Arbeitszeitanteil-Anteil der Zielstunden an der bisherigen Vollzeit.
Z
Zielstunden-Gewünschte Wochenarbeitszeit, im Standardfall 35 Stunden.
V
Vollzeitstunden-Bisherige oder tarifliche Vollzeit pro Woche.
W
Wochenfaktor-Durchschnittliche Wochen je Monat für die Monatsstunden.
Gz
Zielbrutto-Lineares Monatsbrutto bei der neuen Wochenarbeitszeit.
Arbeitszeitmodelle im Vergleich
Die Beispiele zeigen, wie stark Wochenstunden, Arbeitstage und Brutto auseinanderlaufen können.
Modell
Reduzierung
Monatsstunden
Stunden je Arbeitstag
Brutto bei 4.000 € Vollzeit
40 h auf 35 h, weiter 5 Tage
12,5 %
152,18 h
7,00 h
3.500,00 €
40 h auf 37,5 h, weiter 5 Tage
6,3 %
163,05 h
7,50 h
3.750,00 €
40 h auf 32 h, 4 Tage
20 %
139,14 h
8,00 h
3.200,00 €
Die Bruttowerte sind lineare Modellwerte. Tarifliche Zulagen, Schichtmodelle, Mindestarbeitszeiten und betriebliche Rundungen können abweichen.
Monats- und Jahreswirkung aus dem Standardmodell
Mit 4,348 Wochen pro Monat lässt sich die vertragliche Wochenarbeitszeit auf Monats- und Jahreswerte übertragen.
Kennzahl
40 Stunden
35 Stunden
Differenz
Wochenstunden
40,0 h
35,0 h
5,0 h
Monatsstunden
173,92 h
152,18 h
21,74 h
Jahresstunden
2.080 h
1.820 h
260 h
Jahresbrutto mit 2.000 € Sonderzahlung
50.000,00 €
43.750,00 €
6.250,00 €
Urlaubstage bei gleicher 5-Tage-Woche
30,0 Tage
30,0 Tage
0,0 Tage
Der Wochenfaktor 4,348 entspricht näherungsweise 52,1775 Wochen pro Jahr geteilt durch 12 Monate. Manche Abrechnungen nutzen andere Faktoren.
Was du vor der Reduzierung klären solltest
Die Tabelle trennt Rechenlogik von Vertragspunkten, die der Rechner nicht verbindlich entscheiden kann.
Thema
Warum es wichtig ist
Rechnerwert
Monatsbrutto
Das Modell kürzt das Brutto linear nach Stundenanteil. Gehaltsbänder oder Tarifstufen können anders wirken.
3.500,00 €
Sonderzahlungen
Bonus, Weihnachtsgeld oder variable Vergütung folgen nicht immer automatisch dem Wochenstundenanteil.
87,5 % Anteil
Arbeitstage
35 Stunden auf fünf Tage fühlen sich anders an als 35 Stunden auf vier Tage.
7,00 h
Urlaub
Bei weniger Arbeitstagen pro Woche wird oft nicht die Stundenmenge, sondern die Anzahl der Urlaubstage neu betrachtet.
30,0 Tage
Überstunden
Nach der Reduzierung wird wichtig, ab wann Mehrarbeit entsteht und ob sie bezahlt, ausgeglichen oder gekappt wird.
12,5 % weniger Wochenzeit
Nutze die Tabelle als Gesprächsvorbereitung. Die verbindlichen Regeln stehen in Arbeitsvertrag, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder individueller Vereinbarung.
Häufig gestellte Fragen zum 35-statt-40-Stunden-Rechner
Was berechnet der 35-statt-40-Stunden-Rechner?
Der Rechner zeigt, was aus einer 40-Stunden-Woche wird, wenn du auf 35 Stunden reduzierst. Er rechnet Wochenstunden, Monatsstunden, Jahresstunden, Tagesstunden, lineares Brutto und Urlaubstage im Arbeitszeitmodell durch. Dadurch siehst du nicht nur den Prozentwert, sondern auch die praktische Wirkung im Monat und im Jahr.
Warum sind 35 statt 40 Stunden genau 12,5 % weniger Arbeitszeit?
Die Differenz beträgt 5 Stunden pro Woche. Bezogen auf 40 Vollzeitstunden sind 5 Stunden genau ein Achtel. Ein Achtel entspricht 12,5 %. Der Rechner nutzt diesen Anteil auch für die lineare Bruttorechnung, sofern du ein Vollzeitbrutto eingibst.
Ist das neue Gehalt bei 35 Stunden immer 87,5 % vom Vollzeitgehalt?
