Dachfläche-Angeschlossene, tatsächlich entwässerte Dachfläche in Quadratmetern.
R
Jahresniederschlag-Niederschlag am Standort in Millimetern pro Jahr.
c
Abflussbeiwert-Anteil des Regens, der je nach Dachart in der Zisterne ankommt.
B
Täglicher Bedarf-Geplanter Nutzwasserverbrauch pro Nutzungstag.
s
Speicheranteil-Anteil des maßgeblichen Jahreswerts, der als Speicher angesetzt wird.
Beispielwerte für Zisternengrößen
Die Beispiele zeigen, warum Dachfläche, Bedarf und Dachart zusammen bewertet werden müssen.
Beispiel
Annahme
Empfohlenes Volumen
Einordnung
Kleiner Garten
35 m² Dachfläche, 35 l Tagesbedarf, 150 Nutzungstage
347 l (0,35 m³)
Eher Regentonne oder kleiner Erdtank.
Einfamilienhaus mit WC-Nutzung
120 m² Dachfläche, 160 l Tagesbedarf, ganzjährige Nutzung
3.854 l (3,85 m³)
Typischer Bereich für Haus und Garten.
Haus, Garten und Waschmaschine
160 m² Dachfläche, Flachdach, 220 l Tagesbedarf
4.356 l (4,36 m³)
Größerer Speicher, wenn Leitungen und Filter passen.
Gründach mit Gartennutzung
100 m² Gründach, 100 l Tagesbedarf, 220 Nutzungstage
1.452 l (1,45 m³)
Rückhaltung im Dach senkt den nutzbaren Zulauf.
Die Werte sind Modellrechnungen. Lokale Niederschlagsdaten, Filterverluste, Überlauf und Entnahmeprofil entscheiden über die passende Auslegung.
Abflussbeiwerte nach Dachart
Nicht jeder Millimeter Regen landet vollständig im Tank. Die Dachoberfläche verändert den nutzbaren Zulauf.
Dachart
Abflussbeiwert
Wirkung auf die Zisterne
Ziegel, Metall oder glatte Dachfläche
85 %
Glatte Dächer liefern meist einen hohen Anteil des Regens in die Zisterne.
Flachdach oder rauere Dachfläche
75 %
Rauere Flächen, Pfützen und längere Wege reduzieren den nutzbaren Zulauf.
Gründach mit deutlicher Rückhaltung
50 %
Ein Gründach speichert selbst Wasser. Dadurch kommt weniger im Tank an.
Der Beiwert ist ein Planungswert. Dachneigung, Verschmutzung, Filter, Laubfang und Rohrführung können den tatsächlichen Zulauf verändern.
Häufig gestellte Fragen zum Zisternengröße berechnen
Was berechnet der Rechner zur Zisternengröße?
Der Rechner schätzt ein sinnvolles Speichervolumen für Regenwasser. Er verbindet angeschlossene Dachfläche, Jahresniederschlag, Dachart und Nutzwasserbedarf. Das Ergebnis zeigt nicht nur Liter und Kubikmeter, sondern auch, ob eher der Regenertrag oder der Verbrauch die Größe begrenzt.
Warum reicht die Dachfläche allein nicht aus?
Eine große Dachfläche hilft nur, wenn am Standort genug Niederschlag fällt und das Wasser tatsächlich in der Zisterne ankommt. Bei wenig Verbrauch wäre ein sehr großer Tank trotzdem oft falsch, weil das Wasser lange steht und der zusätzliche Speicher kaum genutzt wird.
Wie wichtig ist der Jahresniederschlag?
Der Jahresniederschlag bestimmt, wie viel Wasser rechnerisch vom Dach kommen kann. 1 mm Regen auf 1 m² Dachfläche entspricht ungefähr 1 l Wasser, bevor Verluste abgezogen werden. Deshalb verändert ein regionaler Niederschlagswert das Ergebnis deutlich.
Was bedeutet der Abflussbeiwert?
Der Abflussbeiwert beschreibt, welcher Anteil des Regens in Richtung Zisterne läuft. Glatte Dächer liefern mehr Wasser, Gründächer halten einen Teil zurück. Der Beiwert verhindert, dass die Berechnung so tut, als käme jeder Tropfen vollständig im Tank an.
Warum verwendet der Rechner den kleineren Wert aus Ertrag und Bedarf?
Eine Zisterne sollte nicht nur nach dem maximal möglichen Regenvolumen ausgelegt werden. Wenn der Haushalt oder Garten deutlich weniger Wasser braucht, bleibt ein übergroßer Tank schlecht ausgelastet. Umgekehrt hilft mehr Tankvolumen wenig, wenn das Dach zu wenig Wasser liefert.
Was ist mit Speicheranteil des Jahreswerts gemeint?
Der Speicheranteil legt fest, welcher Teil des maßgeblichen Jahreswerts im Tank vorgehalten wird. Typische Auslegungen arbeiten mit wenigen Prozent, weil Regen und Verbrauch übers Jahr verteilt sind. Der Wert bildet also keine Jahresbevorratung ab, sondern einen praktischen Pufferspeicher.
Ist eine größere Zisterne automatisch besser?
Nein. Eine zu kleine Zisterne läuft in Trockenphasen schnell leer, aber eine zu große Zisterne kostet mehr, braucht Platz und kann lange Standzeiten erzeugen. Sinnvoll ist die Größe, bei der Regenertrag, Bedarf, Überlauf und Wartung zusammenpassen.
Warum zeigt der Rechner Verbrauchstage an?
Die Verbrauchstage übersetzen das Tankvolumen in eine greifbare Größe. Wenn der Speicher nur wenige Tage Bedarf abdeckt, kann er bei Trockenperioden schnell leer sein. Bei sehr vielen Tagen solltest du prüfen, ob der Tank im Alltag überhaupt regelmäßig durchströmt wird.
Kann ich Regenwasser für WC oder Waschmaschine nutzen?
Technisch ist das möglich, aber die Anlage muss sauber vom Trinkwassernetz getrennt sein. Außerdem brauchst du passende Filter, Kennzeichnung, Rückstauschutz und je nach Kommune eine Anzeige oder Abstimmung. Ein Rechner kann diese Installationspflichten nicht ersetzen.
Wann sollte ein Fachbetrieb die Zisterne planen?
Spätestens bei Erdtank, Hauswasserwerk, WC-Anschluss, Waschmaschine, schwierigen Bodenverhältnissen oder Rückstaugefahr sollte ein Fachbetrieb prüfen. Dann geht es nicht mehr nur um Volumen, sondern auch um Statik, Einbau, Leitungen, Wartung und Wasserhygiene.