Die MwSt ist eine Verbrauchssteuer, die der Endverbraucher trägt
MwSt-Berechnung Beispiele
Netto zu Brutto und umgekehrt
Netto
MwSt (19 %)
Brutto (19 %)
MwSt (7 %)
Brutto (7 %)
50
9,50
59,50
3,50
53,50
100
19,00
119,00
7,00
107,00
500
95,00
595,00
35,00
535,00
1.000
190,00
1.190,00
70,00
1.070,00
Brutto zu Netto: Brutto / 1,19 (bei 19 %) oder / 1,07 (bei 7 %)
Häufig gestellte Fragen zum Umsatzsteuerrechner
Was ist die Umsatzsteuer?
Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) ist eine Steuer auf den Verkauf von Waren und Dienstleistungen. Der Regelsteuersatz beträgt 19 %, der ermäßigte Satz 7 %. Unternehmen führen die Steuer ab, Endverbraucher tragen sie.
Was ist der Unterschied zwischen Netto und Brutto?
Netto ist der Preis ohne Umsatzsteuer (Warenwert). Brutto ist der Preis inklusive Umsatzsteuer (Endpreis für Verbraucher). Brutto = Netto × (1 + Steuersatz). Bei 19 %: Brutto = Netto × 1,19.
Ermäßigte 7 % gelten zum Beispiel für viele Lebensmittel, Speisen in der Gastronomie, Bücher und Zeitschriften, öffentlichen Nahverkehr, Hotelübernachtungen, Kulturveranstaltungen, Blumen und Pflanzen, bestimmte Kunstgegenstände und bestimmte Hilfsmittel. Getränke in der Gastronomie bleiben in der Regel beim Regelsteuersatz.
Welche Umsätze sind steuerfrei?
Steuerbefreit (§ 4 UStG): Medizinische Leistungen, Vermietung von Wohnraum, Bildungsleistungen, Versicherungen, Bankdienstleistungen, Exporte ins Nicht-EU-Ausland. Unternehmer können oft auf die Befreiung verzichten (Option zur Steuerpflicht).
Was ist der Vorsteuerabzug?
Unternehmer können die gezahlte Umsatzsteuer (Vorsteuer) von der eingenommenen Umsatzsteuer abziehen. An das Finanzamt geht nur die Differenz. Voraussetzung: ordnungsgemäße Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer.
Wer muss Umsatzsteuer abführen?
Grundsätzlich alle Unternehmer. Ausnahme: Kleinunternehmer nach § 19 UStG müssen keine Umsatzsteuer erheben, wenn die aktuellen Umsatzgrenzen eingehalten werden. Seit 2025 sind vor allem 25.000 € Vorjahresumsatz und 100.000 € Umsatz im laufenden Kalenderjahr relevant. Kleinunternehmer dürfen dann aber auch keine Vorsteuer abziehen.
Was muss auf einer Rechnung stehen?
Pflichtangaben: Name und Anschrift von Verkäufer und Käufer, Steuernummer/USt-IdNr., Rechnungsdatum und -nummer, Leistungsbeschreibung, Nettobetrag, Steuersatz und Steuerbetrag, Bruttobetrag. Bei Kleinbetragsrechnungen (bis 250 €) gelten vereinfachte Regeln.
Was ist die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer?
Die USt-IdNr. ist eine EU-weite Nummer für den grenzüberschreitenden Warenverkehr. Format DE + 9 Ziffern. Beim EU-Handel (innergemeinschaftliche Lieferung) mit gültiger USt-IdNr. des Käufers entfällt die Umsatzsteuer.
Wann ist die Umsatzsteuer-Voranmeldung fällig?
Monatlich oder vierteljährlich, je nach Vorjahressteuer. Fällig am 10. des Folgemonats (mit Dauerfristverlängerung: 10. des übernächsten Monats). Jahreserklärung bis 31. Juli des Folgejahres (bzw. Februar bei Steuerberater).
Welche Eingaben braucht der Umsatzsteuerrechner?
Benötigt werden Nettobetrag oder Bruttobetrag, Steuersatz, Rechenrichtung und Rundungslogik. Bei Rechnungen mit mehreren Positionen müssen Leistungen mit unterschiedlichem Steuersatz getrennt berechnet werden. Für Unternehmer ist außerdem relevant, ob Vorsteuer abziehbar ist oder die Kleinunternehmerregelung gilt.
Warum entstehen bei Umsatzsteuerrechnungen Cent-Differenzen?
Cent-Differenzen entstehen, wenn Positionen einzeln gerundet werden oder erst die Gesamtsumme gerundet wird. Beide Methoden können auf Rechnungen vorkommen. Für die Buchhaltung sollte die Berechnung zur Originalrechnung passen. Bei vielen Positionen können sich sonst kleine Rundungen zu sichtbaren Abweichungen addieren.