Berechne die Wärmeleistung deines Heizkörpers aus Typ, Bauhöhe und Baulänge. Inklusive Vorlauf und Rücklauf, mit Raumtemperatur und Temperaturkorrektur.
Heizkörper, Temperaturen und Zielwert
Schätze die Wärmeleistung eines Heizkörpers aus Typ, Baugröße, Vorlauf, Rücklauf, Raumtemperatur und Ziel-Heizlast.
Wärmeleistung und Deckung
Ergebnis mit korrigierter Wärmeleistung, Deckungsgrad, Temperaturdifferenz und Leistungsreserve.
Gib Heizkörperdaten ein und berechne die Wärmeleistung.
Ähnliche Rechner
Weitere Rechner aus der Kategorie "Energie & Umwelt"
Wie berechnet der Heizkörper-Wärmeleistung-Rechner den Richtwert?
ƒWärmeleistung bei abweichender Systemtemperatur
Q=QN⋅(50ΔT)1.3,QN=qT⋅fL⋅fH
Variablen
Q
Wärmeleistung-geschätzte Leistung des Heizkörpers bei den gewählten Temperaturen
QN
Normleistung-überschlägige Leistung bei 75/65/20 °C nach Typ, Höhe und Länge
ΔT
Temperaturdifferenz-mittlere Wassertemperatur minus Raumtemperatur
qT
Typ-Basiswert-vereinfachte Watt je Meter für den Heizkörpertyp bei 600 mm Bauhöhe
fL
Längenfaktor-Baulänge relativ zu 1.000 mm
fH
Höhenfaktor-Bauhöhe relativ zu 600 mm mit moderater Skalierung
Beispielwerte für Heizkörper-Wärmeleistung
Die Beispiele zeigen, wie stark Typ, Baugröße und niedrige Systemtemperaturen die reale Leistung verschieben.
Situation
Heizkörper
Temperatur
Wärmeleistung
Deckung
Einordnung
Standardheizkörper im Bestand
Typ 22, 600 x 1.000 mm
70/55/20 °C
1.457 W
104,1 %
passt zum Zielwert
kleiner Typ 11 bei niedriger Vorlauftemperatur
Typ 11, 500 x 800 mm
45/35/20 °C
204 W
17,0 %
wahrscheinlich zu schwach
großer Typ 33 im Altbauzimmer
Typ 33, 900 x 1.600 mm
70/55/20 °C
4.936 W
224,4 %
hohe Reserve prüfen
Typ 22 mit Wärmepumpentemperatur
Typ 22, 600 x 1.000 mm
45/35/20 °C
547 W
60,8 %
Niedertemperaturfall
Die Werte sind Modellwerte. Herstellerdatenblätter, konkrete Bautiefe, Anschlussart und Volumenstrom können abweichen.
Typ-Basiswerte bei 600 mm Bauhöhe und 1 m Länge
Der Rechner nutzt vereinfachte Basiswerte, damit verschiedene Heizkörpertypen grob vergleichbar werden.
Typ
Basiswert
Einordnung
Typ 10
650 W/m
einlagiger Plattenheizkörper ohne Konvektor
Typ 11
980 W/m
einlagiger Plattenheizkörper mit einem Konvektor
Typ 21
1.350 W/m
zweilagiger Heizkörper mit einem Konvektor
Typ 22
1.800 W/m
zweilagiger Standardheizkörper mit zwei Konvektoren
Typ 33
2.700 W/m
dreilagiger Heizkörper mit hoher Bautiefe
Typ 22 ist häufig der Standardfall. Typ 33 liefert deutlich mehr Leistung, braucht aber auch mehr Bautiefe.
Temperaturkorrektur für den Standardheizkörper
Gleicher Heizkörper, andere Systemtemperatur. Die Tabelle zeigt den Effekt beim Standardwert Typ 22, 600 x 1.000 mm.
Vorlauf/Rücklauf/Raum
ΔT
Faktor
Wärmeleistung
Hinweis
75/65/20 °C
50,0 K
1,00
1.800 W
üblicher Vergleichswert
70/55/20 °C
42,5 K
0,81
1.457 W
üblicher Vergleichswert
55/45/20 °C
30,0 K
0,51
927 W
üblicher Vergleichswert
45/35/20 °C
20,0 K
0,30
547 W
üblicher Vergleichswert
Der Exponent 1,3 bildet typische Heizkörperkennlinien nur überschlägig ab. Das Datenblatt bleibt maßgeblich.
