Absolute Luftfeuchtigkeit-Tatsächliche Wassermasse der Luft in g/m³.
e
Tatsächlicher Dampfdruck-Dampfdruck in hPa nach relativer Feuchte.
es
Sättigungsdampfdruck-Temperaturabhängiger Maximaldruck des Wasserdampfs.
φ
Relative Feuchte-Hygrometerwert in Prozent.
T
Lufttemperatur-Temperatur der Raumluft in °C.
Wie viel Wasser Luft bei 50 % relativer Feuchte enthält
Warme Luft kann deutlich mehr Wasserdampf aufnehmen. Deshalb ist die relative Feuchte allein für Lüftungsentscheidungen oft missverständlich.
Lufttemperatur
Maximal möglich
Bei 50 % r. F.
Taupunkt
-10 °C
2,4 g/m³
1,2 g/m³
-18,5 °C
0 °C
4,9 g/m³
2,4 g/m³
-9,2 °C
10 °C
9,4 g/m³
4,7 g/m³
0,0 °C
15 °C
12,8 g/m³
6,4 g/m³
4,7 °C
20 °C
17,2 g/m³
8,6 g/m³
9,3 °C
25 °C
23,0 g/m³
11,5 g/m³
13,9 °C
30 °C
30,3 g/m³
15,1 g/m³
18,4 °C
Berechnet mit Magnus-Formel für Raumluft. In der Praxis beeinflussen Messfehler, Luftdruck und Sensorposition die letzten Nachkommastellen.
Orientierungswerte nach Raumtyp
Die relative Feuchte wird erst mit der Raumtemperatur richtig einordenbar. Die absolute Feuchte zeigt, wie viel Wasser tatsächlich in der Luft steckt.
Raum
Typische Temperatur
Relative Feuchte
Absolute Feuchte
Einordnung
Wohnraum
20 °C
40-60 %
6,9-10,4 g/m³
meist angenehmer Bereich
Schlafzimmer
18 °C
40-60 %
6,1-9,2 g/m³
nach der Nacht oft kurz lüften
Bad
22 °C
50-70 %
9,7-13,6 g/m³
nach Duschen schnell abführen
Küche
21 °C
45-65 %
8,2-11,9 g/m³
Dampf nicht in kalte Räume ziehen lassen
Keller
15 °C
50-65 %
6,4-8,3 g/m³
Sommerlüftung nur bei trockener Außenluft
Die Werte sind Orientierungen. Für Schimmel zählt zusätzlich, wie kalt Wand, Fensterlaibung oder Möbelrückseite tatsächlich sind.
Taupunktreserve an kalten Oberflächen
Die Oberflächentemperatur entscheidet, ob aus normal wirkender Raumluft lokal sehr feuchte Luft oder Kondenswasser wird.
Situation
Taupunkt
Oberfläche
Reserve
Feuchte an Oberfläche
Bewertung
Wohnzimmer mit warmer Wand
10,7 °C
17,0 °C
6,3 °C
66,4 %
unauffällig, wenn Werte stabil bleiben
Fensterlaibung im Winter
12,0 °C
11,0 °C
-1,0 °C
100,0 %
geringe Reserve, regelmäßig prüfen
Bad nach dem Duschen
19,0 °C
18,0 °C
-1,0 °C
100,0 %
schnell lüften und Flächen trocknen
Kellerwand im Sommer
16,3 °C
14,0 °C
-2,3 °C
100,0 %
Kondensation an kalter Wand möglich
Oberflächenfeuchte nahe 80 % ist ein Warnsignal. Bei 100 % wird die Oberfläche taufeucht.
Häufig gestellte Fragen zum Absolute Luftfeuchtigkeit berechnen
Was sagt die absolute Luftfeuchtigkeit aus?
Die absolute Luftfeuchtigkeit beschreibt, wie viele Gramm Wasserdampf in einem Kubikmeter Luft enthalten sind. Dieser Wert bleibt besser vergleichbar als die relative Feuchte, weil er nicht direkt davon abhängt, wie viel Wasser die Luft bei der aktuellen Temperatur maximal aufnehmen könnte.
Warum reicht die relative Luftfeuchtigkeit allein nicht aus?
Relative Feuchte ist ein Prozentwert zur aktuellen Temperatur. 60 % bei 10 °C enthalten viel weniger Wasserdampf als 60 % bei 25 °C. Für Lüften, Keller und Schimmelrisiko ist deshalb die tatsächliche Wassermenge in g/m³ oft aussagekräftiger.
Wie hängen Taupunkt und Schimmelrisiko zusammen?
Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die vorhandene Luftfeuchte kondensiert. Wird eine Wand, Fensternische oder Möbelrückseite kälter als dieser Wert, fällt Wasser aus. Auch knapp darüber kann die Oberfläche über längere Zeit so feucht sein, dass Schimmel leichter wächst.
Welche Werte sind in Wohnräumen sinnvoll?
Viele Wohnräume fühlen sich bei etwa 40-60 % relativer Feuchte angenehm an. Bei 20 °C entspricht das ungefähr 6,9-10,4 g/m³. Entscheidend ist aber, ob kalte Oberflächen genug Abstand zum Taupunkt behalten und ob Feuchtequellen regelmäßig abgeführt werden.
Wann ist Lüften wirklich hilfreich?
Lüften senkt die Raumfeuchte nur dann sicher, wenn die Außenluft absolut trockener ist als die Innenluft. Kalte Winterluft ist oft trocken, auch wenn das Hygrometer draußen hohe Prozentwerte zeigt. Warme Sommerluft kann dagegen viel Wasser in einen kühlen Keller bringen.
Warum ist Kellerlüften im Sommer riskant?
Warme Außenluft kann viel Wasserdampf enthalten. Trifft sie im Keller auf kalte Wände, steigt dort die relative Feuchte stark an und es kann Kondenswasser entstehen. Im Sommer sind frühe Morgenstunden, trockene Wetterlagen oder technische Entfeuchtung oft sinnvoller.
Wie genau muss ich Temperatur und Feuchte messen?
Für eine brauchbare Einschätzung sollten Temperatur und relative Feuchte am gleichen Ort und zur gleichen Zeit gemessen werden. Ein Hygrometer direkt am Fenster, auf der Heizung oder an einer Außenwand kann deutlich andere Werte zeigen als die freie Raumluft.
Welche Rolle spielt die Oberflächentemperatur?
Schimmel entsteht nicht in der Raummitte, sondern an kühlen Oberflächen. Deshalb kann ein Raum mit scheinbar normalen 55 % relativer Feuchte problematisch sein, wenn eine Fensterlaibung oder Ecke deutlich kälter ist als die übrige Raumluft.
Was kann ich bei zu hoher absoluter Feuchte tun?
Feuchtequellen reduzieren, kurz und kräftig lüften, nach Duschen oder Kochen direkt abführen und kritische Oberflächen wärmer halten. Wenn Lüften nicht reicht oder Außenluft feuchter ist, kann ein Entfeuchter sinnvoller sein als dauerhaft gekippte Fenster.
Was bedeutet eine sehr niedrige absolute Luftfeuchtigkeit?
Sehr trockene Luft ist für Schimmel meist unkritisch, kann aber Schleimhäute, Augen und Holzmöbel belasten. Häufig passiert das im Winter durch Heizen und häufiges Lüften. Dann hilft kontrolliertes Lüften eher als dauerhaftes weiteres Austrocknen.