Berechne deine 3D-Druck-Kosten realistisch aus Material, Gewicht und Druckzeit. Inklusive Stromkosten, anteiliger Arbeitszeit und passendem Aufschlag mit MwSt.
3D-Druck-Kosten berechnen
Gib Material, Gewicht, Druckzeit, Strom, Maschinenzeit und Nacharbeit ein.
Druckpreis und Kostenstruktur
Endpreis, Stückpreis, Materialmenge und Kostenanteile
Gib Druckgewicht, Zeit und Kostensätze ein, um den 3D-Druckpreis zu berechnen.
Ähnliche Rechner
Weitere Rechner aus der Kategorie "Technik & Informatik"
Wie berechnet der 3D-Druck-Rechner den Druckpreis?
ƒ3D-Druck-Kosten mit Reserve und Aufschlag
P=(m⋅p+t⋅E+t⋅r+A+N)⋅(1+u)⋅(1+s)
Variablen
m
abrechenbare Materialmenge-Modellgewicht mal Stückzahl plus Stützmaterial und Fehldruckreserve.
p
Materialpreis-Preis je Kilogramm Filament oder Resin.
t
Druckzeit-Maschinenlaufzeit in Stunden.
E
Energiekosten je Stunde-Druckerleistung und Strompreis als Kosten der Maschinenlaufzeit.
r
Maschinenstundensatz-Satz für Verschleiß, Wartung und gebundene Druckerzeit.
A
Arbeitskosten-Zeit für Vorbereitung, Slicing, Nacharbeit und Abwicklung.
N
Nacharbeit und Verbrauch-Zusätzliche Kosten für Finish, Reinigung, Verpackung oder Verbrauchsmaterial.
u
Aufschlag-Prozentualer Aufschlag auf die direkten Kosten.
s
Steuersatz-MwSt. oder ein anderer eingegebener Steuersatz.
Materialpreise als Planungswerte
Die Werte sind keine Marktpreise, sondern typische Startpunkte für eigene Angebote oder Hobbykalkulationen. Spezielle Marken, Farben und technische Filamente können deutlich abweichen.
Material
Planwert
Hinweis
PLA
20 bis 30 € / kg
guter Standardwert für einfache Modelle
PETG
25 bis 40 € / kg
häufig für funktionale Teile
ABS oder ASA
30 bis 45 € / kg
mehr Ausschuss durch Warping möglich
TPU
35 bis 60 € / kg
langsamer Druck, oft mehr Maschinenzeit
Resin
40 bis 80 € / kg
Waschen, Härten und Support bewusst ansetzen
Beispielkalkulationen mit denselben Formeln
Die Beispiele zeigen, wie stark Stückzahl, Druckzeit, Support und Nacharbeit den Preis verändern.
Szenario
Material
Netto
Brutto je Teil
Einordnung
Ein PLA-Halter
78,8 g
33,08 €
39,37 €
nachvollziehbare Kostenstruktur
PETG-Kleinserie
313,0 g
87,76 €
17,41 €
nachvollziehbare Kostenstruktur
Resin-Detailteile
375,0 g
131,57 €
13,05 €
20 % Materialanteil
Häufig gestellte Fragen zum 3D-Druck-Rechner
Was berechnet der 3D-Druck-Rechner genau?
Der Rechner zerlegt einen Druckauftrag in Material, Strom, Maschinenzeit, Arbeitszeit, Nacharbeit, Aufschlag und MwSt. Dadurch siehst du nicht nur einen Endpreis, sondern auch, welcher Kostentreiber den Auftrag teuer macht und wo eine andere Ausrichtung oder Stückzahl helfen könnte.
Warum reicht der Filamentpreis allein nicht aus?
Filament ist nur ein Teil der Kosten. Ein Drucker blockiert viele Stunden, Düsen und Druckbett verschleißen, Slicing und Nacharbeit brauchen Zeit, und misslungene Drucke müssen einkalkuliert werden. Wer nur Gramm mal Kilopreis rechnet, unterschätzt besonders kleine und lange laufende Teile.
Wie soll ich das Modellgewicht ansetzen?
Nimm am besten das Gewicht aus dem Slicer für ein fertiges Teil ohne zusätzliche Sicherheitsaufschläge. Der Rechner ergänzt danach Stützmaterial, Verschnitt und Fehldruckreserve. Wenn du mehrere gleiche Teile druckst, bleibt das Gewicht pro Teil stehen und die Stückzahl bildet den Batch ab.
Wofür steht Stützmaterial und Verschnitt?
Der Wert deckt Supports, Brim, Purge, Prime Tower, Kalibrierreste und kleine Materialverluste ab. Bei einfachen PLA-Teilen kann der Anteil niedrig sein. Bei Resin, TPU, komplexen Überhängen oder vielen Farbwechseln kann er deutlich steigen und sollte nicht pauschal auf null stehen.
Wann ist eine Fehldruck-Reserve sinnvoll?
Eine Reserve ist sinnvoll, wenn Material schwierig ist, die Druckzeit lang läuft, die Geometrie kritisch ist oder der Auftrag wiederholbar geliefert werden muss. Für einen bekannten Standarddruck reicht oft ein kleiner Wert. Für neue Modelle verhindert die Reserve, dass ein Ausfall den ganzen Auftrag unrentabel macht.
Wie finde ich einen passenden Maschinenstundensatz?
Für Hobbydruck kann ein kleiner Satz reichen, der Wartung und Verschleiß abdeckt. Für Aufträge sollte der Satz auch gebundene Maschinenzeit, Düsen, Druckbett, Lager, Abschreibung, Kalibrierung und Ausfallrisiko berücksichtigen. Der Strompreis allein beschreibt die Druckerbindung nicht gut genug.
Warum wird Arbeitszeit separat berechnet?
Arbeitszeit fällt auch dann an, wenn der Drucker automatisch läuft. Dazu gehören Modellprüfung, Slicing, Materialwechsel, Druckbettvorbereitung, Entnehmen, Support entfernen, Schleifen, Waschen, Härten, Verpacken und Rückfragen. Gerade bei kleinen Teilen ist diese Zeit oft der größte vergessene Kostenblock.
Soll ich MwSt. und Aufschlag immer eintragen?
Der Aufschlag ist relevant, wenn aus Selbstkosten ein Angebotspreis werden soll. MwSt. gehört hinein, wenn du Bruttopreise vergleichen oder ausweisen musst. Für reine Hobbyplanung kannst du beide Werte auf null setzen, aber dann ist das Ergebnis kein vollständiger Verkaufspreis.
Warum kann eine Kleinserie pro Stück günstiger werden?
Bei mehreren Teilen verteilen sich Arbeitszeit, Rüstzeit und teilweise Druckzeit besser auf die Stückzahl. Das Material wächst zwar mit jedem Teil, aber Slicing, Kommunikation, Vorbereitung und Nacharbeit skalieren nicht immer eins zu eins. Der Stückpreis aus dem Rechner zeigt diesen Effekt deutlicher als ein Einzelteilpreis.
Wann reicht dieser Rechner nicht aus?
Nicht genug ist die Modellrechnung bei engen Toleranzen, zertifizierten Bauteilen, sicherheitsrelevanten Teilen, Serienproduktion, Materialdatenblättern, Nachbearbeitung mit Fremdleistung oder verbindlichen Lieferzusagen. Dann brauchst du technische Prüfung, Probedrucke und eine echte Angebotskalkulation.