Berechne den Ertrag deiner Fassaden-PV aus Fläche, Belegungsgrad und Modulleistung. Inklusive Ausrichtung, Eigenverbrauch und geschätzter Amortisation.
Fassaden-PV-Ertrag berechnen
Berechne Leistung, Ertrag, Eigenverbrauch und Amortisation einer Photovoltaik-Fassade.
Ertrag und Amortisation
Gib Fassadenfläche, Verluste und Kosten ein
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Wie berechnet der Fassaden-PV-Rechner Ertrag und Wirtschaftlichkeit?
ƒFassaden-PV-Jahresertrag
E=A⋅n⋅1000d⋅Y⋅(1−s)
Variablen
E
Jahresertrag-Erwarteter Stromertrag der belegten Fassadenfläche nach Ausrichtung, Schatten und Systemverlusten.
A
Fassadenfläche-Bruttofläche der Fassade, die grundsätzlich für Module infrage kommt.
n
Belegungsgrad-Anteil der Fassade, der nach Fenstern, Rändern, Brandschutzabständen und Unterkonstruktion nutzbar bleibt.
d
Leistungsdichte-Installierbare Modulleistung je Quadratmeter belegter Fassadenfläche.
Y
Spezifischer Fassadenertrag-Erwartete Kilowattstunden je kWp vor den separaten Verlustannahmen.
s
Verlustfaktor-Kombinierter Abschlag für Ausrichtung, Verschattung und Systemverluste.
Fassaden-PV nach Ausrichtung, Eigenverbrauch und Kosten
Die Tabelle zeigt, welche Annahmen den Jahresvorteil einer Fassadenanlage am stärksten verändern.
Szenario
Leistung
Jahresertrag
Netto-Jahresvorteil
Dynamische Amortisation
Basisszenario
4,41 kWp
2.127 kWh
448,97 €
14,01 Jahre
Bessere Ausrichtung und wenig Schatten
4,41 kWp
2.508 kWh
550,87 €
11,68 Jahre
Hoher Direktverbrauch
4,41 kWp
2.127 kWh
573,63 €
11,18 Jahre
Teure Fassadenintegration
4,41 kWp
2.127 kWh
448,97 €
19,98 Jahre
Fassaden-PV ist besonders sensibel für Montagekosten, Verschattung und Lastprofil. Die Tabelle ersetzt keine technische Fassadenplanung.
Ertragshebel bei vertikaler Photovoltaik
Bei Fassadenanlagen zählt nicht nur die Fläche. Vertikale Montage verschiebt den Ertrag oft stärker in Morgen, Abend und Winter.
Hebel
Wert im Basisszenario
Einordnung
Verwendbare Fassadenfläche
21,0 m²
Fenster, Ränder, Unterkonstruktion und Wartungswege reduzieren die Bruttofläche
Kombinierte Verluste
33 %
Ausrichtung, Verschattung und Technikverluste werden als separater Abschlag betrachtet
Spezifischer Ertrag nach Verlusten
482 kWh/kWp
Zeigt, wie viel Ertrag je kWp nach der Fassadenkorrektur übrig bleibt
Eigenverbrauchsquote Jahr 1
65 %
Direkt genutzter Strom trägt meist mehr als eingespeister Überschuss
Eine vertikale Anlage kann trotz niedrigerem Jahresertrag zum Lastprofil passen, wenn sie in Zeiten mit Verbrauch liefert.
Häufig gestellte Fragen zum Fassaden-PV-Rechner
Was berechnet der Fassaden-PV-Rechner?
Der Rechner schätzt, wie viel Strom eine Photovoltaikanlage an einer Fassade erzeugen kann und welchen wirtschaftlichen Wert dieser Strom hat. Dafür kombiniert er Fassadenfläche, Belegungsgrad, Leistungsdichte, spezifischen Ertrag, Verluste, Eigenverbrauch, Strompreis, Einspeisewert, Betriebskosten und Investition.
Warum rechnet der Rechner mit Belegungsgrad statt nur mit Fassadenfläche?
Die gesamte Fassade ist selten vollständig belegbar. Fenster, Ränder, Unterkonstruktion, Brandschutzabstände, Wartungsflächen und architektonische Vorgaben reduzieren die nutzbare Fläche. Der Belegungsgrad trennt die sichtbare Bruttofläche von der tatsächlich belegten Modulfläche.
Warum ist Fassaden-PV oft ertragsärmer als Dach-PV?
Vertikale Module bekommen im Jahresmittel häufig weniger direkte Einstrahlung als gut geneigte Dachmodule. Dafür kann die Fassade zu anderen Tages- und Jahreszeiten liefern. Der Rechner bewertet deshalb nicht nur den Jahresertrag, sondern auch Eigenverbrauch, Preisannahmen und Amortisation.
Wie wähle ich den spezifischen Fassadenertrag?
Der spezifische Ertrag sollte zur Region, Himmelsrichtung, Modulneigung und Fassadensituation passen. Wenn du nur Dachwerte kennst, setze für eine vertikale Fassade einen konservativeren Wert an und nutze die Verlustfelder nicht doppelt für dieselbe Ursache.
Welche Verluste gehören in Ausrichtung, Verschattung und Systemverluste?
Ausrichtungsverlust beschreibt die Abweichung vom günstigen Einstrahlungsprofil. Verschattung umfasst Nachbargebäude, Balkone, Bäume und Vorsprünge. Systemverluste decken Wechselrichter, Kabel, Temperatur, Mismatch und sonstige technische Verluste ab.
Warum kann Eigenverbrauch bei Fassaden-PV besonders wichtig sein?
Der finanzielle Wert einer Kilowattstunde hängt stark davon ab, ob sie Netzstrom ersetzt oder nur eingespeist wird. Fassaden-PV kann wirtschaftlich interessanter werden, wenn sie Strom zu Zeiten liefert, in denen im Gebäude tatsächlich Verbrauch vorhanden ist.
Was gehört in die Investition einer Fassadenanlage?
In die Investition gehören Module, Wechselrichter, Unterkonstruktion, Fassadenbefestigung, Kabelwege, Planung, Gerüst, Elektroarbeiten, Anmeldung und mögliche Arbeiten an der Gebäudehülle. Bei gebäudeintegrierten Lösungen können auch Fassadenmaterial und Optik Teil der Kosten sein.
Wann ist eine Fassadenanlage trotz langer Amortisation sinnvoll?
Eine längere Amortisation kann akzeptabel sein, wenn die Anlage ohnehin Teil einer Sanierung ist, Dachflächen fehlen, Winterstrom wichtig ist oder gestalterische Ziele eine Rolle spielen. Der Rechner zeigt den wirtschaftlichen Teil, nicht den gesamten Gebäude- oder Designnutzen.
Warum fragt der Rechner nach Degradation und Strompreissteigerung?
Module verlieren über die Jahre etwas Leistung, während der Wert selbst verbrauchten Stroms mit dem Strompreis steigen kann. Die dynamische Amortisation berücksichtigt beide Effekte und ist deshalb aussagekräftiger als eine reine Division von Investition durch den ersten Jahresvorteil.
Ersetzt der Fassaden-PV-Rechner eine Fachplanung?
Nein. Der Rechner ist eine wirtschaftliche Vorprüfung. Fassadenlasten, Wind, Brandschutz, Befestigung, Feuchte, Hinterlüftung, Netzanschluss, Zählerschrank und lokale Genehmigungsfragen müssen separat durch geeignete Fachleute geprüft werden.