Berechne alle Abzüge auf deine Betriebsrente als einmalige Zahlung. Inklusive Steuer, Fünftelregelung sowie Kranken- und Pflegebeitrag bis hin zum Netto.
Abzüge aus Einmalzahlung
Berechne Steuer, Fünftelregelung und gesetzliche KV/PV-Beiträge auf eine Betriebsrenten-Einmalzahlung in einem gemeinsamen Abzugsmodell.
Abzüge und Netto der Einmalzahlung
Steuer, KV/PV-Beiträge und Netto nach Abzügen
Gib Kapitalbetrag, Einkommen und Versicherungsstatus ein, um die Abzüge zu berechnen.
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Wie berechnet der Rechner die Abzüge auf eine Betriebsrenten-Einmalzahlung?
ƒNetto nach Steuer und Beiträgen
N=K−S−B,M=120K
Variablen
K
Kapitalauszahlung-Bruttobetrag der einmaligen Betriebsrentenleistung vor Steuer und Sozialbeiträgen.
M
Monatswert-Rechnerischer Monatsbetrag nach § 229 SGB V. Die Kapitalleistung wird für die GKV/PV auf 120 Monate verteilt.
S
Steuer auf den Kapitalanteil-Mehrsteuer durch die Kapitalleistung im Zuflussjahr. Die Fünftelregelung nach § 34 EStG wird als Rechenszenario verglichen.
B
KV/PV-Beiträge-Gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf den Monatswert, begrenzt durch Freibetrag, Freigrenze und Beitragsbemessungsgrenze.
N
Planungsnetto-Kapitalbetrag nach modellierter Steuer und Beiträgen. Auszahlung, Steuerbescheid und Krankenkassenbescheid können zeitlich auseinanderfallen.
Abzüge auf Betriebsrenten-Einmalzahlungen im Vergleich
Die Beispiele zeigen, wie Einkommen, Krankenversicherungsstatus und Beitragsbemessungsgrenze das Netto aus einer Kapitalleistung verändern.
Ausgangslage
Kapital
Steuer
KV/PV über 120 Monate
Netto nach Abzügen
30.000 € Kapital, KVdR, mittleres Einkommen
30.000,00 €
8.550,00 €
2.176,80 €
19.273,20 €
60.000 € Kapital mit laufender Betriebsrente
60.000,00 €
22.940,00 €
8.506,80 €
28.553,20 €
30.000 € Kapital, private Krankenversicherung
30.000,00 €
8.615,00 €
0,00 €
21.385,00 €
60.000 € Kapital, Einnahmen nahe BBG
60.000,00 €
17.905,00 €
2.848,80 €
39.246,20 €
Modellrechnung mit den aktuellen Projektwerten. Maßgeblich bleiben Leistungsmitteilung, Steuerbescheid und Bescheid der Krankenkasse.
Sozialversicherungswerte für Betriebsrenten-Einmalzahlungen 2026
Diese Werte entscheiden, welcher Teil einer Kapitalleistung in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung beitragspflichtig wird.
Wert
2026
Wirkung im Rechner
Verteilung nach § 229 SGB V
120 Monate
Aus der Einmalzahlung entsteht ein rechnerischer Monatswert für zehn Jahre.
KV-Freibetrag bei KVdR
197,75 €
Mindert nur die Krankenversicherungsbasis, wenn du in der KVdR pflichtversichert bist.
PV-Grenze für Versorgungsbezüge
197,75 €
In der Pflegeversicherung kann nach Überschreiten der Grenze der volle Monatswert zählen.
Beitragsbemessungsgrenze KV/PV
5.812,50 €
Deckelt die beitragspflichtige Monatsbasis zusammen mit anderen beitragspflichtigen Einnahmen.
Allgemeiner GKV-Satz
14,6 %
Wird mit dem Zusatzbeitrag deiner Krankenkasse kombiniert.
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag
2,9 %
Startwert im Rechner, wenn du deinen konkreten Kassensatz noch nicht eingetragen hast.
Die Beitragssätze und Grenzen werden zentral gepflegt. Der konkrete Zusatzbeitrag deiner Krankenkasse kann abweichen.
Häufig gestellte Fragen zum Betriebsrente-Einmalzahlung Abzüge
Welche Abzüge berechnet der Rechner bei einer Betriebsrenten-Einmalzahlung?
Der Rechner verbindet Einkommensteuer, eine mögliche Fünftelregelung und die gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge. Genau diese Kombination ist bei Kapitalleistungen wichtig, weil eine hohe Einmalzahlung steuerlich im Zuflussjahr wirkt, während die Krankenkasse den Betrag beitragsrechtlich auf 120 Monate verteilt.
