Nach GNotKG - inkl. Beurkundung, Vollzug und Grundschuldeintragung
Häufig gestellte Fragen zum Notarkostenrechner
Wie werden Notarkosten berechnet?
Notarkosten richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und sind bundesweit einheitlich. Die Gebühr hängt vom Geschäftswert (z. B. Kaufpreis) ab und wird über Gebührensätze der Tabelle B berechnet, etwa als 2,0-fache Gebühr für Kaufverträge.
Wer bezahlt die Notarkosten beim Hauskauf?
Üblicherweise trägt der Käufer die Notarkosten. Dies ist in Deutschland Gewohnheitsrecht, kann aber im Kaufvertrag anders vereinbart werden. Die Kosten betragen ca. 1-1,5 % des Kaufpreises plus Grundbuchkosten.
Was ist im Notarhonorar enthalten?
Beurkundung des Kaufvertrags, Vollzug (Genehmigungen, Löschungsbewilligungen), Betreuung (Treuhandschaft, Überwachung). Nicht enthalten: Grundbuchkosten (separate Gebühren), Grunderwerbsteuer (Finanzamt), Maklerprovision.
Sind Notarkosten verhandelbar?
Nein, Notarkosten sind gesetzlich festgelegt und nicht verhandelbar. Alle Notare müssen dieselben Gebühren nach GNotKG berechnen. Es gibt keinen Preiswettbewerb zwischen Notaren, nur Unterschiede im Service.
Was kostet eine Grundschuldbestellung?
Die Grundschuldbestellung beim Notar kostet eine 1,0-fache Gebühr vom Grundschuldbetrag. Dazu kommt eine 1,0-fache Gebühr für die Eintragung im Grundbuch. Bei 200.000 € Grundschuld ca. 1.200-1.400 € gesamt.
Welche Unterlagen braucht der Notar für einen Kaufvertrag?
Personalausweise beider Parteien, Grundbuchauszug, Flurkarte, Energieausweis, bei Eigentumswohnungen: Teilungserklärung und Verwalterbestätigung. Der Notar beschafft den Grundbuchauszug meist selbst.
Wie lange dauert die Abwicklung beim Notar?
Beurkundungstermin: 1-2 Stunden. Danach Vollzug: 4-8 Wochen. Die Eigentumsumschreibung im Grundbuch dauert weitere 2-4 Wochen. Insgesamt vergehen vom Notartermin bis zur Grundbucheintragung ca. 2-3 Monate.
Muss ich persönlich zum Notar?
Grundsätzlich ja, aber du kannst dich auch mit notarieller Vollmacht vertreten lassen. Die Vollmacht muss selbst notariell beglaubigt sein. Für Unterschriften per Videokonferenz gibt es seit 2022 begrenzte Möglichkeiten.
Welche Eingaben braucht der Notarkostenrechner?
Wichtig sind Kaufpreis oder Geschäftswert, Art des Vorgangs, Grundschuldhöhe, Anzahl der Grundbuchvorgänge, Vollzugs- und Betreuungsgebühren, Auslagen und Umsatzsteuer. Beim Immobilienkauf sollten Notar- und Grundbuchkosten getrennt von Grunderwerbsteuer und Maklerprovision betrachtet werden.
Warum können Notarkosten trotz gleichem Kaufpreis abweichen?
Der Kaufpreis ist nur ein Teil des Geschäftswerts. Zusätzliche Grundschuld, Löschung alter Rechte, mehrere Eigentümer, Vollmachten, Treuhandauflagen oder getrennte Urkunden können weitere Gebühren auslösen. Ein guter Rechner zeigt deshalb Kaufvertrag, Grundschuld und Grundbuch separat.