Zusätzlich: Mind. 15 % Arbeitgeberzuschuss seit 2022 Pflicht.
Häufig gestellte Fragen zum bAV-Rechner
Was ist die betriebliche Altersvorsorge (bAV)?
Die betriebliche Altersvorsorge ist eine Zusatzrente über den Arbeitgeber. Du zahlst Teile deines Bruttogehalts in einen Vorsorgevertrag ein (Entgeltumwandlung). Vorteile: Steuer- und Sozialabgabenersparnis in der Ansparphase, oft Arbeitgeberzuschuss. Pflicht: Arbeitgeber muss bAV anbieten.
Wie viel spart man durch Entgeltumwandlung?
Bei 200 € monatlicher Entgeltumwandlung spare ca. 80-100 € Steuern und Sozialabgaben. Nettobelastung nur ca. 100-120 €. Seit 2022 muss der Arbeitgeber 15 % Zuschuss geben (bei Sozialabgabenersparnis). Maximaler Freibetrag 2026: 310 € mtl. (7.440 €/Jahr).
Welche Durchführungswege gibt es bei der bAV?
5 Durchführungswege: 1) Direktversicherung (am häufigsten), 2) Pensionskasse, 3) Pensionsfonds, 4) Unterstützungskasse, 5) Direktzusage/Pensionszusage. Direktversicherung und Pensionskasse sind für Arbeitnehmer am gängigsten. Der Arbeitgeber wählt den Weg.
Muss mein Arbeitgeber zur bAV zuzahlen?
Ja, seit 2022 ist ein Arbeitgeberzuschuss von 15 % Pflicht, wenn der Arbeitgeber Sozialabgaben spart. Bei 200 € Entgeltumwandlung also mind. 30 € Zuschuss. Viele Arbeitgeber geben freiwillig mehr (20-100 %). Der Zuschuss erhöht deine Rente erheblich.
Lohnt sich die bAV wirklich?
Meist ja, besonders mit Arbeitgeberzuschuss. Kritikpunkt: Im Alter fallen Steuern und volle Kranken-/Pflegeversicherung an. Faustregel: Mit mind. 20 % Arbeitgeberzuschuss lohnt es sich fast immer. Ohne Zuschuss: Nur bei niedrigem Steuersatz im Alter oder längerer Rentenbezugsdauer.
Was passiert mit der bAV bei Jobwechsel?
Die bAV ist portabel: Du kannst den Vertrag zum neuen Arbeitgeber mitnehmen (Portabilität). Alternativen: Beitragsfrei stellen, privat weiterführen, oder auf neuen Arbeitgebervertrag übertragen. Unverfallbarkeit: Ansprüche sind sofort gesichert (bei Arbeitgeberbeiträgen nach 3 Jahren/25. LJ).
Wie wird die bAV-Rente versteuert?
Die Rente aus der bAV ist voll steuerpflichtig (nachgelagerte Besteuerung). Dazu kommen Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge (ca. 11 % ab einem Freibetrag von ca. 180 €/Monat 2026). Von 500 € Bruttorente bleiben ca. 350-400 € netto (je nach Steuersatz).
Kann ich mir die bAV auf einmal auszahlen lassen?
Bei Direktversicherung und Pensionskasse ist eine Kapitalauszahlung bei Rentenbeginn möglich. Nachteil: Volle Steuerlast im Auszahlungsjahr (Steuerprogression). Krankenkassenbeiträge werden über 10 Jahre verteilt (1/120 pro Monat). Für viele ist die monatliche Rente günstiger.
Wie hoch sollte meine bAV-Sparrate sein?
Empfehlung: 4-8 % des Bruttogehalts bzw. bis zur Förderhöchstgrenze (310 €/Monat 2026). Bei 3.000 € brutto wären das 120-240 € monatlich. Mit Arbeitgeberzuschuss erreiche so eine spürbare Zusatzrente von 200-500 € monatlich im Alter.
Was ist der Unterschied zwischen bAV und Riester/Rürup?
bAV: Über Arbeitgeber, Brutto-Entgeltumwandlung, Arbeitgeberzuschuss möglich. Riester: Privat, staatliche Zulagen, für Angestellte/Familien. Rürup (Basisrente): Privat, Steuerersparnis, für Selbstständige/Gutverdiener. Kombinationen sind möglich und oft sinnvoll.
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
Was passiert mit meinen eingegebenen Daten?
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