Berechne die Beleuchtungsstärke in Lux aus Lichtstrom, Raumfläche und Wartungsfaktor. Du erhältst Leuchtenbedarf, Leistung und Stromkosten auf einen Blick.
Lichtstrom, Fläche und Zielwert
Berechne Lux, Leuchtenbedarf, Reserve, Leistungsdichte und Stromkosten für Räume und Arbeitsflächen.
Lux, Leuchtenbedarf und Kosten
Beleuchtungsstärke, Zielerreichung, Reserve und Betriebskosten
Gib Lichtstrom, Fläche, Faktoren und Zielwert ein und starte die Berechnung.
Ähnliche Rechner
Weitere Rechner aus der Kategorie "Technik & Informatik"
Beleuchtungsstärke-Ergebnis in Lux. Es beschreibt, wie viel Licht rechnerisch auf der betrachteten Fläche ankommt.
Φ
Lichtstrom-Summe des Lichtstroms aller Leuchten in Lumen.
UF
Nutzungsfaktor-Anteil des Lichtstroms, der durch Raumgeometrie, Leuchtenposition und Oberflächen auf der Fläche nutzbar wird.
MF
Wartungsfaktor-Abschlag für Alterung, Verschmutzung und nachlassenden Lichtstrom.
A
Fläche-Beleuchtete Fläche in Quadratmetern.
Beispielwerte für Beleuchtungsstärke
Die Beispiele zeigen, wie stark Zielwert, Fläche, Nutzungsfaktor und Wartungsfaktor den Leuchtenbedarf verändern.
Raum
Annahme
Berechnete Stärke
Rechnerischer Bedarf
Monatliche Stromkosten
Büro
4 Leuchten, 24 m², Ziel 500 lx
346,67 lx
6 Leuchten
11,37 €
Wohnraum
3 Leuchten, 20 m², Ziel 200 lx
137,7 lx
5 Leuchten
2,40 €
Werkstatt
6 Leuchten, 30 m², Ziel 750 lx
546 lx
9 Leuchten
14,99 €
Die Beispielwerte rechnen mit den im Rechner hinterlegten Faktoren. Für Arbeitsplätze zählen zusätzlich Blendung, Gleichmäßigkeit und Farbwiedergabe.
Typische Zielwerte in Lux
Die Werte sind praktische Orientierungsbereiche. Bei Arbeitsstätten sind die konkreten Tätigkeiten und die geltenden Regeln maßgeblich.
Bereich
Typischer Zielwert
Einordnung
Flur und Nebenraum
100-150 lx
Für Orientierung und kurzzeitige Nutzung reicht meist ein niedrigeres Niveau.
Wohnraum und Essbereich
100-300 lx
Atmosphäre und Zonen sind wichtiger als ein einheitlich heller Raum.
Küche und Arbeitsfläche
300-500 lx
Die Arbeitsfläche braucht mehr Licht als die reine Raumbeleuchtung.
Büro und Schreibtisch
500 lx
Für Lesen, Schreiben und Bildschirmarbeit ist 500 lx ein üblicher Planungswert.
Werkbank und Prüfplatz
750-1.000 lx
Feine Arbeiten brauchen mehr Licht und besonders gute Schattenkontrolle.
Verkaufsfläche
300-750 lx
Warenpräsentation, Kontrast und Lichtfarbe entscheiden über die Wirkung.
Für Arbeitsstätten orientieren sich typische Werte an ASR A3.4 und DIN EN 12464-1. Eine normgerechte Planung muss den konkreten Arbeitsplatz bewerten.
Welche Eingaben die Lux-Zahl bestimmen
Lux ist keine reine Leuchtenangabe. Erst Raum, Fläche und Verluste machen aus Lumen eine brauchbare Beleuchtungsstärke.
Eingabe
Wirkung auf das Ergebnis
Praxis-Hinweis
Lichtstrom
Mehr Lumen erhöhen die Beleuchtungsstärke direkt.
Den Lichtstrom je Leuchte aus dem Datenblatt verwenden, nicht die Wattzahl.
Beleuchtete Fläche
Eine größere Fläche verteilt denselben Lichtstrom und senkt die Lux-Zahl.
Nur die Fläche ansetzen, die wirklich beleuchtet werden soll.
Nutzungsfaktor
Dunkle Wände, hohe Decken und ungünstige Leuchtenpositionen verringern den nutzbaren Lichtanteil.
Für einfache Vorplanung sind 50-70 % oft plausibler als 100 %.
Wartungsfaktor
Alterung, Verschmutzung und Reinigungshäufigkeit senken die dauerhaft verfügbare Beleuchtungsstärke.
Saubere Innenräume liegen oft höher als staubige Werkstätten oder Lager.
Der Rechner zeigt die Hebel der Vorplanung. Er ersetzt keine Lichtsimulation für Räume mit Blendungsrisiko, hohen Decken oder komplexer Zonierung.
Stromkosten der Beleuchtung einordnen
LED-Leuchten sind effizient, aber lange Laufzeiten machen auch kleine Leistungen relevant.
