Unterhaltspflichten-Bis zu fünf berücksichtigte Personen
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Pfändungstabelle-Amtliche Monatstabelle ab 01.07.2026
Pfändungsfreigrenzen 2026/2027
Monatliche Freibeträge nach Unterhaltspflichten
Unterhaltspflichten
Freibetrag
Zuschlag
Hinweis
Keine
1.587,40 €
-
Grundfreibetrag
1 Person
2.184,82 €
+ 597,42 €
Erster Unterhaltszuschlag
2 Personen
2.517,65 €
+ 332,83 €
Weiterer Unterhaltszuschlag
3 Personen
2.850,48 €
+ 332,83 €
Weiterer Unterhaltszuschlag
4 Personen
3.183,31 €
+ 332,83 €
Weiterer Unterhaltszuschlag
5 Personen
3.516,14 €
+ 332,83 €
Maximal berücksichtigte Anzahl
Rechtsstand 01.07.2026. Grundfreibetrag 1.587,40 €. Oberhalb von 4.866,30 € ist der Mehrbetrag voll pfändbar.
Häufig gestellte Fragen zum Pfändungsrechner
Was ist die Pfändungsfreigrenze?
Die Pfändungsfreigrenze ist der Betrag, der dir bei einer Kontopfändung oder Lohnpfändung mindestens bleiben muss. Der Freibetrag sichert das Existenzminimum und wird regelmäßig angepasst. Maßgeblich ist die zum Zahlungszeitpunkt gültige Pfändungstabelle.
Wie erhöht sich die Pfändungsfreigrenze bei Unterhaltspflichten?
Für unterhaltsberechtigte Personen erhöht sich der pfändungsfreie Betrag nach der jeweils gültigen Pfändungstabelle. Dabei wird nicht jede Person automatisch berücksichtigt, wenn tatsächlich kein Unterhalt geleistet wird. Der Rechner sollte deshalb Anzahl und Anerkennung der Unterhaltspflichten getrennt erfassen.
Was ist ein P-Konto?
Ein Pfändungsschutzkonto schützt dein Guthaben bis zur Pfändungsfreigrenze automatisch vor Pfändung. Jeder Bankkunde hat Anspruch auf ein P-Konto. Die Umwandlung ist kostenlos und muss innerhalb von 4 Tagen erfolgen.
Gilt die Pfändungsfreigrenze auch bei Unterhaltspfändung?
Bei Unterhaltspfändungen gelten besondere Regeln. Das Vollstreckungsgericht bestimmt, welcher Betrag dem Schuldner für den eigenen notwendigen Unterhalt bleibt; die normale Pfändungstabelle wird dabei nicht einfach unverändert angewendet. Eine pauschale 50-%-Regel ist zu ungenau. Maßgeblich sind Einkommen, Unterhaltspflichten, Bedarf und der konkrete Beschluss.
Kann ich die Pfändungsfreigrenze erhöhen lassen?
Ja, das Vollstreckungsgericht kann auf Antrag die Freigrenze erhöhen, z. B. bei besonderen Kosten (Berufsausrüstung, hohe Mietkosten, Krankheit). Auch beim P-Konto können Erhöhungsbescheinigungen eingereicht werden.
Was wird bei der Lohnpfändung gepfändet?
Gepfändet wird das Nettoarbeitsentgelt (nach Steuern und Sozialabgaben). Nicht pfändbar sind z. B. Aufwandsentschädigungen, Spesen, die Hälfte der Überstundenvergütung und bestimmte Sozialleistungen.
Wie lange dauert eine Pfändung?
Die Pfändung läuft, bis die Schuld beglichen ist. Bei langer Laufzeit (über 3-7 Jahre) kann eine Restschuldbefreiung durch Privatinsolvenz erwogen werden. Die Pfändung endet automatisch bei vollständiger Zahlung.
Kann ich trotz Pfändung meine Miete bezahlen?
Ja, die Pfändungsfreigrenze deckt das Existenzminimum inklusive angemessener Wohnkosten ab. Wenn deine Miete sehr hoch ist, kannst du beim Gericht eine Erhöhung der Freigrenze beantragen.
Welche Eingaben braucht der Pfändungsrechner?
Wichtig sind Nettoeinkommen, Abrechnungszeitraum, Anzahl der anerkannten Unterhaltspflichten, Art der Pfändung, unpfändbare Bezüge, Sonderzahlungen, bestehende P-Konto-Bescheinigungen und mögliche Unterhaltspfändungen. Bei mehreren Einkommen sollte jedes Einkommen getrennt geprüft werden.
Warum unterscheiden sich Lohnpfändung und P-Konto-Schutz?
Bei der Lohnpfändung berechnet der Arbeitgeber den pfändbaren Anteil des Arbeitseinkommens. Beim P-Konto schützt die Bank Guthaben bis zum bescheinigten Freibetrag. Dadurch kann es passieren, dass korrekt ausgezahltes Einkommen auf dem Konto trotzdem blockiert wird, wenn der P-Konto-Freibetrag nicht angepasst wurde.