Soll-Wert pro Asset-Gewünschter Betrag nach Rebalancing
P
Portfoliowert-Aktueller Gesamtwert aller Anlagen
w
Gewünschter Anteil-In Prozent
Rebalancing-Beispiel: 60/40-Portfolio
Portfolio mit 100.000 € nach starkem Aktienjahr
Anlageklasse
Ziel
Aktuell
Aktueller Wert
Rebalancing-Aktion
Aktien-ETF
60 %
70 %
77.000 €
Verkaufen: 11.000 €
Anleihen-ETF
40 %
30 %
33.000 €
Kaufen: 11.000 €
Gesamt
100 %
100 %
110.000 €
-
Aktien stiegen stärker als Anleihen → Portfolio ist risikoreicher geworden. Rebalancing stellt Zielallokation wieder her.
Rebalancing-Strategien im Vergleich
Strategie
Häufigkeit
Vorteile
Nachteile
Zeitbasiert (jährlich)
1x/Jahr
Einfach, diszipliniert
Ignoriert Marktbewegungen
Zeitbasiert (quartalsweise)
4x/Jahr
Regelmäßige Kontrolle
Höhere Kosten
Schwellenwert (5 %)
Variabel
Reagiert auf Markt
Mehr Aufwand
Schwellenwert (10 %)
Selten
Niedrige Kosten
Portfolio driftet stärker
Cash-Flow
Bei Einzahlung
Steuerfrei
Bei kleinen Sparraten langsam
Für Privatanleger: Jährliches Rebalancing oder Schwellenwert-Strategie mit 5 % empfohlen.
Häufig gestellte Fragen zum Rebalancing-Rechner
Was ist Rebalancing bei Geldanlagen?
Rebalancing ist die Wiederherstellung der ursprünglichen Portfoliogewichtung. Wenn Aktien stärker steigen als Anleihen, verschiebt sich die Aufteilung. Durch Verkauf der übergewichteten und Kauf der untergewichteten Positionen stelle das Ziel-Verhältnis wieder her.
Warum ist Rebalancing wichtig?
Ohne Rebalancing verändert sich dein Risikoprofil: Ein 60/40-Portfolio (Aktien/Anleihen) kann nach Kursgewinnen zu 70/30 werden – mehr Risiko als gewünscht. Rebalancing hält das Risiko konstant, zwingt zum antizyklischen Handeln (günstig kaufen, teuer verkaufen) und kann die Rendite verbessern.
Wie oft sollte ich mein Portfolio rebalancen?
Gängige Strategien: Zeitbasiert (jährlich, halbjährlich, quartalsweise), Schwellenwert-basiert (bei >5 % Abweichung), Kombination aus beiden. Zu häufiges Rebalancing verursacht Kosten, zu seltenes lässt das Portfolio zu weit driften. Jährlich ist für die meisten Anleger sinnvoll.
Wie funktioniert der Rebalancing-Rechner?
Der Rechner vergleicht deine aktuelle Portfolioverteilung mit der Zielverteilung. Er berechnet, welche Positione kaufen oder verkaufen müssen, um die Zielgewichtung zu erreichen. Optional berücksichtigt er geplante Ein- oder Auszahlungen.
Sollte ich per Kauf/Verkauf oder per Einzahlung rebalancen?
Rebalancing durch Einzahlung (Cash-Flow-Rebalancing) ist steuerlich günstiger, da keine Gewinne realisiert werden. Neue Sparraten fließen in untergewichtete Positionen. Bei größeren Abweichungen oder ohne regelmäßige Einzahlungen ist Verkauf/Kauf nötig.
Welche Kosten entstehen beim Rebalancing?
Kosten: Ordergebühren (bei Brokern mit Gebühren), Spread (Kauf-/Verkaufsspanne), Steuern auf realisierte Gewinne (26,375 % + ggf. Kirchensteuer). Tipp: Günstige Broker nutzen, Rebalancing mit Sparraten kombinieren, Steuerfreibetrag ausnutzen.
Welche Rebalancing-Schwellenwerte sind sinnvoll?
Typische Schwellenwerte: 5 % absolute Abweichung (z. B. 60 % Ziel → Rebalancing bei <55 % oder >65 %). Alternative: 20-25 % relative Abweichung. Zu enge Schwellenwerte erhöhen Kosten, zu weite lassen das Portfolio stark driften.
Beeinflusst Rebalancing die Rendite?
Studien zeigen: Rebalancing kann die risikoadjustierte Rendite verbessern. In trendenden Märkten kann es kurzfristig Rendite kosten (Gewinner werden verkauft). Langfristig profitiert man vom antizyklischen Handeln und der Risikokontrolle.
Wie rebalance ich ein ETF-Portfolio?
Bei ETF-Portfolios: 1. Aktuelle Werte aller ETFs addieren, 2. Soll-Werte nach Zielgewichtung berechnen, 3. Differenz = Kauf oder Verkauf. Bei Sparplänen: Sparraten anpassen, um untergewichtete ETFs aufzufüllen. Der Rechner automatisiert diese Berechnung.
Muss ich auch Rohstoffe und Immobilien rebalancen?
Ja, alle Assetklassen sollten im Ziel-Verhältnis bleiben. Alternative Anlagen (Rohstoffe, REITs, Gold) können stark schwanken und das Portfolio verzerren. Tipp: Vereinfachte Portfolios mit wenigen Positionen sind leichter zu rebalancen.
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
Was passiert mit meinen eingegebenen Daten?
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