Warum zählt die Krankenkasse nicht den ganzen Kapitalbetrag auf einmal?
Nach § 229 SGB V wird eine nicht regelmäßig wiederkehrende Leistung aus betrieblicher Altersversorgung rechnerisch in Monatsbeträge aufgeteilt. Ein Hundertzwanzigstel der Kapitalleistung gilt als monatlicher Zahlbetrag, längstens für 120 Monate. Der Rechner bildet deshalb erst einen Monatswert und prüft dann Freibetrag, Freigrenze und Beitragsbemessungsgrenze.
Wird der Freibetrag direkt von der gesamten Einmalzahlung abgezogen?
Nein. Der Freibetrag wirkt im Modell nur auf den rechnerischen Monatswert und nur in der Krankenversicherung bei Pflichtversicherung in der KVdR. Er wird nicht einmalig vom gesamten Kapitalbetrag abgezogen. Wenn bereits eine laufende Betriebsrente gezahlt wird, kann dieser Freibetrag außerdem schon teilweise oder vollständig genutzt sein.
Warum ist der Krankenversicherungsstatus so wichtig?
KVdR, freiwillige gesetzliche Krankenversicherung und private Krankenversicherung führen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. In der KVdR kann der Betriebsrenten-Freibetrag die Krankenversicherungsbasis mindern. Bei freiwilliger GKV gelten andere Einnahmeregeln. In der privaten Krankenversicherung entstehen in diesem Modell keine einkommensabhängigen GKV/PV-Beiträge auf die Kapitalleistung.
Wie schätzt der Rechner die Steuer auf die Einmalzahlung?
Der steuerpflichtige Anteil der Kapitalleistung wird zum übrigen zu versteuernden Einkommen im Auszahlungsjahr addiert. Danach vergleicht der Rechner die normale Progressionswirkung mit einem Fünftelregelungs-Szenario nach § 34 EStG. Ob die Fünftelregelung im Einzelfall anerkannt wird, hängt aber vom Vertrag und von der steuerlichen Einordnung ab.
Warum nutzt der Steuerteil nicht alle 120 Monatsbeiträge als Abzug?
Die Beitragslast kann sich über zehn Jahre verteilen, aber die Einkommensteuer wird für das Zuflussjahr ermittelt. Deshalb setzt der Rechner im Steuerteil nur das erste Jahr der modellierten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge als Vorsorgeaufwand an. Die volle 120-Monats-Belastung wird zusätzlich als langfristiger Abzug vom Kapital gezeigt.
Welche Zahl sollte ich für die Entscheidung stärker beachten?
Das Netto nach dem ersten Jahr zeigt die kurzfristige Liquidität rund um Auszahlung, Steuerbescheid und erste Krankenkassenbeiträge. Das Netto nach 120 Monaten zeigt die langfristige Beitragsbelastung der Kapitalleistung. Für die Entscheidung zwischen Kapitalzahlung und laufender Rente ist die langfristige Sicht meist aussagekräftiger.
Warum fragt der Rechner nach anderen beitragspflichtigen Monatseinnahmen?
Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung werden nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben. Wenn gesetzliche Rente, Arbeitseinkommen oder andere Versorgungsbezüge diese Grenze schon fast ausschöpfen, kann eine Einmalzahlung weniger zusätzliche Beiträge auslösen. Ohne diese Eingabe wäre die Belastung bei hohen Monatseinnahmen häufig zu hoch.
Was bedeutet der steuerpflichtige Anteil der Betriebsrentenleistung?
Der steuerpflichtige Anteil hängt davon ab, wie die Beiträge in der Ansparphase behandelt wurden. Steuerfrei oder gefördert eingezahlte Beiträge führen häufig zu einer stärkeren Besteuerung der späteren Leistung. Bereits versteuerte oder privat finanzierte Anteile können anders einzuordnen sein. Der Vertrag ist deshalb wichtiger als eine pauschale Prozentannahme.
Welche Unterlagen brauche ich für eine belastbare Abzugsrechnung?
Du brauchst die Leistungsmitteilung der Zahlstelle, den Betriebsrentenvertrag, Angaben zur früheren Beitragsbesteuerung, deinen Krankenversicherungsstatus, vorhandene laufende Versorgungsbezüge und den letzten Steuerbescheid. Erst damit lassen sich Bruttokapital, steuerpflichtiger Anteil, Fünftelregelungsrisiko und KV/PV-Basis sinnvoll prüfen.