ƒRestanspruch auf Entgeltfortzahlung bei Unterbrechung
E=min(Aaktuell,42−Avorher)
Variablen
E
Entgeltfortzahlungstage-Tage der aktuellen Arbeitsunfähigkeit, die rechnerisch noch vom Arbeitgeber bezahlt werden
Aaktuell
aktuelle AU-Tage-Kalendertage der aktuellen Arbeitsunfähigkeit inklusive Start- und Enddatum
Avorher
vorher angerechnete Tage-Bereits verbrauchte Entgeltfortzahlungstage wegen derselben Krankheit
42
gesetzlicher Grundzeitraum-Sechs Wochen Entgeltfortzahlung, rechnerisch als 42 Kalendertage modelliert
Wann die Unterbrechung den 42-Tage-Zeitraum neu starten kann
Der Rechner bildet die Grundlogik aus § 3 EntgFG ab. Diagnosen, Verschulden, Tarifregeln und Nachweise müssen im Einzelfall geprüft werden.
Fall
Rechnung im Modell
Folge für die 42 Tage
Dieselbe Krankheit, kurze Unterbrechung
Weniger als sechs Monate ohne AU und noch keine zwölf Monate seit erster AU
Vorherige Tage werden angerechnet
Mindestens sechs Monate ohne AU
Die aktuelle AU beginnt nach dem rechnerischen 6-Monats-Stichtag
Der Rechner setzt wieder 42 Tage an
Zwölf Monate seit erster AU
Seit Beginn der ersten AU wegen derselben Krankheit sind zwölf Monate vergangen
Der Rechner setzt wieder 42 Tage an
Neue, unabhängige Erkrankung
Die aktuelle AU wird nicht als dieselbe Grunderkrankung markiert
Vorherige Tage werden nicht angerechnet
Quelle ist § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz, gesetze-im-internet.de, geprüft am 19.05.2026.
Welche Eingaben sauber getrennt werden sollten
Bei unterbrochener Krankheit vermischen viele Abrechnungen Datum, Diagnosebezug und bereits verbrauchte Tage. Der Rechner hält diese Punkte getrennt.
Eingabe
Bedeutung
Häufiger Fehler
Beginn der ersten AU
Wichtig für die 12-Monats-Grenze
Nur die aktuelle Krankmeldung wird betrachtet
Ende der vorherigen AU
Startpunkt für die Unterbrechungsprüfung
Der erste gesunde Tag wird als AU-Ende eingetragen
Bereits angerechnete Tage
Verbrauchte Tage aus früheren Phasen derselben Krankheit
Arbeitstage statt Kalendertage werden gezählt
Tagesentgelt brutto
Schätzt den Betrag für die verbleibenden Entgeltfortzahlungstage
Monatslohn wird ungeprüft als Tageswert übernommen
Wie du das Ergebnis liest
Die Ausgabe ist eine Rechenhilfe für Abrechnung und Rückfragen. Der Rechner entscheidet nicht, ob eine Diagnose arbeitsrechtlich als dieselbe Krankheit gilt.
Wert
Aussage
Zusätzlich prüfen
Rest vor aktueller AU
Tage, die vor der aktuellen Phase noch im 42-Tage-Zeitraum liegen
Ob frühere AU-Tage korrekt angerechnet wurden
Entgeltfortzahlung
Tage der aktuellen Phase, die rechnerisch vom Arbeitgeber bezahlt werden
Arbeitsvertrag, Tarifvertrag und Abrechnung
Außerhalb 42 Tage
Tage nach Ausschöpfung der Entgeltfortzahlung
Krankengeld, Versicherungsstatus und ärztliche Nachweise
Stichtage
6-Monats- und 12-Monats-Grenze aus den eingegebenen Daten
Ob die Unterbrechung wirklich dieselbe Krankheit betrifft
Häufig gestellte Fragen zum 42-Tage-Lohnfortzahlung-mit-Unterbrechung-Rechner
Was berechnet der 42-Tage-Lohnfortzahlung-Rechner mit Unterbrechung?
