Total Addressable Market-Gesamter theoretischer Markt
fSAM
SAM-Faktor-Anteil des erreichbaren Marktes (0-1)
fMA
Marktanteil-Realistisch erreichbarer Anteil (0-1)
TAM/SAM/SOM: Typische Verhältnisse
Marktebene
Beschreibung
Typischer Anteil
TAM
Gesamter theoretischer Markt
100 %
SAM
Erreichbarer Markt (Region, Segment)
10-40 % des TAM
SOM (Jahr 1)
Realistisch erreichbar
0,5-2 % des SAM
SOM (Jahr 3)
Nach Marktetablierung
2-5 % des SAM
SOM (Jahr 5)
Reifere Phase
5-15 % des SAM
Werte variieren stark nach Branche, Wettbewerb und Geschäftsmodell.
Häufig gestellte Fragen zum SAM-Rechner
Was ist TAM, SAM und SOM?
TAM (Total Addressable Market): Der gesamte theoretische Markt. SAM (Serviceable Addressable Market): Der Teil des TAM, den du mit deinem Produkt/Service bedienen kannst. SOM (Serviceable Obtainable Market): Der Teil des SAM, den du realistisch erobern kannst. Typisch: SOM = 1-5 % des SAM in den ersten Jahren.
Wie berechne ich den TAM?
Top-Down: Branchenstatistiken × relevanter Anteil. Bottom-Up: Anzahl potentieller Kunden × Durchschnittsumsatz pro Kunde. Wertbasiert: Wie viel würden Kunden für die Lösung zahlen? Beispiel Bottom-Up: 50.000 potentielle Unternehmen × 10.000 €/Jahr = 500 Mio. EUR TAM.
Wie bestimme ich den SAM?
SAM = TAM gefiltert nach: Geografische Reichweite, Sprachversionen, Preissegment, technische Kompatibilität, Vertriebskanäle. Beispiel: TAM 500 Mio. EUR, nur DACH-Region (20 %) = SAM 100 Mio. EUR. Der SAM ist der Markt, den du mit deinen aktuellen Ressourcen bedienen könntest.
Wie schätze ich den SOM realistisch?
SOM berücksichtigt: Wettbewerb, Marktanteilsziele, Marketing-Budget, Vertriebskapazitäten. Typisch für Startups: Jahr 1: 0,5-2 % des SAM. Jahr 3: 2-5 %. Jahr 5: 5-15 %. Etablierte Unternehmen können höhere Anteile anstreben.
Wofür brauche ich eine Marktanalyse?
Investorenpräsentationen (Pitch Deck), Businessplan, Strategische Planung, Produktentwicklung, Markteintrittsstrategie. Investoren achten besonders auf den SOM als realistischen Umsatzindikator. Der TAM zeigt das langfristige Potential.
Was ist der Unterschied zwischen Top-Down und Bottom-Up Analyse?
Top-Down: Beginnt mit Gesamtmarkt und filtert nach unten. Schnell, aber weniger genau. Gut für erste Schätzungen. Bottom-Up: Beginnt mit einzelnen Kunden und hochrechnet. Aufwendiger, aber genauer und glaubwürdiger für Investoren. Idealerweise beide Ansätze vergleichen.
Welche Datenquellen nutze ich für die Marktanalyse?
Statistisches Bundesamt, Eurostat, Branchenverbände, Marktforschungsinstitute (Statista, Gartner, IDC), Wettbewerber-Geschäftsberichte, IHK-Branchenreports, Google Trends, LinkedIn Sales Navigator. Kostenlose Quellen reichen oft für erste Schätzungen.
Wie präsentiere ich TAM/SAM/SOM im Pitch Deck?
Kreisdiagramm (Bullseye) mit drei konzentrischen Kreisen. TAM außen (größter Kreis), SAM mittig, SOM innen. Beträge in EUR oder USD. Bottom-Up-Herleitung zeigen. Wachstumsraten angeben. Zeitrahmen für SOM-Erreichung nennen (3-5 Jahre). Quellen angeben.
Wie groß sollte der Markt für Investoren sein?
VC-Investoren suchen typischerweise: TAM > 1 Mrd. EUR (für Venture-Scale Returns). SAM > 100 Mio. EUR. SOM > 10 Mio. EUR innerhalb von 5 Jahren. Für kleinere Finanzierungen oder Bootstrapping können die Märkte kleiner sein.
Welche Marktdaten braucht der SAM-Rechner?
Relevant sind TAM, Zielregion, Zielgruppe, erreichbare Vertriebskanäle, Preisniveau und Einschränkungen durch Produkt, Sprache oder Regulierung.
Warum sollte SAM nicht einfach ein Prozent vom TAM sein?
Ein belastbarer SAM entsteht aus erreichbaren Kundensegmenten und realen Kaufkriterien. Pauschale Prozentwerte wirken im Businessplan schnell unglaubwürdig.