ƒMietanteil nach Zimmerfläche, Gemeinschaftsfläche und Personen
Mi=Mges⋅Apriv+AGAi+Pi⋅PgesAG
Variablen
Mi
Mietanteil-Warmmietanteil eines Zimmers vor zusätzlichen WG-Kosten.
Ai
Zimmerfläche-Private Fläche des jeweiligen Zimmers.
AG
Gemeinschaftsfläche-Küche, Bad, Flur, Abstellflächen und gemeinsam genutzte Räume.
Pi
Personen im Zimmer-Bewohnerzahl des jeweiligen Zimmers.
Pges
Gesamtpersonen-Alle Bewohnerinnen und Bewohner der WG.
Beispiel: Zwei Einzelzimmer mit Zusatzkosten
Bei gleich vielen Personen entspricht das Modell der bekannten Flächenrechnung, ergänzt um Zusatzkosten pro Kopf und eine proportionale Kautionsaufteilung.
Zimmer
Personen
Privatfläche
Effektive Fläche
Mietanteil
Monat gesamt
Anna
1
15,0 m²
30,0 m²
514,29 €
559,29 €
Ben
1
25,0 m²
40,0 m²
685,71 €
730,71 €
Gemeinschaftsfläche: 30 m², Zusatzkosten: 90 € pro Monat. Die Kaution wird nach demselben Mietschlüssel verteilt.
Beispiel: Paarzimmer und Einzelzimmer
Wenn zwei Personen ein Zimmer nutzen, verbrauchen sie Gemeinschaftsfläche und Zusatzkosten stärker als ein Einzelzimmer. Der Rechner bildet das ausdrücklich ab.
Zimmer
Personen
Privatfläche
Effektive Fläche
Mietanteil
Monat gesamt
Paarzimmer
2
20,0 m²
40,0 m²
857,14 €
957,14 €
Einzelzimmer
1
20,0 m²
30,0 m²
642,86 €
692,86 €
Das Paarzimmer zahlt nicht wegen der privaten Fläche mehr, sondern wegen des höheren Anteils an gemeinsam genutzter Fläche und Zusatzkosten.
Häufig gestellte Fragen zum WG-Rechner
Wann ist eine WG-Mietaufteilung nach Fläche fair?
Diese Methode ist besonders sinnvoll, wenn die Zimmer deutlich unterschiedlich groß sind. Wer mehr private Fläche nutzt, trägt dann mehr von der Miete. Der Rechner ergänzt diese Logik um Gemeinschaftsflächen, damit Küche, Bad und Flur nicht unter den Tisch fallen.
Warum berücksichtigt der Rechner die Personen im Zimmer?
Ein Paarzimmer nutzt Küche, Bad, Flur, Waschmaschine und geteilte Verträge oft stärker als ein Einzelzimmer. Deshalb verteilt der Rechner Gemeinschaftsfläche und zusätzliche WG-Kosten nach Personen, während die private Zimmerfläche weiterhin dem Zimmer zugeordnet bleibt.
Welche Kosten gehören in die Gesamtmiete?
Die Gesamtmiete sollte die monatliche Warmmiete der Wohnung abbilden, also Kaltmiete plus umlagefähige Nebenkosten, soweit sie im Mietvertrag stehen. Strom, Internet, Rundfunkbeitrag oder Haushaltskasse passen besser in die zusätzlichen WG-Kosten.
Wie trage ich Gemeinschaftsflächen richtig ein?
Gemeinschaftsflächen sind alle Bereiche, die nicht einem privaten Zimmer zugeordnet werden: Küche, Bad, Flur, Abstellraum, Wohnzimmer oder gemeinsam genutzte Balkonteile. Wenn nur die Gesamtwohnfläche bekannt ist, ziehst du die privaten Zimmerflächen ab.
Sollte die Kaution genauso verteilt werden wie die Miete?
Meist ist das nachvollziehbar, weil die Kaution am Mietverhältnis hängt und der Mietanteil den genutzten Wohnwert abbildet. Wichtig ist aber eine schriftliche interne Vereinbarung, damit beim Auszug klar ist, wer welchen Anteil zurückbekommt.
Was mache ich mit einem Durchgangszimmer oder Balkon?
Solche Besonderheiten lassen sich nicht allein über Quadratmeter lösen. Nutzt den Rechner als Ausgangspunkt und vereinbart danach einen transparenten Zu- oder Abschlag. Wichtig ist, dass dieser Abschlag im Ergebnis dokumentiert und von allen getragen wird.
Wie werden Strom, Internet und Rundfunkbeitrag fair verteilt?
Diese Kosten entstehen meist pro Haushalt oder pro Person, nicht nach Zimmergröße. Deshalb verteilt der Rechner zusätzliche WG-Kosten nach Personen. Bei sehr unterschiedlichem Verbrauch, etwa Homeoffice oder Servern, kann eine separate Verbrauchsregel fairer sein.
Was passiert, wenn eine Person auszieht?
Dann sollte die WG die Rechnung neu machen, weil Personenzahl, Gemeinschaftsanteile und Zusatzkostenanteile wechseln. Auch die Kaution muss intern sauber übergeben werden, besonders wenn ein Nachmieter den Anteil der ausziehenden Person übernimmt.
Ist eine reine Pro-Kopf-Aufteilung falsch?
Nein. Eine reine Pro-Kopf-Aufteilung kann bei ähnlich großen Zimmern und kurzer Mietdauer völlig reichen. Das Modell wird aber schnell unfair, wenn ein Zimmer deutlich größer ist oder zwei Personen ein Zimmer nutzen. Dann zeigt das Flächen- und Personenmodell die Unterschiede besser.
Wie vermeidet eine WG Streit bei der Kostenaufteilung?
Die beste Rechnung hilft wenig, wenn sie nicht besprochen wird. Haltet Gesamtmiete, Zusatzkosten, Flächen, Kaution, Zahlungswege und Auszugsregeln schriftlich fest. So bleibt die Aufteilung nachvollziehbar, wenn sich Kosten oder Bewohner ändern.