Berechne den Progressionsvorbehalt für Lohnersatzleistungen wie Elterngeld, Krankengeld oder Arbeitslosengeld
Progressionsvorbehalt berechnen
Steuerauswirkung von Lohnersatzleistungen nach Tarif 2026
Jahreseinkommen ohne Lohnersatzleistungen
Was ist der Progressionsvorbehalt?
Der Rechner schätzt, wie steuerfreie Lohnersatzleistungen wie Elterngeld, Krankengeld oder ALG I den Steuersatz auf dein übriges Einkommen verändern. Die Leistung selbst bleibt steuerfrei, aber die Steuer auf das zu versteuernde Einkommen kann steigen. Grundlage sind die hinterlegten Tarifdaten für 2026.
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Zu versteuerndes Einkommen-Steuerpflichtiges Einkommen
EL
Ersatzleistung-Steuerfreie Lohnersatzleistung
Leistungen mit Progressionsvorbehalt
Leistung
Progressionsvorbehalt
Hinweis
Elterngeld
Ja
Oft hohe Nachzahlung
Arbeitslosengeld I
Ja
Bei längerem Bezug spürbar
Kurzarbeitergeld
Ja
Nachzahlung möglich
Krankengeld
Ja
Ab dem 43. Krankheitstag
Mutterschaftsgeld
Ja
Während Mutterschutz
Bürgergeld (ALG II)
Nein
Kein Progressionsvorbehalt
Kindergeld
Nein
Steuerfreie Sozialleistung
Wohngeld
Nein
Steuerfreie Sozialleistung
Ab 410 € Lohnersatzleistungen/Jahr besteht Pflicht zur Steuererklärung.
Beispielrechnungen Steuermehrbelastung
Jahresbrutto
Lohnersatzleistung
ca. Mehrbelastung
30.000 €
3.000 € Elterngeld
~ 350 €
40.000 €
6.000 € Elterngeld
~ 800 €
50.000 €
10.000 € Elterngeld
~ 1.500 €
35.000 €
8.000 € Kurzarbeitergeld
~ 900 €
Steuerlast hängt von individueller Situation ab (Steuerklasse, Abzüge etc.)
Häufig gestellte Fragen zum Progressionsvorbehalt-Rechner
Was ist der Progressionsvorbehalt?
Der Progressionsvorbehalt bedeutet, dass bestimmte steuerfreie Einkünfte (wie Elterngeld, Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld) den Steuersatz für das übrige Einkommen erhöhen. Die Leistungen selbst bleiben steuerfrei, aber dein restliches Einkommen wird mit einem höheren Steuersatz belastet.
Welche Leistungen unterliegen dem Progressionsvorbehalt?
Typische Leistungen: Elterngeld, Arbeitslosengeld I, Kurzarbeitergeld, Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Insolvenzgeld, Übergangsgeld, ausländische Einkünfte bei Doppelbesteuerungsabkommen. Nicht betroffen: ALG II (Bürgergeld), Kindergeld, Wohngeld, BAföG.
Wie berechnet sich der Progressionsvorbehalt?
Schritt 1: Zu versteuerndes Einkommen + Progressionseinkünfte = fiktives Gesamteinkommen. Schritt 2: Steuersatz auf fiktives Gesamteinkommen berechnen. Schritt 3: Diesen höheren Steuersatz auf das tatsächliche zu versteuernde Einkommen anwenden. Die Differenz zum normalen Steuersatz ist die Mehrbelastung.
Muss ich durch den Progressionsvorbehalt Steuern nachzahlen?
Häufig ja, wenn du neben dem Gehalt Lohnersatzleistungen bezogen hast. Bei Bezug über längere Zeit kann die Nachzahlung mehrere Hundert bis Tausend Euro betragen. Du musst eine Steuererklärung abgeben, wenn die Leistungen 410 € übersteigen.
Wie hoch ist die Steuerbelastung durch den Progressionsvorbehalt?
Das hängt von deinem Grenzsteuersatz ab. Beispiel: 40.000 € Jahresbrutto + 6.000 € Elterngeld. Statt ca. 22 % Durchschnittssteuersatz zahlst du ca. 24 % auf die 40.000 €. Mehrbelastung: ca. 800 €. Je höher das Einkommen, desto stärker die Auswirkung.
Kann ich den Progressionsvorbehalt vermeiden?
Nein, bei betroffenen Leistungen ist er gesetzlich vorgeschrieben. Du kannst aber planen: Bei freiwilliger Kürzung des Elterngeldbezugs sinkt die Belastung. Bei Ehepaaren kann die Steuerklassenwahl die Auswirkung beeinflussen. Eine Zusammenveranlagung kann günstiger sein.
Wann muss ich eine Steuererklärung wegen Progressionsvorbehalt abgeben?
Bei Lohnersatzleistungen über 410 € im Jahr bist du zur Abgabe verpflichtet. Das Finanzamt kennt die Beträge durch Meldungen der Sozialversicherungsträger. Tipp: Auch bei Nachzahlung lohnt sich die Erklärung oft, da andere Absetzbeträge die Belastung mindern können.
Wie wirkt sich Elterngeld auf die Steuer aus?
Elterngeld ist steuerfrei, erhöht aber über den Progressionsvorbehalt den Steuersatz. Bei voller Bezugsdauer (12-14 Monate) und hohem Einkommen des Partners kann die Nachzahlung 1.000-3.000 € betragen. Rücklagen bilden! ElterngeldPlus ist niedriger, aber über längeren Zeitraum verteilt.
Was ist der Unterschied bei Ehepaaren?
Bei Zusammenveranlagung werden die Progressionseinkünfte beider Partner zusammengerechnet. Das kann günstiger sein (Ehegattensplitting mildert Progression) oder ungünstiger (beide haben Leistungen). Prüfe, ob Einzelveranlagung in deinem Fall besser ist.
Wie kann ich die Nachzahlung planen?
Berechne die voraussichtliche Steuerlast vorab mit einem Steuerrechner. Lege monatlich einen Teil der Lohnersatzleistung zurück (ca. 10-20 %). Bei Arbeitnehmern: Prüfe, ob ein Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte sinnvoll ist. Sprich bei Unsicherheit mit einem Steuerberater.
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
Was passiert mit meinen eingegebenen Daten?
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