Der Mietmultiplikator zeigt, nach wie vielen Jahren sich der Kaufpreis amortisiert.
Häufig gestellte Fragen zum Rendite-Rechner für Immobilien
Was ist die Bruttomietrendite und wie berechne ich sie?
Die Bruttomietrendite zeigt das Verhältnis von Jahreskaltmiete zum Kaufpreis. Formel: (Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis) × 100 = Bruttomietrendite in %. Beispiel: 12.000 € Jahresmiete ÷ 300.000 € = 4 %. Sie dient zum schnellen Vergleich, berücksichtigt aber keine Nebenkosten.
Was ist die Nettomietrendite und warum ist sie wichtiger?
Die Nettomietrendite berücksichtigt alle Kosten: (Jahresmiete - Verwaltung - Instandhaltung - nicht umlegbare NK) ÷ (Kaufpreis + Kaufnebenkosten) × 100. Realistischer Wert für Renditevergleich. Typische Kosten: Verwaltung 25-35 €/Monat, Instandhaltung 1-1,5 % vom Gebäudewert/Jahr, Mietausfall 2-4 %.
Wie hoch sollte die Mietrendite mindestens sein?
Faustregel: Nettomietrendite mindestens 3-4 % für langfristig tragfähiges Investment. In Großstädten (München, Frankfurt): 2-3 % akzeptabel wegen Wertsteigerungspotenzial. In B- und C-Lagen: 5-7 % erwartbar. Unter 2 % Netto: Kritisch prüfen, ob Wertsteigerung realistisch.
Was ist die Eigenkapitalrendite bei Immobilien?
Die Eigenkapitalrendite zeigt die Rendite auf dein eingesetztes Kapital: (Jahresüberschuss ÷ Eigenkapital) × 100. Durch Fremdfinanzierung (Hebeleffekt) kann sie höher als Objektrendite sein. Beispiel: 3 % Objektrendite bei 20 % EK und 1,5 % Kreditzins = ca. 9 % EK-Rendite. Achtung: Hebel funktioniert auch negativ!
Welche Kaufnebenkosten muss ich einrechnen?
Kaufnebenkosten in Deutschland: Grunderwerbsteuer 3,5-6,5 % (je Bundesland), Notar 1-1,5 %, Grundbuch 0,5 %, Makler 0-7,14 % (oft 50/50 geteilt). Gesamt: Ca. 7-15 % vom Kaufpreis. Bei 300.000 € Kaufpreis also 21.000-45.000 € zusätzlich. Diese Kosten reduzieren die Rendite erheblich.
Welche Faktoren beeinflussen die Immobilienrendite langfristig?
Positiv: Bevölkerungswachstum, Wirtschaftskraft, Infrastrukturausbau, Sanierung des Viertels, niedrige Leerstände. Negativ: Mietdeckel, Alterung der Bevölkerung, Strukturwandel, steigende Zinsen, hohe Instandhaltungskosten bei Altbau. Wertsteigerung schwer kalkulierbar, daher konservativ planen.
Wie wirkt sich die Finanzierung auf die Rendite aus?
Hebeleffekt: Bei niedrigen Zinsen verbessert Fremdfinanzierung die EK-Rendite. Beispiel: 4 % Objektrendite, 2 % Kreditzins, 25 % EK → ca. 10 % EK-Rendite. Risiko: Bei Mietausfall oder steigenden Zinsen dreht sich der Hebel um. Tilgung erhöht Vermögensaufbau, reduziert aber Cashflow.
Was ist der Unterschied zwischen Cashflow und Rendite?
Rendite: Prozentuale Verzinsung des Kapitals (Gewinn ÷ Kapitaleinsatz). Cashflow: Tatsächlicher Geldfluss nach Abzug aller Kosten. Beispiel: 3 % Rendite, aber negativer Cashflow (Miete deckt Rate nicht). Oder: 2 % Rendite bei positivem Cashflow. Für passive Einnahmen ist positiver Cashflow wichtiger.
Wie berücksichtige ich Steuern bei der Immobilienrendite?
Mieteinnahmen sind einkommensteuerpflichtig, aber viele Kosten absetzbar: Zinsen, Abschreibung (2-2,5 % vom Gebäudewert/Jahr), Verwaltung, Instandhaltung. Bei hohem Einkommen kann Immobilieninvestment Steuervorteile bieten. Nach 10 Jahren Haltefrist: Verkaufsgewinn steuerfrei (Spekulationsfrist).
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
Was passiert mit meinen eingegebenen Daten?
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