Der TMS kann die Abiturnote um bis zu 0,8 verbessern
TMS-Ergebnis richtig einordnen
Welche Angaben für die hochschulspezifische Bewertung nötig sind
Angabe
Bedeutung
Was du prüfen musst
Prozentrang
Anteil der Teilnehmenden mit niedrigerem oder gleichem Ergebnis
Welche Punktestufe die konkrete Hochschule vergibt
Standardwert
Normierter Testwert des TMS
Ob die Hochschule Standardwert oder Prozentrang verlangt
Abiturnote
Hochschulzugangsberechtigung
Gewichtung und Umrechnung im aktuellen AdH
Zusatzqualifikation
Zum Beispiel Ausbildung oder Dienst
Anerkennung, Mindestdauer und Nachweise
Auswahlgrenze
Letzter zugelassener Rang eines vergangenen Verfahrens
Semester, Quote und Hochschule exakt zuordnen
Quelle: aktuelle AdH- und ZEQ-Dokumente im Download-Bereich von Hochschulstart. Es gibt keine universelle TMS-Bewertung.
TMS-Bonus nach Universität
Wie stark verbessert der TMS die Abiturnote
Universität
Max. Bonus
Bei 90 %
Bei 70 %
Bei 50 %
Heidelberg
0,8
0,6
0,4
0,2
Tübingen
0,8
0,6
0,4
0,2
Freiburg
0,7
0,5
0,35
0,18
München LMU
0,6
0,45
0,3
0,15
Köln
0,6
0,45
0,3
0,15
Berlin Charité
0,5
0,38
0,25
0,13
Hamburg
0,5
0,38
0,25
0,13
Bonus wird von der Abiturnote abgezogen (kleinere Note = besser)
Häufig gestellte Fragen zum TMS-Rechner
Was ist der TMS (Test für Medizinische Studiengänge)?
Der TMS ist ein freiwilliger Studierfähigkeitstest für Medizin, Zahnmedizin und verwandte Studiengänge. Er prüft kognitive Fähigkeiten und wird von vielen Hochschulen zur Studienplatzvergabe genutzt. Ein gutes Ergebnis kann die Abiturnote um bis zu 0,8 verbessern.
Wie wird das TMS-Ergebnis berechnet?
Die Rohpunkte jedes Untertests werden in Prozentränge umgerechnet. Der Gesamtwert ist der gewichtete Durchschnitt aller Untertests. Das Ergebnis wird als Prozentrang (0-100) und Standardwert (70-130) angegeben.
Je nach Hochschule kann ein sehr gutes TMS-Ergebnis (Prozentrang 90+) die Note um bis zu 0,8 verbessern. Bei Prozentrang 80 etwa 0,5-0,6 Verbesserung. Jede Uni hat eigene Gewichtungen, informiere dich auf den Hochschulwebseiten.
Wie oft kann ich den TMS machen?
Der TMS kann seit der Reform mehrfach abgelegt werden, das beste Ergebnis zählt. Deshalb ist eine gründliche Vorbereitung trotzdem wichtig. Der Test findet inzwischen zweimal jährlich statt, im Frühjahr und im Herbst.
Wie kann ich mich auf den TMS vorbereiten?
Empfohlen: 2-3 Monate Vorbereitung mit Übungsbüchern, Online-Simulationen und Originalaufgaben. Trainiere besonders visuelle Tests (Schlauchfiguren, Muster) und übe unter Zeitdruck. Kurse können helfen, sind aber nicht zwingend nötig.
Was ist ein guter TMS-Prozentrang?
Prozentrang 90+ ist sehr gut und bringt maximale Notenverbesserung. 75-89 ist gut und hilft deutlich. 50-74 ist durchschnittlich mit geringem Bonus. Unter 50 bringt meist keinen Vorteil oder kann sogar schaden, falls die Uni das Ergebnis berücksichtigt.
Welche Unis berücksichtigen den TMS?
Fast alle staatlichen Medizin-Fakultäten nutzen den TMS im AdH (Auswahlverfahren der Hochschulen). Heidelberg, Tübingen, Freiburg und viele andere gewichten ihn stark. Die genauen Quoten variieren, aktuelle Listen bei hochschulstart.de.
Wann findet der TMS statt?
Der TMS findet inzwischen zweimal jährlich statt, im Frühjahr und im Herbst (jeweils meist an einem Samstag). Anmeldung über tms-info.org. Kosten: ca. 100 €. Der Test dauert einen ganzen Tag (ca. 9-17 Uhr). Testorte gibt es deutschlandweit.
Was passiert wenn ich beim TMS krank bin?
Bei Krankheit am Testtag mit ärztlichem Attest wird die Anmeldung in der Regel erstattet, und du kannst zu einem späteren Termin erneut antreten. Überlege dennoch gut, ob du wirklich optimal vorbereitet bist.
Welche Werte brauche ich für den TMS-Rechner?
Relevant sind dein TMS-Prozentrang, der Standardwert, deine Abiturnote und die Gewichtung der gewünschten Hochschule. Viele Hochschulen rechnen nicht direkt mit Rohpunkten, sondern mit Prozenträngen oder Bonusmodellen. Deshalb muss das Auswahlmodell der konkreten Uni beachtet werden.
Warum reicht ein guter TMS allein nicht immer aus?
Der TMS ist meist nur ein Teil des Auswahlverfahrens. Abiturnote, Berufsausbildung, Dienst, Auswahlgespräche oder hochschuleigene Kriterien können zusätzlich zählen. Ein sehr guter TMS verbessert die Chancen deutlich, ersetzt aber nicht automatisch alle anderen Auswahlkriterien.