Steuerklassenwechsel jederzeit möglich (Formular bei Finanzamt)
Einkommensteuer-Tarif 2026
Steuersätze nach zu versteuerndem Einkommen
Zone
Von
Bis
Grenzsteuersatz
Grundfreibetrag
0 €
12.348
0 %
Progressionszone 1
12.349
17.799
14 - 24 %
Progressionszone 2
17.800
69.878
24 - 42 %
Proportionalzone
69.879
277.825
42 %
Reichensteuer
277.826
∞
45 %
Tarif 2026 nach § 32a EStG
Häufig gestellte Fragen zum Brutto-Netto-Rechner öffentlicher Dienst
Was ist der Unterschied zwischen TVöD, TV-L und Beamtenbesoldung?
TVöD (Tarifvertrag öffentlicher Dienst) gilt für Angestellte bei Bund und Kommunen, TV-L für Angestellte der Länder. Beamte werden nach Besoldungsordnungen bezahlt. TVöD und TV-L haben Entgeltgruppen E1-E15 mit Erfahrungsstufen 1-6. Beamte haben Besoldungsgruppen A1-A16, B1-B11 und W1-W3. Die Nettolöhne unterscheiden sich durch verschiedene Sozialversicherungsbeiträge.
Wie funktioniert das Stufensystem im öffentlichen Dienst?
Im öffentlichen Dienst steigen Beschäftigte automatisch in höhere Erfahrungsstufen auf: Stufe 2 nach einem Jahr, Stufe 3 nach zwei Jahren, Stufe 4 nach drei Jahren, Stufe 5 nach vier Jahren und Stufe 6 nach fünf Jahren in der jeweiligen Entgeltgruppe. Höhere Qualifikationen oder Berufserfahrung können zu einer höheren Einstufung führen. Beamte haben ähnliche Systeme mit Dienstaltersstufen.
Was ist die VBL und muss ich dort einzahlen?
Die VBL (Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder) ist die Zusatzversorgung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. In VBLklassik West beträgt die Gesamtumlage 7,30 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts, davon 5,49 % Arbeitgeberanteil und 1,81 % Arbeitnehmeranteil. Die Zusatzversorgung ist bei vielen TVöD- und TV-L-Beschäftigten pflichtversichert und ergänzt die gesetzliche Rente. Beamte sind nicht VBL-pflichtig, da sie eine Pension erhalten.
Welche Steuerklasse ist im öffentlichen Dienst am günstigsten?
Die optimale Steuerklasse hängt von der Familiensituation ab: Alleinstehende wählen Klasse I, Verheiratete mit ähnlichen Einkommen Klasse IV. Bei unterschiedlichen Einkommen ist oft die Kombination III/V günstiger - der Besserverdienende wählt III, der andere V. Klasse II gilt für Alleinerziehende. Im öffentlichen Dienst gelten dieselben Regeln wie in der Privatwirtschaft.
Welche Zulagen gibt es im öffentlichen Dienst?
Typische Zulagen: Familienzuschlag (abhängig von Kindern und Ehestand), Ballungsraumzulage (in teuren Städten wie München), Schichtzulagen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, Erschwerniszulagen für besondere Arbeitsbedingungen, IT-Zulage in manchen Bereichen. Beamte erhalten zusätzlich: Beihilfe zu Krankheitskosten, jährliche Sonderzahlung. Die Zulagen variieren je nach Arbeitgeber und Tarifgebiet.
Wie berechnet sich die Pension bei Beamten?
Die Beamtenpension beträgt nach 40 Dienstjahren maximal 71,75 % der ruhegehaltfähigen Bezüge. Pro Dienstjahr gibt es 1,79375 % (maximal 71,75 %). Mindestpension: 35 % der Bezüge. Ruhegehaltfähig sind Grundgehalt, Familienzuschlag und bestimmte Zulagen. Dienstunfähigkeitspension wird mit Zurechnungszeit berechnet. Im Gegensatz zur gesetzlichen Rente wird die Pension vom Dienstherrn gezahlt, nicht von einer Versicherung.
Was passiert mit meiner VBL bei Arbeitgeberwechsel?
Die VBL-Anwartschaft bleibt bei Wechsel im öffentlichen Dienst erhalten. Wechsle zu einem VBL-Mitglied, läuft die Pflichtversicherung weiter. Bei Wechsel in die Privatwirtschaft endet die Pflichtversicherung, die erworbenen Anwartschaften bleiben aber erhalten (unverfallbar nach 5 Jahren). Du kannst die Versicherung freiwillig fortführen. Bei Rückkehr in den öffentlichen Dienst werden Zeiten zusammengerechnet.
Wie unterscheidet sich das Netto bei Beamten und Tarifbeschäftigten?
Beamte haben bei gleichem Brutto oft ein höheres Netto, weil sie keine Arbeitnehmerbeiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen. Tarifbeschäftigte zahlen gesetzliche Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung sowie häufig VBL-Beiträge. Bei Beamten müssen dafür Beihilfe, private Restkostenversicherung oder freiwillige gesetzliche Krankenversicherung und die spätere Pension separat betrachtet werden.
Welche Eingaben braucht der Brutto-Netto-Rechner für den öffentlichen Dienst?
Du brauchst Tarifwerk oder Besoldungsordnung, Entgelt- oder Besoldungsgruppe, Stufe, Wochenarbeitszeit, Zulagen, Steuerklasse, Bundesland, Kirchensteuer, Krankenversicherung, Pflegeversicherung und VBL-Pflicht. Bei Beamten müssen Beihilfe, private Krankenversicherung und Familienzuschlag getrennt betrachtet werden.
Warum sind Beamtennetto und TVöD-Netto nicht direkt vergleichbar?
Beamte zahlen keine klassischen Arbeitnehmerbeiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung, haben aber je nach Versicherungsmodell Beiträge zur privaten Restkostenversicherung oder freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung. Tarifbeschäftigte haben Sozialversicherungsabzüge, VBL-Zusatzversorgung und andere Sonderzahlungen. Ein Vergleich braucht deshalb immer den gesamten Vorsorge- und Absicherungsrahmen.