Tausendkorngewicht-Gewicht von 1.000 Körnern in Gramm
Saatstärke-Anpassung nach Saattermin
Saattermin
Anpassung
Begründung
Sehr früh (September)
-10 bis -15 %
Mehr Zeit zum Bestocken
Normal (Oktober)
Standardmenge
Optimale Entwicklung
Spät (November)
+10 bis +20 %
Weniger Bestockung
Sehr spät (Dezember)
+20 bis +30 %
Kaum Bestockung, Auswinterung
Bezogen auf Winterweizen. Andere Kulturen ähnlich, aber mit kulturspezifischen Terminen.
Häufig gestellte Fragen zum Saatstärke berechnen
Wie berechne ich die Saatstärke in kg/ha?
Saatstärke (kg/ha) = (Körner/m² × TKG in g) / (Keimfähigkeit × Feldaufgang × 100). Die Formel rechnet die gewünschte Bestandesdichte über das Tausendkorngewicht in eine Gewichtsmenge um und berücksichtigt dabei Verluste durch mangelnde Keimung und schwierige Feldbedingungen.
Was ist der Unterschied zwischen Saatstärke und Aussaatstärke?
Die Begriffe werden oft synonym verwendet. Technisch: Saatstärke (kg/ha) ist die Gewichtsmenge pro Hektar. Aussaatstärke (Körner/m²) ist die Kornzahl pro Fläche. Die Saatstärke in kg/ha wird aus der Aussaatstärke in Körner/m² berechnet.
Welche Saatstärke empfiehlt sich für Wintergerste?
Zielbestand: 280-380 Körner/m². Mehrzeilige Gerste: 280-320 Körner/m². Zweizeilige Gerste: 320-380 Körner/m². In kg/ha: typisch 130-200 kg/ha. Hybridgerste: 180-220 Körner/m² (ca. 30 % weniger als Liniensorten).
Wie wirkt sich der Boden auf die Saatstärke aus?
Leichte Böden (Sand): Höhere Saatstärke (+10-15 %), da schlechterer Feldaufgang und höhere Auswinterungsgefahr. Schwere Böden (Ton): Höhere Saatstärke (+10 %), da Verkrustung den Feldaufgang reduziert. Optimale Böden (Lehm): Standardsaatstärke reicht aus.
Muss ich die Saatstärke bei Nachbausaatgut anpassen?
Ja, Nachbausaatgut hat oft niedrigere Keimfähigkeit (80-90 % statt 92+ %). TKG kann abweichen. Empfehlung: Keimfähigkeit und TKG vor der Aussaat bestimmen lassen. Saatstärke entsprechend anpassen. Kosten für die Untersuchung: ca. 15-25 EUR.
Was sind Körner/m² und wie rechne ich sie in kg/ha um?
Körner/m² ist die Zielbestandesdichte. Umrechnung: kg/ha = Körner/m² × TKG (g) / 100. Beispiel: 350 Körner/m² × 45 g TKG / 100 = 157,5 kg/ha (reine Saatmenge, ohne Verlustausgleich). Mit 85 % Feldaufgang: 157,5 / 0,85 = 185 kg/ha.
Wie genau muss die Drillmaschine eingestellt sein?
Eine Abweichung von ±5 % ist akzeptabel. Mehr als 10 % Abweichung führt zu ungleichmäßigen Beständen. Regelmäßige Abdrehproben (bei Sortenwechsel, neuem Saatgut, nach Reparaturen) sichern die Genauigkeit. GPS-gesteuerte Drillmaschinen erreichen ±2-3 % Genauigkeit.
Was passiert bei zu hoher Saatstärke?
Zu dichte Bestände führen zu: Lager (Umknicken), erhöhtem Krankheitsdruck, dünneren Halmen, kleineren Ähren, höheren Saatgutkosten. Der Mehrertrag durch dichtere Saat ist gering, das Risiko für Ertragsausfälle steigt. Die optimale Saatstärke ist ein Kompromiss.
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
Was passiert mit meinen eingegebenen Daten?
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