Für reale Wasserförderung zusätzlich Druckverluste, Höhenunterschiede und Reserven prüfen.
Häufig gestellte Fragen zum FD-Nummer-Rechner
Was berechnet der FD-Nummer-Rechner?
Der Rechner schätzt den Förderstrom einer ausgewählten Feuerwehrarmatur aus Referenzförderstrom, Fließdruck, Anzahl Rohre und Einsatzdauer. Das Ergebnis hilft bei Ausbildung, Plausibilitätsprüfung und Wasserbedarfsplanung. Es ersetzt keine Einsatzentscheidung, keine Herstellerangabe und keine Prüfung nach Dienstvorschrift.
Warum nutzt der Rechner Referenzwerte statt nur die Nennweite?
Die Nennweite allein beschreibt nur eine geometrische Größe. Der tatsächlich nutzbare Förderstrom hängt zusätzlich von Strahlrohr, Mundstück, Druck, Schlauchstrecke und Armaturen ab. Deshalb arbeitet der Rechner mit Armatur-Presets und skaliert diesen Richtwert über den eingegebenen Fließdruck.
Was ist der Unterschied zwischen Fließdruck und Pumpenausgangsdruck?
Der Fließdruck ist der Druck an der wasserabgebenden Armatur während Wasser fließt. Der Pumpenausgangsdruck liegt davor und muss Reibungsverluste, Höhenunterschiede und Armaturenverluste mit abdecken. Wenn du den Pumpenausgangsdruck einträgst, wird die Abgabe am Rohr meist überschätzt.
Warum steigt der Durchfluss nicht linear mit dem Druck?
Bei einer festen Öffnung folgt der Volumenstrom näherungsweise der Quadratwurzel des Druckverhältnisses. Eine Verdopplung des Drucks bedeutet deshalb nicht den doppelten Förderstrom, sondern ungefähr den 1,41-fachen Förderstrom. Gleichzeitig steigen Belastung und Druckverluste in der Leitung.
Welche Werte sollte ich für C 42 und C 52 verwenden?
Nutze möglichst die Werte aus Ausbildung, Herstellerdaten oder örtlicher Beladung. Der Rechner bietet C 42 mit 130 l/min und C 52 mit 200 l/min als nachvollziehbare Richtwerte bei 5 bar an. Wenn bei euch andere Hohlstrahlrohre, Mundstücke oder Durchflussstellungen genutzt werden, ist die lokale Vorgabe wichtiger.
Kann ich damit eine lange Schlauchstrecke auslegen?
Nur teilweise. Der Rechner zeigt die Abgabe an der Armatur und den Wasserbedarf. Für lange Schlauchstrecken brauchst du zusätzlich Reibungsverluste, Schlauchlängen, Höhendifferenzen, Pumpenabstände, Reserven und die verfügbare Löschwassermenge. Diese Punkte gehören in eine eigene Wasserförderungsrechnung.
Warum ist die Einsatzdauer im Rechner enthalten?
Der Förderstrom allein sagt noch nicht, ob ein Tank, Hydrant oder offenes Gewässer für die geplante Abgabe reicht. Erst Förderstrom mal Einsatzdauer ergibt den Wasserbedarf in Litern. So wird sichtbar, ob eine kurze hohe Abgabe oder eine längere moderate Abgabe kritischer ist.
Was bedeutet die FD-Kennung im Ergebnis?
Die Kennung fasst die gewählte Kupplungs- oder Armaturgröße mit dem eingegebenen Fließdruck zusammen, zum Beispiel C 42 bei 6 bar. Gedacht ist sie als lesbare Einsatz- und Ausbildungsnotiz. Eine neue Normbezeichnung ist das nicht und die genaue Bezeichnung auf Armatur oder Schlauch bleibt maßgeblich.
Warum sind Hohlstrahlrohre nicht als eigene Liste enthalten?
Hohlstrahlrohre haben je nach Modell einstellbare oder geregelte Durchflussbereiche. Ein allgemeiner Rechner würde diese Vielfalt schnell falsch vereinfachen. Nutze für Hohlstrahlrohre den Preset, der eurer eingestellten Literleistung am nächsten kommt, oder rechne mit den Herstellerdaten separat nach.
Wann ist das Ergebnis nicht belastbar genug?
Nicht belastbar genug ist es bei realer Einsatzleitung, Beschaffung, Geräteprüfung, Objektplanung oder kritischer Löschwasserversorgung. Dort zählen Normen, Herstellerdaten, Feuerwehr-Dienstvorschriften, örtliche Hydrantendaten und Messungen. Der Rechner ist bewusst eine transparente Überschlagsrechnung.