Theoretische Werte bei konstanter Ladeleistung. Reale Zeiten können durch BMS-Begrenzung abweichen.
Häufig gestellte Fragen zum Ladedauer berechnen
Wie berechne ich die Ladezeit für ein Elektroauto?
Ladedauer = (Akkukapazität * (Ziel-SoC - Start-SoC) / 100) / Ladeleistung. Beispiel: 60 kWh Akku, von 10 % auf 80 % an 11-kW-Wallbox: (60 * 70/100) / 11 = 3,82 Stunden (ca. 3 h 49 min). Die tatsächliche Ladezeit kann durch Temperatur und Lademanagement (BMS) abweichen.
Warum ist Schnellladen nicht linear?
Die Ladeleistung nimmt ab ca. 80 % SoC (State of Charge) stark ab, da das Batterie-Management-System die Ladeleistung zum Schutz der Zellen reduziert. Daher ist Laden von 10-80 % deutlich schneller als von 80-100 %. Die letzten 20 % können so lange dauern wie die ersten 70 %. Deshalb ist die Angabe '10-80 %' bei Schnellladern üblich.
Welche Ladeleistungen gibt es für Elektroautos?
Haushaltssteckdose: 2,3 kW (ca. 10 km/h Reichweite). Wallbox einphasig: 3,7 kW. Wallbox dreiphasig: 11 kW (Standard) oder 22 kW. DC-Schnelllader: 50 kW (CCS), 150 kW (HPC), 250-350 kW (Tesla Supercharger, Ionity). Die maximale Ladeleistung hängt vom Fahrzeug und vom Ladepunkt ab.
Was ist der Unterschied zwischen AC- und DC-Laden?
AC-Laden (Wechselstrom): Der Onboard-Charger im Auto wandelt AC in DC um. Begrenzt durch die Charger-Leistung (typisch 11-22 kW). Für Zuhause und Arbeitsplatz. DC-Laden (Gleichstrom): Der Schnelllader wandelt AC in DC um und speist direkt in die Batterie. Höhere Leistung möglich (50-350 kW). Für unterwegs an der Autobahn.
Wie berechne ich die Ladezeit für ein Smartphone?
Beispiel: 5.000 mAh Akku, 3,7 V Nennspannung, 18 W Ladegerät. Energieinhalt: 5.000 * 3,7 / 1.000 = 18,5 Wh. Ladestrom: 18 W / 5 V = 3,6 A. Ladezeit (theoretisch): 5.000 / 3.600 = 1,39 h (ca. 1 h 23 min). In der Praxis ca. 20-30 % länger durch Wärmeverluste und CC/CV-Ladeverfahren.
Was ist das CC/CV-Ladeverfahren?
CC/CV (Constant Current / Constant Voltage) ist das Standard-Ladeverfahren für Lithium-Ionen-Akkus: Phase 1 (CC): Konstanter Strom bis zur Spannungsgrenze (z. B. 4,2 V pro Zelle). Phase 2 (CV): Konstante Spannung, der Strom nimmt ab. Die CC-Phase lädt ca. 80 %, die CV-Phase die restlichen 20 %. Deshalb wird die Ladung gegen Ende langsamer.
Welche Faktoren beeinflussen die reale Ladezeit?
Temperatur (optimal: 20-25 °C, bei Kälte deutlich langsamer), Ladestand (ab 80 % wird gedrosselt), Alterung des Akkus, Netzspannung und Stromqualität, gleichzeitige Nutzung während des Ladens, Akkutemperaturmanagement (Vorkonditionierung bei EVs). Bei Kälte (-10 °C) kann sich die Ladezeit verdoppeln.
Schadet schnelles Laden dem Akku?
Schnellladen beschleunigt die Degradation leicht, die Hersteller begrenzen daher die Ladeleistung temperaturabhängig. Tipps: Nicht regelmäßig auf 100 % laden (80 % reicht oft), extreme Temperaturen vermeiden, den Akku nicht unter 10 % fallen lassen, Schnellladen nur wenn nötig. Moderne BMS schützen den Akku aktiv vor Schäden.
Welche Werte braucht die Ladedauer-Berechnung?
Du brauchst Akkukapazität, Ladeleistung, Wirkungsgrad, Start- und Ziel-Ladestand. Die volle Nennleistung liegt meist nicht über den gesamten Ladevorgang an.
Warum ist die reale Ladezeit oft länger?
Ladekurve, Temperatur, Batteriemanagement, Netzteilbegrenzung und Balancing bremsen besonders nahe 100 %. Der Rechner ist daher eine Näherung.