Berechne den Zinseszins aus Anfangskapital, Jahreszins und Laufzeit. Inklusive Zinsgutschrift, Zinsertrag und effektivem Jahreszins bis zum Endkapital.
Zinses-Zins berechnen
Berechne dein Endkapital mit Zinseszins aus Startkapital, Zinssatz und Laufzeit.
Was der Zinses-Zins zeigt
Der Rechner zeigt nur den mathematischen Effekt wieder angelegter Zinsen. Steuern, Inflation, Produktkosten und Risiko musst du separat prüfen, wenn du eine echte Geldanlage vergleichst.
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Wie berechnet der Zinses-Zins-Rechner das Endkapital?
ƒZinseszinsformel mit periodischer Gutschrift
Kn=K0(1+mp)m⋅n
Variablen
K0
Anfangskapital-Betrag, der zu Beginn der Rechnung angelegt wird.
p
Jahreszins-Nominaler Zinssatz pro Jahr als Dezimalwert.
m
Zinsgutschriften pro Jahr-Anzahl der Perioden, in denen Zinsen gutgeschrieben und weiter verzinst werden.
n
Laufzeit-Anlagedauer in ganzen Jahren.
Kn
Endkapital-Kapital nach Ablauf der Laufzeit inklusive wieder angelegter Zinsen.
Wie die Zinsgutschrift den Zinses-Zins verändert
Alle Varianten nutzen 10.000 € Anfangskapital, 5 % Nominalzins und 10 Jahre Laufzeit. Nur der Zeitpunkt der Zinsgutschrift ändert sich.
Zinsgutschrift
Gutschriften
Effektiver Jahreszins
Endkapital
Zinsertrag
Jährlich
1 pro Jahr
5 %
16.288,95 €
6.288,95 €
Halbjährlich
2 pro Jahr
5,06 %
16.386,16 €
6.386,16 €
Vierteljährlich
4 pro Jahr
5,09 %
16.436,19 €
6.436,19 €
Monatlich
12 pro Jahr
5,12 %
16.470,09 €
6.470,09 €
Täglich
365 pro Jahr
5,13 %
16.486,65 €
6.486,65 €
Bei monatlicher Gutschrift ergibt sich im Referenzfall ein effektiver Jahreszins von 5,12 %.
Warum die Laufzeit beim Zinses-Zins so stark wirkt
Die Tabelle hält Startkapital, Zinssatz und monatliche Zinsgutschrift konstant. Dadurch wird sichtbar, wie der Zinsertrag über lange Laufzeiten schneller wächst.
Laufzeit
Startkapital
Zinsertrag
Endkapital
Wachstum auf Startkapital
5 Jahre
10.000,00 €
2.833,59 €
12.833,59 €
28,34 %
10 Jahre
10.000,00 €
6.470,09 €
16.470,09 €
64,7 %
20 Jahre
10.000,00 €
17.126,40 €
27.126,40 €
171,26 %
30 Jahre
10.000,00 €
34.677,44 €
44.677,44 €
346,77 %
Der Effekt entsteht, weil spätere Zinsen auf einem Kapitalstand berechnet werden, der bereits frühere Zinsen enthält.
Häufig gestellte Fragen zum Zinses-Zins-Rechner
Was berechnet der Zinses-Zins-Rechner?
Der Rechner berechnet, wie sich ein Anfangskapital entwickelt, wenn Zinsen regelmäßig gutgeschrieben und danach selbst wieder verzinst werden. Du gibst Startkapital, nominalen Jahreszins, Laufzeit und Zinsgutschrift ein. Das Ergebnis zeigt Endkapital, gesamten Zinsertrag, effektiven Jahreszins und die jährliche Entwicklung.
Was ist der Unterschied zwischen Zins und Zinses-Zins?
Bei einfacher Verzinsung werden Zinsen nur auf das ursprüngliche Kapital berechnet. Beim Zinses-Zins werden gutgeschriebene Zinsen Teil des Kapitals und erzeugen in späteren Perioden eigene Zinsen. Der Unterschied ist am Anfang klein, wird aber über lange Laufzeiten deutlich größer.
Warum fragt der Rechner nach der Zinsgutschrift?
Die Zinsgutschrift bestimmt, wie oft Zinsen dem Kapital zugeschlagen werden. Jährliche, vierteljährliche, monatliche oder tägliche Gutschrift führen bei gleichem Nominalzins zu leicht unterschiedlichen Endwerten. Häufigere Gutschriften erhöhen den effektiven Jahreszins, weil der Zinses-Zins früher greift.
Ist ein monatlicher Zins einfach der Jahreszins geteilt durch 12?
Für die periodische Rechnung wird der nominale Jahreszins auf Monatsperioden verteilt. Das ist eine Modellannahme. Bei einem effektiven Jahreszins wäre die Rückrechnung anders, weil der effektive Zinssatz die unterjährige Kapitalisierung bereits enthält. Deshalb sollten Nominalzins und Effektivzins nicht vermischt werden.
Warum ist der effektive Jahreszins höher als der nominale Zinssatz?
Wenn Zinsen mehrmals pro Jahr gutgeschrieben werden, arbeitet jeder gutgeschriebene Teilbetrag schon vor Jahresende weiter. Dadurch entsteht aus einem nominalen Jahreszins ein etwas höherer effektiver Jahreszins. Bei jährlicher Gutschrift sind beide Werte gleich, bei monatlicher oder täglicher Gutschrift unterscheiden sie sich.
Berücksichtigt der Rechner Steuern oder Inflation?
Nein. Der Rechner zeigt bewusst die Bruttorechnung des Zinses-Zins-Effekts. Kapitalertragsteuer, Sparer-Pauschbetrag, Kirchensteuer, Produktkosten und Inflation hängen vom Einzelfall ab. Wenn du Geldanlagen vergleichst, solltest du nach der Bruttorechnung zusätzlich eine Nettobetrachtung machen.
Warum können kleine Zinsunterschiede über lange Zeit viel ausmachen?
Kleine Zinsunterschiede wirken nicht nur auf das Anfangskapital, sondern später auch auf bereits erwirtschaftete Zinsen. Je länger die Laufzeit, desto häufiger wird dieser Unterschied mitverzinst. Deshalb können 0,5 Prozentpunkte bei wenigen Jahren kaum auffallen, bei mehreren Jahrzehnten aber einen großen Betrag ausmachen.
Wann passt dieser Rechner nicht?
Der Rechner passt nicht, wenn laufende Einzahlungen, Entnahmen, variable Zinssätze, Gebühren, Steuern, Kursverluste oder taggenaue Zahlungsströme im Mittelpunkt stehen. Dann brauchst du ein Sparplan-, Rendite- oder Cashflow-Modell. Für die reine Frage, wie ein Startbetrag mit wieder angelegten Zinsen wächst, ist er geeignet.
Wie genau ist die jährliche Entwicklung?
Die jährliche Entwicklung wird aus derselben Zinseszinsformel berechnet wie das Endkapital. Zwischenwerte werden intern nicht auf volle Euro gerundet. Die Anzeige rundet nur für die Lesbarkeit. Deshalb können einzelne angezeigte Jahreswerte minimal von einer handschriftlichen Rechnung mit frühen Rundungen abweichen.
Kann ich den Rechner für Kredite verwenden?
Nur eingeschränkt. Bei Krediten gibt es Tilgungen, Raten, Gebühren, Effektivzinsregeln und oft einen anderen Zahlungszeitpunkt. Dieser Rechner zeigt die Wachstumsseite eines Kapitals. Für Kredite ist ein Kreditrechner oder ein spezieller Zinseszinsrechner für Schulden fachlich passender.