Die Beispiele zeigen den monatlichen Mehrbeitrag und die Belastung über 120 Monate. Der Zusatzbeitrag nutzt den Durchschnittswert für das aktuelle Jahr.
Ausgangslage
Monatswert
KV-Basis
PV-Basis
Mehrbeitrag
120 Monate
60.000 € Kapital, KVdR, keine weitere Betriebsrente
500,00 €
302,25 €
500,00 €
70,89 €
8.506,80 €
12.000 € Kapital, Monatswert unter Freibetrag und Freigrenze
60.000 € Kapital, andere Einnahmen nahe Beitragsbemessungsgrenze
500,00 €
112,50 €
112,50 €
23,74 €
2.848,80 €
60.000 € Kapital, freiwillige GKV und niedrige sonstige Einnahmen
500,00 €
181,67 €
181,67 €
38,33 €
4.599,60 €
Alle Werte sind Modellwerte für das aktuelle Beitragsjahr. Entscheidend bleibt der Bescheid deiner Krankenkasse oder Zahlstelle.
Rechenwerte für Betriebsrenten-Kapitalleistungen 2026
Diese Werte bestimmen, welcher Teil einer Kapitalleistung in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zählt.
Wert
2026
Wirkung im Rechner
Verteilung einer Kapitalleistung
120 Monate
Der Kapitalbetrag wird als Monatswert über zehn Jahre behandelt.
KV-Freibetrag für Betriebsrenten
197,75 €
Mindert bei KVdR nur die Krankenversicherungsbasis.
PV-Freigrenze für Versorgungsbezüge
197,75 €
Wird die Grenze überschritten, kann die Pflegebasis deutlich höher sein als die KV-Basis.
Beitragsbemessungsgrenze KV/PV monatlich
5.812,50 €
Begrenzt den Beitrag, wenn andere Einnahmen die Grenze schon teilweise füllen.
Allgemeiner Beitragssatz auf Versorgungsbezüge
14,6 %
Gilt für Betriebsrenten. Dazu kommt der Zusatzbeitrag deiner Krankenkasse.
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag
2,9 %
Startwert im Rechner. Der tatsächliche Satz kann je Krankenkasse abweichen.
Mindestbemessung freiwillige GKV
1.318,33 €
Bei freiwilliger GKV kann eine Einmalzahlung erst oberhalb dieser Basis zusätzlich wirken.
Datenstand 2026. Die Beitragsbemessungsgrenze, Bezugsgröße und Beitragssätze werden jährlich angepasst.
Häufig gestellte Fragen zum Betriebsrente Einmalzahlung Krankenkasse
Warum wird eine Betriebsrenten-Einmalzahlung auf 120 Monate verteilt?
Die Krankenkasse behandelt eine Kapitalleistung aus der betrieblichen Altersversorgung nicht so, als wäre nur der Auszahlungsmonat betroffen. Der Betrag wird rechnerisch auf 120 Monate verteilt. Dadurch entsteht ein monatlicher Beitragswert, der zehn Jahre lang in Kranken- und Pflegeversicherung geprüft wird. Genau deshalb zeigt der Rechner nicht nur den Monatsbeitrag, sondern auch die Summe über 120 Monate.
Gilt der Betriebsrenten-Freibetrag auch bei einer Einmalzahlung?
Ja, bei pflichtversicherten Betriebsrentnern in der KVdR wird auch eine Kapitalleistung über den rechnerischen Monatswert geprüft. Der Freibetrag wird dabei nicht vom gesamten Kapitalbetrag abgezogen, sondern vom monatlichen Versorgungsbezug. Wenn du schon eine laufende Betriebsrente bekommst, kann dieser Freibetrag bereits ganz oder teilweise verbraucht sein.
Warum rechnet der Rechner Krankenversicherung und Pflegeversicherung getrennt?
Der Unterschied ist wichtig, weil der Freibetrag in der Krankenversicherung anders wirkt als die Grenze in der Pflegeversicherung. Bei der KVdR mindert der Freibetrag nur den krankenversicherungspflichtigen Teil. In der Pflegeversicherung kann nach Überschreiten der Freigrenze ein höherer Teil zählen. Eine gemeinsame Pauschale würde diesen Effekt verdecken und den Beitrag oft zu niedrig schätzen.
Was passiert, wenn ich schon eine monatliche Betriebsrente bekomme?