Der Rechner zeigt, wie viele Tage der aktuellen Arbeitsunfähigkeit rechnerisch noch in die 42 Tage Entgeltfortzahlung fallen. Dafür werden bereits angerechnete Tage, die Pause seit der vorherigen Arbeitsunfähigkeit, die 6-Monats-Regel, die 12-Monats-Grenze und ein optionales Tagesentgelt berücksichtigt.
Warum rechnet der Rechner mit 42 Tagen?
Sechs Wochen Entgeltfortzahlung werden für diese Rechenhilfe als 42 Kalendertage modelliert. Das ist für die zeitliche Orientierung praktisch, ersetzt aber keine Prüfung der konkreten Abrechnung. Je nach Vertrag, Tarifvertrag, Beginn der Arbeitsunfähigkeit und Nachweisen können weitere Punkte relevant werden.
Wann werden frühere Krankheitstage angerechnet?
Frühere Tage werden im Modell angerechnet, wenn die aktuelle Arbeitsunfähigkeit als dieselbe Grunderkrankung markiert ist und kein neuer 42-Tage-Zeitraum entsteht. Das betrifft vor allem Fälle mit kurzer Unterbrechung, bei denen weder sechs Monate ohne Arbeitsunfähigkeit noch zwölf Monate seit der ersten Arbeitsunfähigkeit vergangen sind.
Wann beginnt der Anspruch trotz derselben Krankheit rechnerisch neu?
Der Rechner setzt wieder 42 Tage an, wenn die aktuelle Arbeitsunfähigkeit nach mindestens sechs Monaten ohne Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit beginnt oder seit Beginn der ersten Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit zwölf Monate vergangen sind. Beide Stichtage werden aus deinen Datumsangaben berechnet.
Was bedeutet „dieselbe Grunderkrankung“ im Rechner?
Die Checkbox ist eine Modellannahme. Der Rechner kann nicht beurteilen, ob zwei Arbeitsunfähigkeiten medizinisch oder arbeitsrechtlich dieselbe Krankheit sind. Wenn die aktuelle Arbeitsunfähigkeit unabhängig ist, wird ein neuer Zeitraum angesetzt. Wenn sie zusammengehört, zählen die Regeln für Unterbrechungen und frühere Tage.
Soll ich Arbeits- oder Kalendertage eintragen?
Trage Kalendertage ein. Der 42-Tage-Zeitraum wird nicht als Summe einzelner Arbeitstage modelliert, sondern als Zeitraum von sechs Wochen. Wochenenden und Feiertage können deshalb innerhalb der Arbeitsunfähigkeit liegen, ohne dass du sie herausrechnen solltest.
Was trage ich bei bereits angerechneten Tagen ein?
Trage die Entgeltfortzahlungstage ein, die wegen derselben Krankheit vor der aktuellen Phase schon verbraucht wurden. Wenn du mehrere frühere Phasen hattest, addierst du diese Tage vorher. Der Rechner führt bewusst keine Diagnoseliste, weil die medizinische Zuordnung nicht aus Datumswerten allein entsteht.
Was passiert, wenn die 42 Tage schon ausgeschöpft sind?
Dann zeigt der Rechner für die aktuelle Phase keine weiteren Entgeltfortzahlungstage an, solange kein neuer Zeitraum entsteht. Die Tage werden als außerhalb des 42-Tage-Zeitraums ausgewiesen. Ob und ab wann Krankengeld gezahlt wird, hängt zusätzlich vom Versicherungsstatus und von den Krankenkassenregeln ab.
Wofür ist das Tagesentgelt brutto gedacht?
Das Tagesentgelt dient nur dazu, den Bruttobetrag der rechnerisch verbleibenden Entgeltfortzahlungstage zu schätzen. Es ist kein vollständiger Lohnabrechnungsrechner. Zuschläge, variable Vergütung, Teilzeitwechsel, unbezahlte Fehlzeiten und Tarifregeln können die tatsächliche Abrechnung verändern.
Wann sollte ich den Fall fachlich prüfen lassen?
Eine Prüfung ist sinnvoll, wenn mehrere Diagnosen, Folgebescheinigungen, lange Krankheitsverläufe, Kündigung, Reha, Krankengeld, Tarifvertrag oder Streit über die Anrechnung zusammenkommen. Gerade die Frage, ob es dieselbe Grunderkrankung ist, lässt sich nicht zuverlässig aus einer Datumsrechnung ableiten.