Berechne deine Gerichtsfrist je Bundesland ab der Zustellung des Schriftstücks. Mit § 222 ZPO und § 193 BGB, geprüft auf Feiertage, inklusive Erinnerung.
Gerichtliche Frist berechnen
Berechne Tages-, Wochen- und Monatsfristen mit Zustellung, Bundesland, § 222 ZPO, § 193 BGB und Risikostatus.
Fristende und Status
Gerichtliche Frist, Feiertagsverschiebung, Erinnerung und Einordnung
Gib Startpunkt, Fristlänge und geplanten Eingang ein.
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Wie berechnet der Frist-Gericht-Rechner das Fristende?
ƒGerichtliche Ereignisfrist
Fwirksam=Werktag(Start+Frist)
Variablen
Start
Zustellung, Verkündung oder gerichtlicher Fristbeginn-Der Rechner behandelt den angegebenen Tag als auslösendes Ereignis und zählt ab dem Folgetag.
Frist
Fristlänge aus gerichtlichem Schreiben oder Gesetz-Du kannst Tages-, Wochen- und Monatsfristen abbilden. Stundenfristen und Sonderfristen werden nicht modelliert.
§ 222 ZPO
Fristberechnung im Zivilprozess-§ 222 ZPO verweist für die Berechnung auf das BGB und verschiebt Fristenden an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen.
§§ 187, 188 BGB
Beginn und Ende-Bei Ereignisfristen wird der Ereignistag nicht mitgerechnet. Wochen- und Monatsfristen enden am entsprechenden Wochentag oder Kalendertag.
Beispiele für gerichtliche Fristen
Die Tabelle zeigt typische Tages-, Wochen- und Monatsfristen mit Feiertagsprüfung für Nordrhein-Westfalen.
Fall
Start
Frist
Rechnerisch
Angezeigtes Ende
Zweiwöchige richterliche Frist
12.05.2026, Dienstag
2 Wochen
26.05.2026, Dienstag
26.05.2026, Dienstag
Monatsfrist endet an Christi Himmelfahrt
14.04.2026, Dienstag
1 Monat
14.05.2026, Donnerstag
15.05.2026, Freitag
Eintägige Frist mit Wochenende
15.05.2026, Freitag
1 Tag
16.05.2026, Samstag
18.05.2026, Montag
Frist über Jahreswechsel
23.12.2026, Mittwoch
2 Wochen
06.01.2027, Mittwoch
06.01.2027, Mittwoch
Rechtsgrundlagen für das Modell sind § 221 ZPO, § 222 ZPO sowie §§ 187, 188 und 193 BGB. Sondervorschriften gehen vor.
Was der Rechner abbildet und was nicht
Gerichtsfristen sind formal. Der Rechner übernimmt die Kalenderlogik, ersetzt aber nicht die Prüfung des Verfahrensrechts.
Stundenfristen, Rückwärtsfristen und verfahrensspezifische Sonderregeln.
Feiertage
Bundeslandspezifische Feiertage am letzten Fristtag.
Gerichtsinterne Schließzeiten oder besondere elektronische Störungen.
Einreichung
Vergleich mit geplantem Eingangsdatum.
Formwirksamkeit, Signatur, Zuständigkeit und technische Übermittlung.
Verlängerung
Erinnerung und Risikostatus für die berechnete Frist.
Ob eine Frist verlängerbar ist oder bereits bewilligt verlängert wurde.
Häufig gestellte Fragen zum Frist-Gericht-Rechner
Was berechnet der Frist-Gericht-Rechner?
Der Rechner berechnet das Ende einer gerichtlichen Tages-, Wochen- oder Monatsfrist ab Zustellung, Verkündung oder einem selbst eingetragenen Fristbeginn. Er zählt den Ereignistag nicht mit, prüft Wochenende und Feiertage und vergleicht das Ergebnis mit deinem geplanten Eingang bei Gericht.
Welche Rechtsgrundlagen nutzt der Rechner?
Das Modell orientiert sich an § 221 ZPO für den Beginn richterlicher Fristen, § 222 ZPO für die Fristberechnung und den Verweis auf die BGB-Regeln sowie an §§ 187, 188 und 193 BGB für Beginn, Ende und Verschiebung auf den nächsten Werktag.
Warum wird der Tag der Zustellung nicht mitgezählt?
Bei einer Frist, die durch ein Ereignis ausgelöst wird, wird der Tag des Ereignisses nach § 187 Abs. 1 BGB nicht mitgerechnet. Wenn ein gerichtliches Schreiben am Dienstag zugestellt wird, läuft die Zählung deshalb praktisch ab Mittwoch, sofern keine Sonderregel etwas anderes vorgibt.
Was passiert, wenn das Fristende auf Samstag oder Sonntag fällt?
Fällt der letzte Tag auf einen Samstag, Sonntag oder einen am maßgeblichen Ort staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag, zeigt der Rechner den nächsten Werktag an. Diese Verschiebung folgt für gerichtliche Fristen aus § 222 ZPO und § 193 BGB.
Warum muss ich das Bundesland auswählen?
Nicht jeder Feiertag gilt in allen Bundesländern. Für die Verschiebung des letzten Fristtags ist der maßgebliche Fristort wichtig. Das Bundesland hilft dem Rechner, regionale Feiertage wie Fronleichnam oder Allerheiligen korrekt zu berücksichtigen.
Kann ich auch Notfristen berechnen?
Du kannst die Kalenderlogik einer Notfrist abbilden, wenn du Start und Fristlänge sicher kennst. Ob es sich um eine Notfrist handelt, ob sie verlängerbar ist und welche Form für den fristgerechten Eingang gilt, entscheidet der Rechner aber nicht.
Wann beginnt eine richterliche Frist?
Nach § 221 ZPO beginnt eine richterliche Frist grundsätzlich mit der Zustellung des Dokuments, in dem sie festgesetzt ist. Wenn keine Zustellung erforderlich ist, kann die Verkündung maßgeblich sein. Das Gericht kann im Einzelfall aber etwas anderes bestimmen.
Reicht es, ein Schreiben am letzten Tag abzusenden?
In der Regel zählt bei gerichtlichen Fristsachen der rechtzeitige Eingang beim zuständigen Gericht, nicht die Absendung. Besonders bei Post, Fax, elektronischem Rechtsverkehr oder beA solltest du Puffer und einen belastbaren Eingangsnachweis einplanen.
Was ist bei Monatsfristen am Monatsende wichtig?
Monatsfristen enden grundsätzlich an dem Kalendertag des Zielmonats, der dem auslösenden Ereignistag entspricht. Gibt es diesen Tag im Zielmonat nicht, endet die Frist mit Ablauf des letzten Tages dieses Monats. Danach wird noch die Wochenend- und Feiertagsregel geprüft.
Ersetzt das Ergebnis eine rechtliche Prüfung?
Nein. Der Rechner ist eine Kalenderhilfe für häufige gerichtliche Fristkonstellationen. Er prüft keine Zustellungsmängel, keine Wiedereinsetzung, keine Formwirksamkeit, keine Zuständigkeit und keine Sondervorschriften aus anderen Verfahrensordnungen.