Häufig gestellte Fragen zum Heizkörper-Wärmeleistung-Rechner
Was berechnet der Heizkörper-Wärmeleistung-Rechner?
Der Rechner schätzt, welche Wärmeleistung ein vorhandener oder geplanter Heizkörper bei bestimmten Vorlauf-, Rücklauf- und Raumtemperaturen abgeben kann. Er kombiniert Heizkörpertyp, Bauhöhe, Baulänge und Temperaturkorrektur. Das Ergebnis ist ein Plausibilitätswert und ersetzt kein Herstellerdatenblatt.
Warum ist die Systemtemperatur so wichtig?
Ein Heizkörper hat nicht eine feste Leistung für jede Situation. Die gleiche Baugröße liefert bei 75/65/20 °C deutlich mehr Wärme als bei 55/45/20 °C oder 45/35/20 °C. Genau deshalb rechnet der Rechner mit der mittleren Wassertemperatur und korrigiert die Normleistung über eine typische Heizkörperkennlinie.
Was bedeutet 75/65/20 °C bei Heizkörperdaten?
Die Schreibweise beschreibt Vorlauf, Rücklauf und Raumtemperatur. 75/65/20 °C bedeutet 75 °C Vorlauf, 65 °C Rücklauf und 20 °C Raumtemperatur. Viele ältere Datenblattwerte beziehen sich auf diese Normbedingung. Wenn die Anlage kühler läuft, muss die Datenblatt-Leistung korrigiert werden.
Warum nutzt der Rechner einen Exponenten von 1,3?
Heizkörperleistung fällt nicht linear mit der Temperaturdifferenz. Ein Exponent um 1,3 ist ein verbreiteter Näherungswert für Plattenheizkörper. Er ist genauer als ein einfacher Dreisatz, ersetzt aber nicht die typ- und herstellerspezifische Kennlinie aus dem Datenblatt.
Kann ich mit dem Ergebnis entscheiden, ob ein Heizkörper für Wärmepumpe reicht?
Das Ergebnis hilft bei der ersten Prüfung, ob ein Heizkörper bei niedrigen Temperaturen plausibel genug Leistung liefert. Für eine Wärmepumpe zählen aber auch reale Heizlast, Heizkurve, Volumenstrom, Spreizung, hydraulischer Abgleich und gewünschte Raumtemperatur. Bei knappen Ergebnissen sollte nicht nach Bauchgefühl bestellt werden.
Warum fragt der Rechner nach der Ziel-Heizlast?
Die Ziel-Heizlast ist der Vergleichswert für den Raum. Ohne sie weiß man nur, wie viel der Heizkörper ungefähr leisten kann, aber nicht, ob das reicht. Der Rechner berechnet deshalb zusätzlich Deckungsgrad, Leistungsdifferenz und Reserve, damit Über- und Unterdeckung sichtbar werden.
Wie genau sind die Typ-Basiswerte?
Die Typ-Basiswerte sind bewusst vereinfachte Modellwerte für einen schnellen Vergleich. Hersteller unterscheiden sich bei Bautiefe, Konvektorblechen, Wasserführung und geprüften Leistungswerten. Für eine Bestellung solltest du immer die konkrete Artikelnummer und das passende Datenblatt prüfen.
Warum skaliert die Bauhöhe nicht einfach linear?
Eine größere Bauhöhe erhöht die Leistung, aber nicht immer exakt im gleichen Verhältnis. Luftströmung, Konvektion und Bauform verändern den Effekt. Der Rechner nutzt deshalb einen moderaten Höhenfaktor statt einer rein linearen Hochrechnung. Das ist für Plausibilität sinnvoller, bleibt aber eine Näherung.
Was bedeutet ein Deckungsgrad unter 90 %?
Ein Deckungsgrad unter 90 % heißt, dass der Heizkörper die angegebene Ziel-Heizlast nach diesem Modell wahrscheinlich nicht erreicht. Das kann zu langsamer Aufheizung oder zu niedriger Raumtemperatur führen. Prüfe dann größere Länge, höheren Typ, höhere Vorlauftemperatur oder eine echte Raumheizlast.
Was bedeutet eine sehr hohe Reserve?
Eine hohe Reserve kann gewollt sein, etwa bei später niedrigerer Heizkurve. Das ist aber nicht automatisch besser. Sehr große Heizkörper brauchen Platz, passende Ventileinstellung und hydraulischen Abgleich. Sonst kann die Anlage schlechter regelbar werden, obwohl rechnerisch genug Leistung vorhanden ist.