Notgroschen = Monatliche Ausgaben × Anzahl Monate. Nicht Einkommen, sondern Ausgaben als Basis nehmen!
Notgroschen-Aufbau nach Zeitraum
Ziel: 10.000 € Notgroschen
Monatliche Sparrate
Dauer bis Ziel
Priorität
100 €
8 Jahre 4 Monate
Sehr langsam – parallel investieren
200 €
4 Jahre 2 Monate
Moderat
300 €
2 Jahre 10 Monate
Gut
500 €
1 Jahr 8 Monate
Schnell
1.000 €
10 Monate
Sehr schnell
Tipp: Zuerst 1.000 € Mini-Notgroschen aufbauen, dann parallel investieren und Notgroschen erhöhen.
Häufig gestellte Fragen zum Notgroschen-Rechner
Was ist ein Notgroschen und wozu brauche ich ihn?
Der Notgroschen ist eine finanzielle Reserve für unerwartete Ausgaben: Autoreparatur, kaputte Waschmaschine, Jobverlust, Krankheit. Er verhindert, dass du bei unvorhergesehenen Kosten Schulden aufnehmen oder Investitionen auflösen müssen.
Wie hoch sollte mein Notgroschen sein?
Faustregel: 3-6 Monatsausgaben (nicht Einkommen!). Bei 2.000 € monatlichen Ausgaben: 6.000-12.000 €. Für Angestellte mit sicherem Job reichen 3 Monate, für Selbstständige oder bei unsicherem Einkommen besser 6-12 Monate. Familien mit Kindern sollten mehr haben als Singles.
Wo soll ich meinen Notgroschen aufbewahren?
Tagesgeldkonto ist ideal: Jederzeit verfügbar, etwas Zinsen, getrennt vom Girokonto. Nicht auf dem Girokonto (wird leicht ausgegeben), nicht in Aktien/ETFs (können im Notfall im Minus stehen), nicht im Schließfach (keine Zinsen, umständlich). Einlagensicherung bis 100.000 € beachten.
Wie baue ich meinen Notgroschen auf?
Strategie: Festen Betrag monatlich per Dauerauftrag auf Tagesgeld überweisen. Beispiel: 200-500 € pro Monat, bis Ziel erreicht. Bei Engpässen: Zunächst 1.000 € als Mini-Notgroschen, dann auf Ziel aufbauen. Steuerrückzahlung, Boni oder Nebeneinkommen beschleunigen den Aufbau.
Wann darf ich den Notgroschen angreifen?
Nur für echte Notfälle: Ungeplante, notwendige Ausgaben. Beispiele: Autoreparatur, Zahnersatz, Arbeitslosigkeit, dringende Reparaturen. Nicht für: Urlaub, geplante Anschaffungen, 'gute' Investitionsgelegenheiten. Nach Nutzung: Prioritär wieder auffüllen.
Soll ich erst den Notgroschen aufbauen oder investieren?
Reihenfolge: 1) Mini-Notgroschen (1.000-2.000 €), 2) Teure Schulden tilgen (Dispo, Kreditkarte), 3) Notgroschen auf 3 Monate aufbauen, 4) Parallel investieren und Notgroschen auf 6 Monate erhöhen. Ohne Notgroschen musst du im Notfall Investments verkaufen – oft zum schlechtesten Zeitpunkt.
Ist ein Notgroschen bei niedrigen Zinsen sinnvoll?
Ja, der Notgroschen dient nicht der Rendite, sondern der Sicherheit. Die 'Rendite' ist: Vermeidung teurer Dispozinsen (8-15 %), keine Strafgebühren bei vorzeitiger Auflösung von Festgeld, kein Verkauf von Aktien im Crash. Der Notgroschen ist eine Versicherung, keine Anlage.
Was ist, wenn mein Einkommen schwankt?
Bei variablem Einkommen (Selbstständige, Provisionsgehälter): Größeren Notgroschen von 6-12 Monaten anstreben. Gute Monate nutzen, um aufzufüllen. Alternativ: 'Business-Konto' für schwankende Einnahmen und separater privater Notgroschen.
Wie unterscheidet sich der Notgroschen von Rücklagen?
Notgroschen: Für unerwartete Ausgaben, sollte möglichst nie angefasst werden. Rücklagen: Für geplante größere Ausgaben (Urlaub, neues Auto, Waschmaschine). Beide auf separaten Konten führen, damit du nicht versehentlich den Notgroschen für Wünsche ausgibst.
Kann ich den Notgroschen teilweise investieren?
Nicht empfohlen. Aktien/ETFs können im Notfall 30-50 % im Minus stehen – genau dann verkaufen zu müssen, wäre teuer. Anleihen-ETFs sind etwas sicherer, aber auch nicht schwankungsfrei. Höchstens 20 % des Notgroschens in konservative Anlagen, wenn du insgesamt gut aufgestellt bist.
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
Was passiert mit meinen eingegebenen Daten?
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