Bildwinkel-Horizontaler, vertikaler oder diagonaler Bildwinkel in Grad.
d
Sensorgröße-Sensorbreite, Sensorhöhe oder Sensordiagonale in Millimetern.
f
Brennweite-Physische Brennweite des Objektivs in Millimetern.
Sensorformate und Crop-Faktor
Der Crop-Faktor zeigt, wie stark ein Sensor den Bildwinkel gegenüber Vollformat verengt.
Sensorformat
Sensorgröße
Crop-Faktor
Diagonal bei 50 mm
Vollformat (36 x 24 mm)
36,00 x 24,00 mm
1,00x
46,8°
APS-C Canon (22,3 x 14,9 mm)
22,30 x 14,90 mm
1,61x
30,0°
APS-C Nikon/Sony (23,5 x 15,6 mm)
23,50 x 15,60 mm
1,53x
31,5°
Micro Four Thirds (17,3 x 13 mm)
17,30 x 13,00 mm
2,00x
24,4°
1-Zoll-Sensor (13,2 x 8,8 mm)
13,20 x 8,80 mm
2,73x
18,0°
1/2,3-Zoll-Sensor (6,17 x 4,55 mm)
6,17 x 4,55 mm
5,64x
8,8°
Crop-Faktor und Bildwinkel sind rechnerische Vergleichswerte. Objektivverzeichnung ist nicht enthalten.
Brennweitenklassen am Vollformat
Die Klassen helfen, den berechneten Bildwinkel praktisch einzuordnen.
Klasse
KB-Äquivalent
Typische Wirkung
Ultraweitwinkel
bis 24 mm
Sehr breiter Bildwinkel, starke Nähe und sichtbare Randdehnung.
Weitwinkel
25-35 mm
Viel Umgebung im Bild, gut für Reportage, Räume und Landschaft.
Normalbereich
36-70 mm
Ruhiger Bildwinkel, Motive wirken weniger verzerrt.
Telebereich
71-135 mm
Engerer Ausschnitt, mehr Abstand zum Motiv, komprimierte Wirkung.
Supertele
über 135 mm
Sehr kleiner Ausschnitt für Sport, Tiere und weit entfernte Details.
Die Grenzen sind praktische Fotografie-Kategorien. Entscheidend ist immer das KB-Äquivalent.
Planungsbeispiele
Die Beispiele zeigen, wie stark Sensorformat, Brennweite und Abstand zusammenhängen.
Fall
Eingaben
Ergebnis
Einordnung
Vollformat normal
50 mm bei 10 m Abstand
39,6°, 7,20 m Breite
Natürlicher Bildwinkel mit gut planbarer Motivabdeckung.
APS-C mit 50 mm
APS-C Nikon/Sony, 50 mm bei 10 m
77 mm, 4,70 m Breite
Der kleinere Sensor macht den Ausschnitt deutlich enger.
Überwachung planen
35 mm, gewünschte Bildbreite 6 m
5,83 m Abstand
Die Kamera muss weit genug entfernt montiert werden, um die Breite abzudecken.
Der Rechner nutzt ideale Lochkamera-Geometrie. Starke Weitwinkelobjektive können durch Verzeichnung abweichen.
Häufig gestellte Fragen zum FOV-Rechner
Was berechnet der FOV-Rechner genau?
Der Rechner berechnet den Bildwinkel einer Kamera aus Sensorgröße und Brennweite. Zusätzlich zeigt er, welche Bildbreite und Bildhöhe bei einem bestimmten Motivabstand erfasst werden. Du kannst auch rückwärts rechnen, welcher Abstand oder welche Brennweite für eine gewünschte Bildbreite nötig ist.
Warum sind horizontaler, vertikaler und diagonaler Bildwinkel verschieden?
Ein Sensor hat Breite, Höhe und Diagonale. Jede dieser Größen ergibt mit derselben Brennweite einen anderen Winkel. Der diagonale Bildwinkel ist am größten, der vertikale im Querformat am kleinsten. Für Überwachung und Bildausschnitt ist meist der horizontale Wert entscheidend.
Was bedeutet der Crop-Faktor im Ergebnis?
Der Crop-Faktor vergleicht die Sensordiagonale mit Vollformat. Ein kleinerer Sensor nutzt bei gleicher Brennweite einen kleineren Bildkreis und zeigt deshalb einen engeren Ausschnitt. Das KB-Äquivalent übersetzt diese Wirkung in eine vergleichbare Vollformat-Brennweite.
Warum ist die physische Brennweite trotzdem wichtig?
Die Brennweite auf dem Objektiv ändert sich durch den Sensor nicht. Ein 50-mm-Objektiv bleibt optisch ein 50-mm-Objektiv. Der kleinere Sensor schneidet nur einen engeren Bereich aus dem Bildkreis heraus. Deshalb trennt der Rechner Brennweite, Crop-Faktor und KB-Äquivalent.
Wie nutze ich den Rechner für Überwachungskameras?
Wähle das Sensorformat, gib die Brennweite ein und nutze den Montageabstand. Die berechnete Bildbreite zeigt, welcher Bereich abgedeckt wird. Für Identifikation reicht Abdeckung allein nicht aus, weil Auflösung, Montagehöhe, Blickwinkel und Licht ebenfalls entscheidend sind.
Wann ist der Modus Abstand sinnvoll?
Der Abstand-Modus ist sinnvoll, wenn du eine feste Brennweite hast und eine bestimmte Breite erfassen willst. Der Rechner zeigt, wie weit Kamera und Motiv auseinanderliegen müssen. Das hilft bei kleinen Räumen, Werkbänken, Einfahrten und festen Montagepunkten.
Wann ist der Modus Brennweite sinnvoll?
Der Brennweiten-Modus passt, wenn der Abstand feststeht und du wissen willst, welche Brennweite eine gewünschte Bildbreite abbildet. Das ist hilfreich bei Objektivwahl, Produktfotos, Streaming-Setups und Kameras, bei denen du nur den Standort ändern kannst.
Warum kann ein echtes Objektiv vom berechneten FOV abweichen?
Der Rechner verwendet die geometrische Idealisierung ohne Objektivverzeichnung. Besonders Ultraweitwinkel und Actionkameras können deutlich tonnenförmig verzeichnen. Hersteller geben außerdem manchmal gerundete Brennweiten oder diagonale statt horizontale Winkel an.
Welches Sensorformat sollte ich bei Smartphones wählen?
Viele Smartphones nutzen kleine Sensoren und geben Brennweiten oft als KB-Äquivalent an. Wenn du nur das Äquivalent kennst, ist Vollformat als Vergleich besser. Wenn du die echte Sensorgröße und echte Brennweite aus Datenblatt oder EXIF hast, nutze eigene Sensorgröße.
Wie prüfe ich das Ergebnis praktisch?
Markiere vor Ort eine bekannte Breite oder nutze ein Testbild mit Maßstab. Vergleiche dann, ob die Kamera bei der geplanten Entfernung den Bereich vollständig erfasst. Bei sicherheitskritischer Montage solltest du zusätzlich Randbereiche, Verzerrung und Detailauflösung prüfen.