Vergleiche die einmalige Kapitalauszahlung deiner Betriebsrente mit der laufenden Monatsrente. Inklusive Steuer, Fünftelregelung und dem klaren Break-even.
Auszahlung, Steuer und Krankenversicherung
Vergleiche Kapitalauszahlung und laufende Betriebsrente nach Steuer, KV/PV, Freibetrag und Vergleichsdauer.
Betriebsrente auszahlen lassen
Nettovergleich, Break-even und Beitragsfolgen
Gib Monatsrente, Kapitalwert und Versicherungsstatus ein, um die Auszahlung zu vergleichen.
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Wie wird die Auszahlung der Betriebsrente verglichen?
ƒNettovergleich von Kapitalauszahlung und Monatsrente
V=Knetto⋅(1+r)n−Rnetto⋅r(1+r)n−1
Variablen
Knetto
Kapital netto-Kapitalauszahlung nach modellierter Einkommensteuer und KV/PV-Beiträgen über 120 Monate.
Rnetto
Monatsrente netto-Monatliche Betriebsrente nach modellierter Einkommensteuer sowie Kranken- und Pflegeversicherung.
r
Monatliche Netto-Rendite-Aus der eingegebenen jährlichen Netto-Rendite abgeleitete Monatsrendite für den Vergleich.
n
Vergleichsmonate-Anzahl der Monate im gewählten Vergleichszeitraum.
Beispielwerte für Kapitalauszahlung und laufende Betriebsrente
Die Beispiele zeigen, wie stark Steuer, KV/PV und Vergleichsdauer das Ergebnis verschieben können.
Ausgangslage
Monatsrente netto
Kapital netto
Break-even
Vorteil im Zeitraum
Kleine Anwartschaft nahe Abfindungsgrenze
41,00 €
4.835,00 €
10,6 Jahre
-2.219,02 €
Kapitalwahlrecht mit mittlerer Betriebsrente
254,99 €
36.439,80 €
13,6 Jahre
-4.355,94 €
Hohe Auszahlung mit Kirchensteuer und Kinderlosenzuschlag
457,47 €
66.928,40 €
14,5 Jahre
-32.160,64 €
Positive Vergleichswerte sprechen im Modell für Kapital. Negative Werte sprechen für die laufende Nettorente. Vertragsgarantien, Hinterbliebenenschutz und Lebenserwartung bleiben separat zu prüfen.
Wichtige Rechenwerte für Betriebsrenten im Jahr 2026
Der Rechner nutzt diese Werte als Standard für gesetzlich Versicherte und lässt kassenindividuelle Eingaben zu.
Wert
2026
Wirkung im Rechner
KV-Freibetrag für Betriebsrenten
197,75 €
Mindert bei KVdR den krankenversicherungspflichtigen Teil, nicht die Pflegeversicherung.
Beitragsbemessungsgrenze KV/PV monatlich
5.812,50 €
Begrenzt die beitragspflichtigen Monatseinnahmen im Modell.
Kleine laufende Leistung nach § 3 BetrAVG
59,32 €
Bis zu dieser Monatsrente kann eine Abfindung ohne Zustimmung möglich sein.
Kleine Kapitalleistung nach § 3 BetrAVG
7.119,00 €
Bis zu diesem Kapitalwert kann eine Abfindung ohne Zustimmung möglich sein.
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag
2,9 %
Dient als Startwert. Entscheidend ist der Satz deiner Krankenkasse.
Mindestbemessung freiwillige GKV
1.318,33 €
Unterhalb dieser Monatsbasis löst zusätzliche Betriebsrente nur den übersteigenden Teil aus.
Datenstand 2026. Der Freibetrag folgt aus 1/20 der monatlichen Bezugsgröße, die kleinen Abfindungsgrenzen aus § 3 BetrAVG.
Kapitalauszahlung und Monatsrente richtig einordnen
Die günstigere Modellzahl ist nicht automatisch die bessere Entscheidung. Diese Punkte verändern die persönliche Bewertung.
Frage
Spricht eher für Kapital
Spricht eher für Monatsrente
Liquidität
Größere Ausgaben, Schuldentilgung oder geplanter Umbau stehen konkret an.
Laufende Fixkosten im Ruhestand sollen verlässlich gedeckt werden.
Steuerjahr
Das übrige Einkommen ist im Auszahlungsjahr niedrig.
Eine große Kapitalzahlung würde den Grenzsteuersatz stark erhöhen.
Krankenversicherung
Der 120-Monats-Beitrag bleibt im Verhältnis tragbar.
Die laufende Rente nutzt Freibetrag und Planbarkeit besser aus.
Langlebigkeit
Du willst Kapital selbst verwalten und akzeptierst Anlagerisiko.
Eine lebenslange Zahlung schützt besser vor sehr hohem Alter.
Der Rechner liefert eine Netto-Modellrechnung. Die Vertragsoption selbst kann nur Versorgungsträger, Arbeitgeber oder Versicherer verbindlich bestätigen.
Häufig gestellte Fragen zum Betriebsrente auszahlen lassen
Kann ich mir eine Betriebsrente einfach auszahlen lassen?
Nicht jede Betriebsrente hat ein frei wählbares Kapitalwahlrecht. Ob du eine Auszahlung statt einer Monatsrente bekommen kannst, hängt vom Durchführungsweg, Vertrag, Tarifregelung, Rentenbeginn und möglichen Fristen ab. Der Rechner vergleicht die finanziellen Folgen, ersetzt aber nicht die Auskunft des Versorgungsträgers.
