Bei verheirateten Paaren erhält jeder Partner die Grundzulage, wenn beide Riester-Verträge haben.
Mindest-Eigenbeitrag für volle Zulage
Vorjahres-Brutto
4 % davon
Eigenanteil (ohne Kinder)
Eigenanteil (2 Kinder ab 2008)
25.000 €
1.000 €
825 €
225 €
40.000 €
1.600 €
1.425 €
825 €
50.000 €
2.000 €
1.825 €
1.225 €
60.000+ €
2.100 € (max)
1.925 €
1.325 €
Mindestbeitrag = 60 €/Jahr. Bei mehr als 2 Kindern sinkt der Eigenanteil entsprechend weiter.
Häufig gestellte Fragen zum Riester-Rechner
Was ist die Riester-Rente?
Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte private Altersvorsorge. Du erhältst Zulagen (Grundzulage + Kinderzulagen) und Steuervorteile auf deine Beiträge. Im Gegenzug ist die Rente im Alter voll steuerpflichtig. Riester-Produkte gibt es als Versicherung, Fondssparplan oder Wohn-Riester.
Wie hoch sind die Riester-Zulagen?
Grundzulage: 175 € pro Person und Jahr. Kinderzulage: 185 € für vor 2008 geborene Kinder, 300 € für ab 2008 geborene Kinder. Berufsstarter-Bonus: Einmalig 200 € für unter 25-Jährige. Volle Zulage nur bei Mindesteigenbeitrag von 4 % des Vorjahresbrutto minus Zulagen.
Wie viel muss ich selbst einzahlen?
Für volle Zulage: 4 % des Vorjahres-Bruttoeinkommens, mindestens 60 €, maximal 2.100 € (inkl. Zulagen). Beispiel: 45.000 € Brutto = 1.800 € Gesamtbeitrag, minus 175 € Zulage = 1.625 € Eigenbeitrag (ca. 135 €/Monat). Bei Kindern reduziert sich der Eigenbeitrag.
Wer profitiert am meisten von Riester?
Besonders lohnend für: Geringverdiener (hohe Zulagen im Verhältnis zum Eigenbeitrag), Familien mit Kindern (300 € Zulage pro Kind), Alleinerziehende (Kind-Zulagen + eigene), Gutverdiener (hoher Steuervorteil). Weniger lohnend für: Kinderlose Durchschnittsverdiener (Alternativen wie ETF oft besser).
Was ist die Günstigerprüfung?
Das Finanzamt prüft automatisch, was für dich besser ist: Zulagen behalten oder Beiträge als Sonderausgaben absetzen (Steuervorteil). Bei hohem Einkommen überwiegt oft der Steuervorteil. Beispiel: 2.100 € Beitrag bei 42 % Steuersatz = 882 € Steuervorteil (statt 175 € Zulage).
Was ist Wohn-Riester?
Wohn-Riester fördert selbstgenutztes Wohneigentum. Du kannst Riester-Guthaben für Hauskauf, Bau oder Tilgung verwenden. Das Guthaben wird auf einem 'Wohnförderkonto' festgehalten und im Alter versteuert. Vorteil: Förderung für Immobilie nutzen. Nachteil: Steuern auf fiktives Kapital im Alter.
Was passiert mit Riester bei Jobwechsel?
Der Riester-Vertrag läuft unabhängig vom Arbeitgeber weiter. Du passt lediglich deinen Eigenbeitrag an das neue Gehalt an. Bei Wechsel ins Ausland oder Selbstständigkeit: Zulageberechtigung prüfen (mittelbar zulagenberechtigt über Partner möglich).
Kann ich mir das Riester-Guthaben auszahlen lassen?
Regulär: Frühestens ab 62 Jahre als lebenslange Rente, max. 30 % als Einmalzahlung. Vorzeitig: Möglich, aber alle Zulagen und Steuervorteile müssen zurückgezahlt werden ('schädliche Verwendung'). Ausnahmen: Wohn-Riester, schwere Krankheit, Kleinstbetragsrente.
Lohnt sich Riester noch?
Für viele ja, aber differenziert betrachten: Vorteile: Garantierte Zulagen, Steuervorteil, Insolvenzschutz. Nachteile: Oft hohe Kosten, geringe Rendite, kompliziert, nachgelagerte Besteuerung. Für Familien mit mehreren Kindern fast immer lohnend. Für Singles oft ETF-Sparplan rentabler.
Was muss ich in der Steuererklärung angeben?
Riester-Beiträge in Anlage AV eintragen. Die Daten werden vom Anbieter elektronisch übermittelt, aber du musst die Anlage trotzdem ausfüllen. Günstigerprüfung erfolgt automatisch. Nach Berechnung sieh, ob Zulage oder Steuervorteil günstiger ist.
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
Was passiert mit meinen eingegebenen Daten?
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