Preise 2026. Verbrauch für modernisierten Altbau (120 kWh/m²). Wärmepumpe mit JAZ 3,5.
Typischer Heizenergieverbrauch nach Gebäudestandard
Gebäudestandard
Verbrauch (kWh/m²)
Kosten/Jahr (100 m², Gas)
Passivhaus
15-25
150-300 €
KfW 40/55 Neubau
40-70
400-840 €
Modernisierter Altbau
100-150
1.000-1.800 €
Teilsanierter Altbau
150-200
1.500-2.400 €
Unsanierter Altbau (vor 1977)
200-300
2.000-3.600 €
Gaskosten bei 10,87 ct/kWh. Dämmung senkt Verbrauch um 30-70 %.
Häufig gestellte Fragen zum Heizkosten berechnen
Wie hoch sind die durchschnittlichen Heizkosten pro m²?
Durchschnittliche Heizkosten pro m² schwanken stark nach Gebäudestandard, Witterung, Tarif, Wohnfläche und Heizsystem. Unsanierte Altbauten können ein Vielfaches eines effizienten Neubaus kosten. Für eine belastbare Rechnung solltest du den tatsächlichen Jahresverbrauch, den Arbeitspreis, den Grundpreis und mögliche CO2-Kosten aus deiner Abrechnung verwenden.
Wie viel kWh Heizenergie brauche ich pro Jahr?
Richtwerte nach Gebäudestandard: Neubau (KfW 55) ca. 50-70 kWh/m², modernisierter Altbau ca. 100-150 kWh/m², unsanierter Altbau ca. 200-300 kWh/m². Bei 100 m²: 5.000-30.000 kWh/Jahr. Der Energieausweis gibt den genauen Wert für deine Immobilie an.
Was kostet Heizen mit Gas aktuell?
Der Gaspreis hängt stark von Tarif, Region, Verbrauch, Grundpreis und Vertragsalter ab. Bei 15.000 kWh Jahresverbrauch macht jeder Cent pro kWh rund 150 € Jahreskosten aus. Zusätzlich kommen Grundpreis und CO2-Kosten dazu. Nutze für den Rechner deinen eigenen Arbeitspreis aus Vertrag oder Abrechnung statt eines Durchschnittswerts.
Ist Heizen mit Wärmepumpe günstiger als mit Gas?
Das hängt vom Verhältnis aus Strompreis, Gaspreis und Jahresarbeitszahl ab. Beispiel: Bei 37,0 ct/kWh Strom und einer Jahresarbeitszahl von 3,5 kostet eine kWh Wärme etwa 10,6 ct. Bei Gas zählen neben dem Arbeitspreis auch Wirkungsgrad, Grundpreis und CO2-Kosten. Die Wärmepumpe wird wirtschaftlicher, je höher die Jahresarbeitszahl und je günstiger der Stromtarif ist.
Wie berechne ich meine Heizkosten aus dem Verbrauch?
Zusätzlich zum Brennstoff: Wartung/Schornsteinfeger (100-300 €/Jahr), Strom für Umwälzpumpe (50-150 €), CO₂-Steuer (bei Gas/Öl), ggf. Miet-/Leasingkosten für Heizung, Rücklagen für Reparaturen. Bei Fernwärme: Nur Grundgebühr + Verbrauch.
Wie senke ich meine Heizkosten?
Effektive Maßnahmen: Thermostat auf 20 °C (jedes Grad weniger spart 6 %), Stoßlüften statt Kipplüften, Heizung entlüften, Rollläden nachts schließen (15 % weniger Wärmeverlust), Türen zu unbeheizten Räumen schließen, hydraulischen Abgleich durchführen.
Was kostet eine Stunde Heizen?
Bei 10-kW-Heizleistung: Gas ca. 1 € pro Stunde Volllast, Öl ca. 1,20 €, Strom-Direktheizung ca. 3 €, Wärmepumpe ca. 0,85 €. Im Normalbetrieb läuft die Heizung nicht auf Volllast. Durchschnittlich 4-8 Stunden Volllast-Äquivalent pro Heiztag.
Wie verteilen sich Heizkosten übers Jahr?
Typische Verteilung: Januar-Februar ca. 30 %, März-April ca. 20 %, Mai-September ca. 10 % (nur Warmwasser), Oktober-November ca. 20 %, Dezember ca. 20 %. Die Heizperiode dauert etwa von Oktober bis April (7 Monate).
Wie prüfe ich, ob meine Heizkosten zu hoch sind?
Vergleiche mit Heizspiegel (heizspiegel.de): Dort gibt es Referenzwerte nach Gebäudetyp und Energieträger. Über dem Durchschnitt? Dann lohnt sich: Heizungsoptimierung, Dämmung prüfen, Anbieter wechseln. Der Energieausweis zeigt den Gebäude-Effizienzstandard.
Welche Verbrauchswerte sind für die Berechnung von Heizkosten belastbar?
Am besten eignen sich Jahresabrechnung, Zählerstand, Brennwert, Zustandszahl und Tarifdaten. Einzelne Wintermonate können wegen Wetter und Heizverhalten stark vom Jahreswert abweichen.
Warum sollte ich Grundpreis und Arbeitspreis trennen?
Der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an, der Arbeitspreis pro verbrauchter Kilowattstunde. Wer beides vermischt, vergleicht Tarife mit hohem oder niedrigem Verbrauch falsch.