Installierte Leistung
Laufzeit
Verbrauch pro Monat
Kosten bei 0,37 €/kWh
40 W
4 h/Tag
4,80 kWh
1,78 €
120 W
8 h/Tag
28,80 kWh
10,66 €
300 W
10 h/Tag
90,00 kWh
33,30 €
Die Monatswerte rechnen mit 30 Tagen. Präsenzsensoren, Tageslichtregelung und getrennte Lichtzonen können die echte Laufzeit deutlich senken.
Häufig gestellte Fragen zum Beleuchtungsstärke berechnen
Was berechnet der Beleuchtungsstärke-Rechner?
Der Rechner schätzt, wie viele Lux auf einer Fläche ankommen. Er kombiniert Lichtstrom je Leuchte, Anzahl der Leuchten, Raumfläche, Nutzungsfaktor und Wartungsfaktor. Zusätzlich zeigt er, wie viele Leuchten für deinen Zielwert rechnerisch nötig wären und welche Stromkosten bei deiner Laufzeit entstehen.
Was ist der Unterschied zwischen Lumen und Lux?
Lumen beschreibt, wie viel Licht eine Leuchte insgesamt abgibt. Lux beschreibt, wie viel davon auf einer bestimmten Fläche ankommt. Eine Leuchte mit 4.000 lm kann auf einer kleinen Arbeitsfläche sehr hell wirken, auf einer großen Fläche aber zu wenig Beleuchtungsstärke liefern.
Warum braucht der Rechner einen Nutzungsfaktor?
Nicht der gesamte Lichtstrom landet auf der betrachteten Fläche. Ein Teil geht durch Abstrahlwinkel, Raumhöhe, Leuchtenposition, Reflexionen und dunkle Oberflächen verloren. Der Nutzungsfaktor macht diesen Unterschied sichtbar und verhindert, dass die Lux-Zahl zu optimistisch ausfällt.
Was bedeutet Wartungsfaktor bei Beleuchtung?
Leuchten werden mit der Zeit dunkler, Abdeckungen verschmutzen und Oberflächen verändern ihre Reflexion. Der Wartungsfaktor berücksichtigt, dass die Beleuchtungsstärke nicht nur am ersten Tag passen sollte. Für dauerhaft genutzte Räume ist dieser Abschlag oft entscheidender als eine rechnerische Punktlandung.
Welche Beleuchtungsstärke ist für ein Büro sinnvoll?
Für Lesen, Schreiben und Bildschirmarbeit sind 500 lx ein üblicher Planungswert auf der Arbeitsfläche. Das heißt nicht, dass der ganze Raum überall exakt 500 lx haben muss. Entscheidend ist, ob die Sehaufgabe gut beleuchtet ist und Blendung, Schatten sowie Kontraste im Alltag passen.
Kann ich mit dem Rechner eine normgerechte Arbeitsplatzbeleuchtung planen?
Der Rechner ist eine Vorplanung und Plausibilitätsprüfung. Für Arbeitsstätten zählen zusätzlich ASR A3.4, DIN EN 12464-1, Gleichmäßigkeit, Blendungsbegrenzung, Farbwiedergabe und Messpunkte. Wenn es um einen Arbeitsplatz geht, sollte die endgültige Planung fachlich geprüft oder gemessen werden.
Warum kann ein Raum trotz hoher Lux-Zahl unangenehm wirken?
Eine einzelne Lux-Zahl sagt nichts über Blendung, Schatten, Lichtfarbe, Farbwiedergabe oder Verteilung im Raum. Direktes Licht kann rechnerisch hell sein und trotzdem stören. Indirektes Licht kann angenehmer sein, braucht aber oft mehr Lichtstrom, weil ein Teil an Decke und Wänden verloren geht.
Wie gehe ich mit Spots, Pendelleuchten und indirektem Licht um?
Bei gerichteten Spots solltest du nur die tatsächlich beleuchtete Zone als Fläche ansetzen. Bei Pendelleuchten über Tischen zählt häufig eher die Tischfläche als der ganze Raum. Indirektes Licht braucht einen niedrigeren Nutzungsfaktor, weil das Licht erst über Decken und Wände reflektiert wird.
Warum zeigt der Rechner auch Stromkosten an?
Eine Lichtplanung entscheidet nicht nur über Helligkeit, sondern auch über laufende Kosten. Der Unterschied zwischen vier und sechs Leuchten wirkt klein, kann bei langen Öffnungs- oder Arbeitszeiten aber spürbar werden. Die Kosten helfen, Helligkeit, Reserve und Effizienz gemeinsam zu bewerten.
Wie prüfe ich das Ergebnis in der Praxis?
Nach der Installation ist eine Messung mit einem Luxmeter auf der relevanten Arbeits- oder Nutzfläche am sinnvollsten. Miss mehrere Punkte, nicht nur direkt unter einer Leuchte. Wenn die Werte stark schwanken, hilft oft eine andere Verteilung der Leuchten mehr als einfach nur mehr Leistung.