren Temperaturen (35-45 °C) als moderne Niedrigtemperatur-Fußbodenheizungen.
Wie wirkt sich die Außentemperatur auf die Heizkurve aus?
Die Formel zur Vorlauftemperatur-Berechnung berücksichtigt die Differenz zwischen Raum- und Außentemperatur. Bei größerer Differenz (kälteres Wetter) steigt die Vorlauftemperatur exponentiell. Beispiel bei Neigung 1,4: Bei +10 °C außen ca. 32 °C Vorlauf, bei 0 °C ca. 45 °C, bei -10 °C ca. 62 °C. Die Neigung bestimmt, wie stark die Vorlauftemperatur mit sinkender Außentemperatur steigt.
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
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