ƒStundenbudget aus Grenze, Stundenlohn und Durchschnittsverdienst
Hm=LG−J−mS;Hw=Hm⋅133
Variablen
Hm
Monatsstunden-Maximal planbare Stunden im Monatsdurchschnitt.
G
Minijob-Grenze-Monatliche Verdienstgrenze für das gewählte Jahr.
J
Weitere Minijobs-Regelmäßiger Monatsverdienst aus weiteren geringfügigen Beschäftigungen.
S
Sonderzahlungen-Vorhersehbare Einmalzahlungen im Prüfzeitraum.
m
Prüfmonate-Monate, über die der regelmäßige Verdienst beurteilt wird.
L
Stundenlohn-Brutto-Stundenlohn. Er darf den gesetzlichen Mindestlohn nicht unterschreiten.
Minijob-Stunden und Verdienstgrenze 2026
Die wichtigsten Planungswerte für Minijob-Stunden. Der Rechner nutzt die zentralen Jahresdaten des Projekts und rechnet Wochenstunden über 13 Wochen je Quartal um.
Wert
Höhe
Einordnung
Monatliche Minijob-Grenze
603,00 €
Durchschnittlicher Monatsverdienst.
Jahresgrenze bei 12 Monaten
7.236,00 €
Orientierung für ein volles Jahr ohne Sonderfall.
Gesetzlicher Mindestlohn
13,90 € je Stunde
Untergrenze für erwachsene Minijobber im Normalfall.
Maximale Stunden beim Mindestlohn
43,38 h/Monat
Wert aus Grenze geteilt durch Mindestlohn.
Umrechnung Woche auf Monat
Wochenstunden x 13 / 3
Praxisnaher Durchschnitt aus 13 Wochen je Quartal.
Quellen der gesetzlichen Werte sind Minijob-Zentrale und Bundesregierung, Stand 2026.
Beispiele für maximale Minijob-Stunden
Je höher der Stundenlohn oder je größer Sonderzahlungen und weitere Minijobs sind, desto weniger regelmäßige Stunden passen in die Grenze.
Fall
Max. Monat
Max. Woche
Geplant
Status
Mindestlohn 2026
43,38 h
10,01 h
43,33 h
Stundenbudget knapp
14 € Stundenlohn
43,07 h
9,94 h
43,33 h
Minijob-Grenze überschritten
15 € Stundenlohn
40,20 h
9,28 h
39,00 h
Stundenbudget knapp
14 € mit 300 € Sonderzahlung
41,29 h
9,53 h
39,00 h
Stundenbudget plausibel
Häufig gestellte Fragen zum Minijob-Stunden-Rechner
Was berechnet der Minijob-Stunden-Rechner?
Der Rechner zeigt, wie viele Stunden bei einem bestimmten Brutto-Stundenlohn in die Minijob-Grenze passen. Er berücksichtigt nicht nur die einfache Monatsgrenze, sondern auch vorhersehbare Sonderzahlungen, weitere Minijobs und den gewählten Prüfzeitraum. Dadurch siehst du, ob ein geplanter Dienstplan rechnerisch passt oder ob schon kleine Änderungen die Grenze überschreiten würden.
Wie viele Stunden sind 2026 beim Mindestlohn möglich?
Bei einem gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 € und einer monatlichen Minijob-Grenze von 603,00 € ergeben sich rechnerisch 43,38 Stunden pro Monat. Das entspricht etwa 10,01 Stunden pro Woche, wenn man mit 13 Wochen je Quartal rechnet. Dieser Wert gilt nur, wenn keine vorhersehbaren Sonderzahlungen und keine weiteren Minijob-Verdienste hinzukommen.
Warum fragt der Rechner nach Sonderzahlungen?
Vorhersehbare Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder feste Boni zählen zum regelmäßigen Verdienst. Sie werden nicht erst im Zahlungsmonat relevant, sondern müssen von Anfang an in die Durchschnittsprüfung einbezogen werden. Wenn du solche Zahlungen einträgst, reduziert der Rechner das verfügbare Budget für laufende Stunden.
Warum sind weitere Minijobs wichtig?
Ohne versicherungspflichtigen Hauptjob werden die regelmäßigen Verdienste aus allen Minijobs zusammengerechnet. Ein einzelner Job kann mit seinen Stunden passen und durch einen zweiten Minijob trotzdem über der Grenze liegen. Neben einem versicherungspflichtigen Hauptjob bleibt nur der zeitlich erste Minijob geringfügig, jeder weitere wird unabhängig von der Summe mit dem Hauptjob zusammengerechnet.
Kann ich die Stunden in einzelnen Monaten stark schwanken lassen?
Planbare Schwankungen sind möglich, solange die vorausschauende Durchschnittsprüfung passt und die Beschäftigung nicht künstlich in wenige Hochlohnmonate verschoben wird. Wird die Jahresgrenze wegen eines unvorhersehbaren Ereignisses überschritten, sind höchstens zwei Monate im Zeitjahr mit jeweils maximal 1.206,00 € zulässig. Der Stundenrechner modelliert diese Ausnahme nicht.
Warum nutzt der Rechner den Faktor 13 / 3?
Ein Monat hat nicht exakt vier Wochen. Für regelmäßige Wochenstunden ist die Umrechnung über 13 Wochen je Quartal genauer. Wochenstunden mal 13 geteilt durch 3 ergibt durchschnittliche Monatsstunden. So werden 10 Wochenstunden zu 43,33 Monatsstunden, was zur dynamischen Minijob-Grenze passt.
Was passiert, wenn der Stundenlohn unter dem Mindestlohn liegt?
Dann markiert der Rechner ein Mindestlohnrisiko. Die mathematische Division würde zwar mehr Stunden ergeben, aber ein zu niedriger Stundenlohn ist für erwachsene Beschäftigte im Normalfall kein zulässiger Planungswert. Ausnahmen, etwa bestimmte Praktika oder Minderjährige ohne abgeschlossene Berufsausbildung, müssen separat geprüft werden.
Zählen Trinkgeld oder Nachtzuschläge zum Stundenlohn?
Für die Mindestlohnprüfung zählt nicht jeder Geldzufluss gleich. Trinkgelder und bestimmte Zuschläge ersetzen den Mindestlohn nicht. Andere Vergütungsbestandteile können relevant sein, wenn sie echte Gegenleistung für Arbeit sind. Der Rechner arbeitet deshalb bewusst mit einem klaren Brutto-Stundenlohn und behandelt Sonderzahlungen getrennt.
Warum kann ein Plan mit 10 Wochenstunden trotzdem nicht passen?
10 Wochenstunden passen nur ungefähr beim Mindestlohn und ohne weitere Belastungen der Verdienstgrenze. Schon ein höherer Stundenlohn, ein zweiter Minijob oder fest zugesagtes Urlaubsgeld senken die zulässigen Stunden. Genau diese Fälle zeigt der Rechner, damit die Grenze nicht nur grob im Kopf überschlagen wird.
Ersetzt der Rechner die Prüfung durch den Arbeitgeber?
Nein. Der Rechner ist eine Planungs- und Plausibilitätsrechnung. Die verbindliche Einordnung hängt vom Arbeitsvertrag, den tatsächlichen Verdiensten, weiteren Beschäftigungen, Arbeitszeitkonten und möglichen Sonderfällen ab. Nutze das Ergebnis, um Dienstplan, Lohn und Sonderzahlungen besser vorzubereiten und gezielter nachzufragen.