Mathematisch ja, wenn das Gehalt strikt proportional zur Wochenarbeitszeit gekürzt wird. Praktisch kann ein Vertrag anders aufgebaut sein. Zulagen, Zuschläge, Tarifgruppen, Mindestbeträge, variable Vergütung oder ein individuell verhandeltes Teilzeitgehalt können dazu führen, dass der echte Betrag nicht exakt 87,5 % beträgt.
Warum fragt der Rechner nach Arbeitstagen pro Woche?
35 Wochenstunden können auf fünf kürzere Tage oder auf weniger längere Tage verteilt werden. Bei fünf Tagen ergeben sich im Standardmodell 7 Stunden pro Tag. Bei vier Tagen wären es 8,75 Stunden pro Tag. Für Alltag, Kinderbetreuung, Pendeln und Erreichbarkeit ist diese Verteilung oft wichtiger als der reine Wochenwert.
Was bedeutet der Wochenfaktor 4,348?
Der Wochenfaktor überträgt Wochenstunden auf durchschnittliche Monatsstunden. Ein Jahr hat etwas mehr als 52 Wochen, geteilt durch 12 Monate ergibt das ungefähr 4,348 Wochen pro Monat. Manche Abrechnungen nutzen 4,33 oder feste tarifliche Monatsstunden. Deshalb ist der Faktor im Rechner anpassbar.
Was passiert mit Urlaub bei 35 statt 40 Stunden?
Entscheidend ist meist nicht nur die Wochenstundenzahl, sondern die Zahl der Arbeitstage pro Woche. Wenn du weiter an fünf Tagen arbeitest, bleiben die Urlaubstage im Modell gleich und jeder Urlaubstag deckt weniger Stunden ab. Wenn du auf weniger Arbeitstage wechselst, sinkt die Zahl der Urlaubstage häufig proportional zum Wochenmodell.
Warum rechnet der Rechner mit Brutto und nicht mit Netto?
Netto hängt von Steuerklasse, Sozialversicherung, Zusatzbeitrag, Kirchensteuer, Freibeträgen und weiteren Einkünften ab. Ein einfacher 35-statt-40-Vergleich würde damit schnell ungenau wirken. Das Bruttomodell zeigt sauber den arbeitsvertraglichen Stundenanteil. Für Nettofragen solltest du anschließend einen passenden Brutto-Netto-Rechner nutzen.
Wie kann ich Sonderzahlungen einordnen?
Sonderzahlungen sinken nicht immer genauso wie die Wochenstunden. Häufig folgen sie dem Stundenanteil, manchmal hängen sie aber an Stichtagen, Zielvereinbarungen oder Tarifregeln. Der Rechner behandelt sie als Vollzeit-Jahresbetrag und kürzt sie im Modell mit demselben Anteil wie das Monatsbrutto. Das macht den Effekt sichtbar, ersetzt aber keine Vertragsprüfung.
Warum ist der Zeitgewinn pro Jahr größer, als er pro Woche klingt?
Fünf Stunden weniger pro Woche wirken im Kalender klein, summieren sich aber über ein Jahr auf 260 Stunden. Das entspricht mehr als sechs 40-Stunden-Wochen. Genau deshalb zeigt der Rechner neben dem Wochenwert auch Jahresstunden, damit die Entscheidung nicht nur aus Monatsbrutto und Bauchgefühl besteht.
Wann ist 35 statt 40 Stunden sinnvoll?
Finanziell ist die Reduzierung leichter tragbar, wenn der Bruttoverlust in dein Budget passt und keine wichtigen Zuschläge wegfallen. Praktisch wird sie interessant, wenn der Zeitgewinn planbar nutzbar ist. Entscheidend ist die Kombination aus Einkommen, Arbeitsverteilung, Erreichbarkeit, Pendelzeit und tatsächlicher Belastung im Job.
Kann der Rechner eine Teilzeitvereinbarung ersetzen?
Nein. Der Rechner ist eine Rechenhilfe für die Vorbereitung. Er zeigt die lineare Wirkung deiner Eingaben, aber er entscheidet nicht über Anspruch, Fristen, Zustimmung, betriebliche Gründe oder tarifliche Sonderregeln. Für die verbindliche Umsetzung zählen Arbeitsvertrag, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung und die schriftliche Vereinbarung mit dem Arbeitgeber.
Welche Eingabe sollte ich besonders genau prüfen?
Prüfe zuerst, ob deine Vollzeit wirklich 40 Stunden beträgt. In vielen Betrieben sind 37,5, 38,5 oder 39 Stunden die relevante Basis. Wenn diese Basis falsch ist, stimmen Reduzierung, Monatsstunden und Gehaltsanteil nicht. Danach sind Arbeitstage pro Woche und Sonderzahlungen die wichtigsten Stellschrauben.