GKV (gesetzlich): Beitrag nach Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze, 2026 sind das 5.812,50 € monatlich, beitragsfreie Familienversicherung bei erfüllten Voraussetzungen und gesetzlicher Leistungskatalog. PKV (privat): Beitrag nach Alter, Gesundheit und Tarif, jede Person zahlt extra, individueller Leistungsumfang, oft bessere Leistungen.
Wer kann sich privat versichern?
Angestellte ab Jahresbruttoeinkommen über der Versicherungspflichtgrenze (2026: 77.400 €), Selbstständige und Freiberufler unabhängig vom Einkommen, Beamte mit Beihilfeanspruch und Studenten zu Studienbeginn können sich privat versichern. Kinder und Ehepartner müssen separat versichert werden, wenn keine Familienversicherung greift.
Wie werden PKV-Beiträge berechnet?
Die Beiträge richten sich nach: Eintrittsalter (je jünger, desto günstiger), Gesundheitszustand (Risikozuschläge möglich), gewähltem Tarif und Leistungsumfang, Selbstbehalt. Anders als bei der GKV sind Beiträge einkommensunabhängig.
Steigen die PKV-Beiträge im Alter?
Ja, PKV-Beiträge steigen typischerweise 2-4 % jährlich wegen medizinischer Inflation. Die Versicherer bilden Altersrückstellungen, um den Anstieg zu dämpfen. Im Rentenalter kann der Beitrag die GKV überschreiten. Tarifwechsel und Selbstbehalt können helfen.
Was ist der Arbeitgeberzuschuss bei PKV?
Arbeitnehmer in der PKV erhalten einen Arbeitgeberzuschuss, maximal 50 % des tatsächlichen PKV-Beitrags und begrenzt auf den Arbeitgeberanteil zur GKV. 2026 liegt der maximale Zuschuss zur Krankenversicherung bei rund 508,59 € monatlich, die private Pflegepflichtversicherung wird gesondert begrenzt. Zuschüsse für privat versicherte Angehörige hängen von den gesetzlichen Voraussetzungen ab.
Kann ich von der PKV zurück in die GKV?
Schwierig: Angestellte nur bei Unterschreiten der JAEG (z. B. Teilzeit). Ab 55 Jahren ist der Wechsel kaum noch möglich. Selbstständige: Bei Anstellung mit Gehalt unter JAEG. Altersrückstellungen gehen bei Wechsel zur GKV verloren.
Was sind Altersrückstellungen?
Altersrückstellungen sind Sparanteile im PKV-Beitrag, die für höhere Gesundheitskosten im Alter angespart werden. Die Rückstellungen gehören dem Versicherten, können aber nur innerhalb der PKV übertragen werden. Seit 2009: Teil der Rückstellungen ist bei Wechsel übertragbar.
Lohnt sich die PKV für Beamte?
Ja, meist sehr vorteilhaft. Beamte erhalten 50-80 % Beihilfe vom Dienstherrn und versichern nur den Restanteil privat. Dadurch sind PKV-Beiträge oft deutlich günstiger als der volle GKV-Beitrag. Die PKV lohnt sich besonders bei guter Gesundheit.
Was passiert mit der PKV bei Arbeitslosigkeit?
Bei Arbeitslosigkeit mit ALG I zahlt die Agentur für Arbeit einen Zuschuss zur PKV bis zu den gesetzlichen Grenzen. Bei Bürgergeld oder einem neuen versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis kann eine Rückkehr in die GKV möglich werden, ab 55 Jahren aber nur in engen Ausnahmefällen. PKV-Vertrag, Anwartschaft und Basistarif sollten vorher geprüft werden.
Was ist der PKV-Basistarif?
Der Basistarif ist ein gesetzlich vorgeschriebener PKV-Tarif mit GKV-ähnlichen Leistungen. Der Beitrag ist auf den GKV-Höchstbeitrag gedeckelt. Er steht allen PKV-Versicherten offen, ohne Gesundheitsprüfung. Sinnvoll bei Zahlungsschwierigkeiten.
Welche Gesundheitsdaten sollte ich im PKV-Rechner nicht raten?
Messwert, Einheit, Zeitpunkt, Alter, Körperdaten und Befundquelle sollten möglichst exakt sein. Geschätzte Werte können bei Gesundheitsrechnern eine falsche Sicherheit erzeugen.
Wann ist beim PKV-Rechner fachliche Beratung nötig?
Bei auffälligen Werten, Beschwerden, Medikamenten, Schwangerschaft, Vorerkrankungen oder Kindern sollte das Ergebnis ärztlich oder fachlich eingeordnet werden.