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Kapital und Monatsrente?
Die Kapitalauszahlung bringt sofort Liquidität, konzentriert Steuer und oft auch Beitragsfolgen aber stark auf einen Entscheidungspunkt. Die Monatsrente verteilt das Geld über die Zeit und kann besser zu laufenden Kosten passen. Deshalb ist nicht nur der höchste Bruttobetrag wichtig, sondern der Nettowert nach Steuer, Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Vergleichsdauer.
Warum rechnet der Rechner bei Kapitalauszahlung mit 120 Monaten?
Kapitalleistungen aus betrieblicher Altersversorgung werden in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung häufig rechnerisch auf 120 Monate verteilt. Dadurch entsteht nicht nur im Auszahlungsmonat ein Beitrag, sondern eine längere monatliche Belastung. Der Rechner zeigt diese Verpflichtung separat, damit der Sofortbetrag nicht zu hoch wirkt.
Gilt der Betriebsrenten-Freibetrag auch für die Pflegeversicherung?
Nein. Der Freibetrag entlastet bei pflichtversicherten Rentnern den Krankenversicherungsbeitrag auf Betriebsrenten. Für die Pflegeversicherung wirkt er nicht als Freibetrag. Außerdem gilt der Freibetrag bei mehreren Betriebsrenten insgesamt nur einmal, weshalb weitere Versorgungsbezüge im Rechner abgefragt werden.
Warum fragt der Rechner nach weiterer gesetzlicher Rente oder beitragspflichtigen Einnahmen?
Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge werden nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze berechnet. Wenn andere beitragspflichtige Einnahmen diese Grenze teilweise ausfüllen, kann die zusätzliche Betriebsrente weniger Beitrag auslösen. Bei freiwilliger gesetzlicher Versicherung können weitere Einnahmen eine deutlich größere Rolle spielen.
Ist die Fünftelregelung bei einer Betriebsrenten-Auszahlung sicher?
Nein. Die Fünftelregelung kann bei gebündelten oder außerordentlichen Einkünften steuerlich entlasten, sie gilt aber nicht automatisch für jede Kapitalleistung aus einer Betriebsrente. Entscheidend sind Vertrag, Auszahlungsgrund, Zusammenballung und die Bewertung durch Finanzamt oder Steuerberatung. Deshalb zeigt der Rechner sie nur als prüfbare Modellvariante.
Welchen steuerpflichtigen Anteil sollte ich eintragen?
Bei vielen Betriebsrenten aus steuerlich geförderter Entgeltumwandlung ist die Leistung im Alter ganz oder weitgehend steuerpflichtig. Ein niedrigerer Anteil sollte nur eingetragen werden, wenn eine Leistungsmitteilung, Steuerbescheinigung oder Beratung diese Einordnung stützt. Der steuerpflichtige Anteil ist einer der stärksten Hebel in der Rechnung.
Warum kann eine Einmalzahlung trotz hoher Summe schlechter sein?
Eine hohe Kapitalzahlung kann den persönlichen Steuersatz im Auszahlungsjahr anheben. Dazu kommt die beitragsrechtliche Verteilung über 120 Monate, wenn gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung betroffen sind. Wenn das Kapital danach nicht diszipliniert genutzt oder angelegt wird, kann die laufende Rente langfristig stabiler sein.
Wann spricht mehr für die monatliche Betriebsrente?
Die Monatsrente passt oft besser, wenn du planbare Einnahmen für Miete, Lebenshaltung, Energie, Versicherung und Gesundheit brauchst. Sie kann außerdem wertvoll sein, wenn du sehr alt wirst oder Kapital nicht selbst verwalten möchtest. Der Rechner zeigt deshalb den Break-even, aber die persönliche Absicherung bleibt ein eigener Entscheidungsfaktor.
Wann kann die Kapitalauszahlung sinnvoll sein?
Kapital kann sinnvoll sein, wenn ein konkreter Bedarf besteht, Schulden abgelöst werden, ein Immobilienumbau bezahlt werden soll oder du das Geld bewusst mit passendem Risiko anlegen möchtest. Dann muss der Nettobetrag nach Steuer und Beiträgen reichen. Ein rein optisch hoher Bruttobetrag ist dafür keine gute Entscheidungsgrundlage.
Welche Unterlagen brauche ich für eine belastbare Rechnung?
Du brauchst die Leistungsmitteilung des Versorgungsträgers, die mögliche Monatsrente, den Kapitalwert, Angaben zum Kapitalwahlrecht, deinen Krankenversicherungsstatus, weitere Betriebsrenten, die gesetzliche Rente, dein übriges zu versteuerndes Einkommen und Hinweise zu einbehaltener Steuer. Ohne diese Daten bleibt jede Rechnung grob.
Warum ersetzt der Rechner keine Beratung?
Betriebsrenten verbinden Vertragsrecht, Steuerrecht, Krankenversicherung und persönliche Ruhestandsplanung. Schon kleine Details wie freiwillige Versicherung, mehrere Versorgungsbezüge, Hinterbliebenenschutz, Garantiedauer oder Auslandsbezug können das Ergebnis ändern. Der Rechner ist dafür ein starker Plausibilitätscheck, aber keine verbindliche Entscheidung.