Nach GNotKG - inkl. Beurkundung, Vollzug und Grundschuldeintragung
Erbschafts- und Schenkungssteuer Freibeträge
Persönliche Freibeträge nach Verwandtschaftsgrad
Verwandtschaftsgrad
Steuerklasse
Freibetrag
Zeitraum
Ehepartner / Lebenspartner
I
500.000
10 Jahre
Kinder, Stiefkinder
I
400.000
10 Jahre
Enkelkinder (Eltern verstorben)
I
400.000
10 Jahre
Enkelkinder (Eltern leben)
I
200.000
10 Jahre
Eltern und Großeltern (Erbschaft)
I
100.000
10 Jahre
Eltern und Großeltern (Schenkung)
II
20.000
10 Jahre
Geschwister
II
20.000
10 Jahre
Alle anderen
III
20.000
10 Jahre
Freibeträge können alle 10 Jahre neu genutzt werden
Häufig gestellte Fragen zum Notarkosten-Schenkung-Rechner
Welche Notarkosten fallen bei einer Schenkung an?
Beurkundung des Schenkungsvertrags: 2,0-fache Gebühr. Vollzugstätigkeit: 0,5-fache Gebühr. Betreuungstätigkeit: 0,5-fache Gebühr. Dazu 19 % MwSt. auf Notarkosten. Bei Immobilien zusätzlich Grundbuchkosten. Die Gebühren richten sich nach dem GNotKG und dem Geschäftswert (Schenkungswert).
Wie berechnen sich die Notargebühren?
Nach der Tabelle B des GNotKG. Beispiele für einfache Gebühr: 50.000 € = 165 €, 100.000 € = 273 €, 250.000 € = 535 €, 500.000 € = 935 €, bei einem Geschäftswert von 1 Mio. € beträgt sie 1.735 €. Die Beurkundung kostet das 2,0-fache, also bei 250.000 € Schenkung ca. 1.070 € Beurkundungsgebühr.
Warum muss eine Schenkung notariell beurkundet werden?
§ 518 BGB: Ein Schenkungsversprechen muss notariell beurkundet werden. Ausnahme: Handschenkung (sofortige Übergabe). Bei Immobilien ist die Beurkundung zwingend (§ 311b BGB). Der Notar berät beide Parteien neutral und sorgt für rechtssichere Formulierungen.
Was kostet die Grundbucheintragung bei einer Immobilienschenkung?
Die Grundbuchgebühren betragen etwa die 1,0-fache Gebühr nach Tabelle B GNotKG. Beispiel: Bei 250.000 € Immobilienwert ca. 535 €. Dazu kommen ggf. Kosten für Löschung alter Belastungen oder Eintragung von Nießbrauch/Wohnrecht (zusätzliche halbe Gebühren).
Welche Kosten entstehen bei Schenkung mit Nießbrauch?
Der Nießbrauch wird separat bewertet (Jahreswert × Vervielfältiger nach Alter). Die Eintragung kostet eine 1,0-fache Gebühr aus dem Nießbrauchwert. Beispiel: 80-jähriger Schenker, 1.000 € monatlicher Mietwert = Kapitalwert ca. 54.000 € = zusätzlich ca. 192 € Grundbuchkosten.
Kann ich die Notarkosten reduzieren?
Die Gebühren sind gesetzlich festgelegt und nicht verhandelbar. Aber: Mehrere Schenkungen in einer Urkunde zusammenfassen spart Kosten. Rückfragen vor der Beurkundung klären. Einfache Gestaltung wählen. Achtung: Zu „günstige“ Gestaltungen können steuerlich nachteilig sein.
Wer zahlt die Notarkosten bei einer Schenkung?
Grundsätzlich der Beschenkte (§ 516 BGB). In der Praxis wird oft vereinbart, dass der Schenker die Kosten übernimmt. Diese Übernahme kann selbst als Schenkung gewertet werden, ist aber bei üblichen Beträgen unproblematisch. Im Vertrag festhalten!
Welche Unterlagen brauche ich für die Schenkungsbeurkundung?
Personalausweise beider Parteien, bei Immobilien: aktueller Grundbuchauszug, Flurkarte, Teilungserklärung (ETW), ggf. Vollmachten. Hilfreich: Wertgutachten, Einheitswertbescheid. Der Notar fordert fehlende Unterlagen an, aber Vorbereitung beschleunigt den Prozess.
Welche Schenkungssteuer fällt zusätzlich an?
Die Schenkungsteuer ist unabhängig von den Notarkosten. Freibeträge: Ehepartner 500.000 €, Kinder 400.000 €, Enkel 200.000 €, Geschwister/Neffen 20.000 €. Darüber: 7-50 % je nach Steuerklasse und Betrag. Freibeträge alle 10 Jahre neu nutzbar (Kettenschenkung).
Gibt es Alternativen zur notariellen Schenkung?
Bei beweglichen Sachen: Handschenkung (formfrei). Bei Geld: Überweisung mit Schenkungsanzeige ans Finanzamt. Bei Immobilien: Keine Alternative zur notariellen Beurkundung. Vorweggenommene Erbfolge, Nießbrauch, Wohnrecht sind gestaltbar. Steuerliche Beratung empfohlen!
Welche Objektwerte braucht der Notarkosten-Schenkung-Rechner?
Kaufpreis, Wohnfläche, Lage, Baujahr, Zustand, Nebenkosten, Finanzierung und laufende Kosten sollten getrennt erfasst werden. Durchschnittswerte pro Quadratmeter sind nur ein Startpunkt.
Warum verändern Nebenkosten den Notarkosten-Schenkung-Rechner so stark?
Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer, Makler, Instandhaltung und Verwaltung wirken direkt auf Kapitalbedarf oder Rendite. Wer nur Kaufpreis oder Miete betrachtet, unterschätzt die Gesamtrechnung.