Orientierungsspannen, Stand Juli 2026. Konkrete Bankkonditionen ändern sich regelmäßig und müssen direkt beim Anbieter geprüft werden.
Häufig gestellte Fragen zum Dispo-Rechner
Was ist ein Dispokredit?
Ein Dispokredit (Dispositionskredit) ist eine von der Bank eingeräumte Überziehungsmöglichkeit des Girokontos. Die Höhe beträgt meist das 2-3-fache des monatlichen Nettoeinkommens. Er ist sofort verfügbar, aber mit hohen Zinsen verbunden (durchschnittlich 9-14 % p. a.).
Wie hoch sind Dispozinsen aktuell?
Dispozinsen unterscheiden sich stark je nach Bank und können sich kurzfristig ändern. Geduldete Überziehungen sind oft teurer als der eingeräumte Dispo. Für eine realistische Rechnung solltest du den konkreten Sollzins aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Bank verwenden und prüfen, ob ein Ratenkredit günstiger wäre.
Warum sind Dispozinsen so hoch?
Dispokredite sind teuer, weil: Keine Sicherheiten nötig, sofortige Verfügbarkeit, flexible Rückzahlung, hoher Verwaltungsaufwand für die Bank, keine feste Laufzeit. Die Bank trägt ein höheres Ausfallrisiko. Alternative: Rahmenkredit (Abrufkredit) mit 4-7 % Zinsen.
Wie komme ich aus dem Dispo raus?
Strategien: Umschuldung auf günstigen Ratenkredit (spart 50-70 % Zinsen), automatischen Sparplan für Tilgung einrichten, Ausgaben reduzieren, Einkommen erhöhen (Überstunden, Nebenjob), 50-30-20-Regel anwenden. Wichtig: Ursachen der Überschuldung beheben.
Was ist der Unterschied zwischen Dispo und Rahmenkredit?
Dispo: An Girokonto gebunden, automatisch verfügbar, 9-14 % Zinsen, flexible Rückzahlung. Rahmenkredit (Abrufkredit): Separates Kreditkonto, 4-7 % Zinsen, muss beantragt werden, Mindestrate (1-2 % der Summe). Rahmenkredit als Dispo-Alternative spart deutlich Zinsen.
Wann lohnt sich eine Umschuldung des Dispos?
Eine Umschuldung kann sich lohnen, wenn der Dispo länger genutzt wird und ein günstigerer Raten- oder Rahmenkredit tatsächlich verfügbar ist. Beispiel: 3.000 € Dispo bei 12 % kosten 360 € Zinsen pro Jahr, ein Kredit bei 6 % etwa 180 €. Prüfe zusätzlich Gebühren, Laufzeit, Bonität und ob du den Dispo danach wirklich reduzierst.
Wird der Dispo bei der Schufa gemeldet?
Der eingeräumte Disporahmen wird nicht an die Schufa gemeldet. Jedoch: Dauerhafte Nutzung kann bei Kreditanfragen negativ wirken, geduldete Überziehung wird gemeldet, Kündigung des Dispos durch die Bank wird vermerkt. Regelmäßige Nutzung und Rückführung ist unproblematisch.
Kann die Bank den Dispo kündigen?
Ja, die Bank kann den Dispo jederzeit kürzen oder kündigen (mit angemessener Frist, meist 30 Tage). Gründe: Verschlechterung der Bonität, Kontokündigung, Änderung der Geschäftspolitik. In dem Fall muss der Betrag zurückgezahlt werden. Verlasse dich daher nie dauerhaft auf den Dispo.
Welche Kreditdaten gehören in den Dispo-Rechner?
Nettodarlehen, Sollzins, Effektivzins, Laufzeit, Rate, Restschuld, Gebühren und Sondertilgungen sollten aus demselben Angebot stammen. Gemischte Zeitstände verfälschen den Vergleich.
Warum ist der Effektivzins beim Dispo-Rechner wichtiger als der Sollzins?
Der Effektivzins enthält laufzeitbezogene Kosten besser als der reine Sollzins. Für die Monatsrate braucht man trotzdem Tilgung, Laufzeit und Restschuld, deshalb sollten beide Werte getrennt verstanden werden.