Dann wird die Einmalzahlung nicht isoliert betrachtet. Laufende Betriebsrenten und der rechnerische Monatswert der Kapitalleistung treffen beim Freibetrag zusammen. Liegt die bisherige Betriebsrente schon über dem Freibetrag, löst die Einmalzahlung in der Krankenversicherung meist vom ersten Euro des Monatswerts zusätzliche Beiträge aus. Liegt sie darunter, verbraucht sie zuerst den noch freien Teil.
Warum fragt der Rechner nach sonstigen beitragspflichtigen Monatseinnahmen?
Beiträge werden nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben. Wenn gesetzliche Rente, Arbeitseinkommen oder andere beitragspflichtige Einnahmen diese Grenze schon fast erreichen, kann eine Betriebsrenten-Einmalzahlung weniger zusätzlichen Beitrag auslösen. Ohne diese Eingabe würde der Rechner so tun, als wäre die gesamte Monatsleistung noch beitragspflichtig. Das wäre bei hohen Einkommen oft falsch.
Was ist bei freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung anders?
Freiwillig gesetzlich Versicherte werden breiter nach ihren Einnahmen verbeitragt. Der Betriebsrenten-Freibetrag der KVdR wird hier nicht einfach genauso abgezogen. Außerdem gibt es eine Mindestbemessungsgrundlage. Wenn du ohnehin schon Mindestbeiträge zahlst, erhöht eine kleine Einmalzahlung den Beitrag vielleicht noch nicht. Bei höheren Einnahmen kann sie dagegen direkt bis zur Beitragsbemessungsgrenze wirken.
Warum kann eine kleine Einmalzahlung beitragsfrei bleiben?
Entscheidend ist der rechnerische Monatswert, also Kapital geteilt durch 120. Bleibt dieser Monatswert zusammen mit weiteren Versorgungsbezügen unter dem aktuellen Betriebsrentenwert, entsteht im Modell bei KVdR kein zusätzlicher KV- oder PV-Beitrag. Das kippt aber sofort, wenn weitere Betriebsrenten hinzukommen oder der Monatswert die Grenze überschreitet.
Welchen Zusatzbeitrag soll ich eintragen?
Der Rechner startet mit dem durchschnittlichen Zusatzbeitrag des aktuellen Jahres. Für deine echte Belastung zählt aber der kassenindividuelle Zusatzbeitrag deiner Krankenkasse. Den findest du im Beitragsbescheid oder bei der Krankenkasse. Schon ein halber Prozentpunkt Unterschied fällt bei einer zehnjährigen Verteilung spürbar auf.
Ist das Ergebnis der Betrag, den ich sofort bei Auszahlung zahlen muss?
Nicht zwingend. Der Rechner zeigt den monatlichen Mehrbeitrag und die Summe über den gewählten Zeitraum. Bei Kapitalleistungen wird die Beitragspflicht normalerweise über 120 Monate verteilt, nicht als kompletter Einmalabzug direkt am Auszahlungstag. Wie die Zahlstelle und die Krankenkasse den Beitrag konkret einziehen, steht im Bescheid.
Warum zeigt der Rechner einen Zeitraum unter 120 Monaten an?
Der gesetzliche Verteilzeitraum bleibt grundsätzlich 120 Monate. Die kürzere Eingabe ist nur für deine Planung gedacht, zum Beispiel wenn du sehen möchtest, welche Beiträge in den nächsten 24 oder 60 Monaten anfallen. Für die volle Belastung ist immer die 120-Monats-Summe die wichtigere Zahl.
Zählt eine Direktversicherung genauso wie eine Betriebsrente?
Viele Kapitalleistungen aus Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds können als Versorgungsbezug gelten, wenn sie aus betrieblicher Altersversorgung stammen. Die Details hängen aber stark vom Vertrag, vom Versicherungsnehmer und von der Finanzierung ab. Der Rechner prüft die Beitragslogik, er entscheidet nicht, ob deine konkrete Police beitragspflichtig ist.
Welche Unterlagen brauche ich für eine sinnvolle Prüfung?
Du brauchst den Bruttobetrag der Kapitalleistung, die Leistungsmitteilung des Versorgungsträgers, deinen Krankenversicherungsstatus, den Zusatzbeitrag deiner Krankenkasse, Angaben zu weiteren Betriebsrenten und deine sonstigen beitragspflichtigen Monatseinnahmen. Wenn diese Werte nur geschätzt sind, ist auch das Ergebnis nur eine grobe Orientierung.