Brennwert = Heizwert + Kondensationswärme. Brennwertkessel nutzen diese zusätzliche Energie.
Häufig gestellte Fragen zum Heizwert-Rechner
Was ist der Heizwert?
Der Heizwert (unterer Heizwert, Hu) gibt an, wie viel Energie bei der Verbrennung eines Brennstoffs freigesetzt wird, ohne die Kondensationswärme des Wasserdampfs. Er wird in kWh/kg, kWh/m³ oder kWh/Liter angegeben. Der Heizwert ist die Basis für Verbrauchsberechnungen.
Was ist der Unterschied zwischen Heizwert und Brennwert?
Heizwert (Hu): Nutzbare Energie ohne Kondensationswärme des Wasserdampfs. Brennwert (Ho): Gesamte Energie inklusive Kondensationswärme. Brennwert ist ca. 5-11 % höher als Heizwert. Brennwertkessel nutzen diese zusätzliche Energie.
Warum ist der Heizwert wichtig für die Heizkosten?
Mit dem Heizwert kannst du einen selbst eingegebenen Brennstoffpreis auf eine Kilowattstunde umrechnen. Die Formel lautet Preis pro kWh = Preis pro Brennstoffeinheit ÷ Heizwert. Verwende dafür einen aktuellen Preis aus deinem Vertrag oder Angebot, weil Marktpreise zeitlich und regional schwanken.
Wie berechne ich meinen Heizenergiebedarf?
Vereinfachte Formel: Wohnfläche × Energiekennzahl. Richtwerte: Neubau (KfW 55): 50-70 kWh/m². Modernisierter Altbau: 100-150 kWh/m². Unsanierter Altbau: 200-300 kWh/m². Bei 100 m² Altbau: ca. 15.000-20.000 kWh/Jahr.
Was beeinflusst den Heizwert von Holz?
Der Heizwert von Holz hängt stark vom Wassergehalt ab: Frisch geschlagen (50 % Feuchte): ca. 2 kWh/kg. Lufttrocken (15-20 % Feuchte): ca. 4 kWh/kg. Holzpellets (<10 % Feuchte): ca. 5 kWh/kg. Holz sollte mindestens 2 Jahre trocknen.
Was ist der Unterschied zwischen Erdgas H und L?
H-Gas (High): Aus Nordsee/Russland, höherer Heizwert (10-11 kWh/m³). L-Gas (Low): Aus Niederlande/Norddeutschland, niedrigerer Heizwert (8-9 kWh/m³). Bei Gasumstellung wird die Heizung angepasst. Der Preis wird auf den Heizwert bezogen.
Wie effizient ist meine Heizung?
Der Wirkungsgrad bestimmt, wie viel des Heizwerts tatsächlich genutzt wird: Alter Niedertemperaturkessel: 80-90 %. Brennwertkessel: 95-98 % (bezogen auf Brennwert, daher über 100 % möglich bezogen auf Heizwert). Wärmepumpe: 300-400 % (COP).
Welche Verbrauchswerte sind für den Heizwert-Rechner belastbar?
Am besten eignen sich Jahresabrechnung, Zählerstand, Brennwert, Zustandszahl und Tarifdaten. Einzelne Wintermonate können wegen Wetter und Heizverhalten stark vom Jahreswert abweichen.
Warum sollte ich Grundpreis und Arbeitspreis trennen?
Der Grundpreis fällt unabhängig vom Verbrauch an, der Arbeitspreis pro verbrauchter Kilowattstunde. Wer beides vermischt, vergleicht Tarife mit hohem oder niedrigem Verbrauch falsch.