Berechne Luftwechselrate und Volumenstrom aus Raumvolumen und Personenbedarf. Mit Geräteanzahl und Lüftungsreserve, passend für Wohnraum, Büro oder Bad.
Raum, Nutzung und Volumenstrom
Berechne benötigten Luftvolumenstrom, Geräteanzahl und Luftwechselzeit aus Raumvolumen, Nutzung und Personenzahl.
Volumenstrom, Geräteanzahl und Luftwechselzeit
Mit Raumvolumen, Personenbedarf, Reserve und erreichbarer Luftwechselrate
Gib Raumdaten und Lüftungswerte ein und starte die Berechnung.
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Luftwechselrate-Anzahl rechnerischer Raumluftwechsel pro Stunde.
V˙
Volumenstrom-Benötigte Luftmenge pro Stunde in m³/h.
Orientierungswerte für Luftwechselraten
Die Werte sind keine Normauslegung, helfen aber bei einer plausiblen ersten Dimensionierung.
Raum oder Nutzung
Typischer Bereich
Einordnung
Wohnraum
0,5-1,0 1/h
Für Grundlüftung und normale Nutzung ohne starke Feuchtequellen.
Büro
2,0-4,0 1/h
Personenzahl und CO2-Last können wichtiger sein als das Raumvolumen.
Bad
4,0-6,0 1/h
Feuchteabtrag braucht oft mehr Luftwechsel als reine Aufenthaltsräume.
Klassenzimmer
4,0-6,0 1/h
Viele Personen treiben den Außenluftbedarf stark nach oben.
Küche
6,0-10,0 1/h
Gerüche, Feuchte und Kochlasten erzeugen kurzzeitig hohe Luftmengen.
Für Arbeitsstätten, Sonderbauten, Labore, Brandschutz und Hygieneanforderungen brauchst du eine fachliche Auslegung.
Häufig gestellte Fragen zum Luftwechsel-Rechner
Was berechnet der Luftwechsel-Rechner?
Der Rechner ermittelt das Raumvolumen, den Volumenstrom aus der gewünschten Luftwechselrate und einen zweiten Bedarf aus der Personenzahl. Danach nutzt er den höheren Wert, addiert eine Reserve und schätzt, wie viele Lüftungsgeräte mit dem angegebenen Volumenstrom nötig sind.
Was bedeutet eine Luftwechselrate von 3 1/h?
Eine Luftwechselrate von 3 1/h heißt, dass pro Stunde rechnerisch das dreifache Raumvolumen als Frischluft zugeführt oder abgeführt wird. Das bedeutet nicht, dass nach 20 Minuten jede Luftschicht vollständig ersetzt ist. In echten Räumen mischen sich alte und neue Luft.
Warum rechnet der Rechner zusätzlich mit der Personenzahl?
In Büros, Klassenräumen und Besprechungsräumen entsteht der Bedarf oft nicht durch das Raumvolumen, sondern durch Menschen im Raum. CO2, Feuchte und Gerüche steigen mit der Belegung. Deshalb vergleicht der Rechner den Luftwechselbedarf mit dem Außenluftbedarf je Person.
Welche Luftwechselrate ist für Wohnräume sinnvoll?
Für normale Wohnräume liegt eine erste Orientierung häufig bei 0,5 bis 1,0 Wechseln pro Stunde. Das reicht nicht automatisch für jeden Fall. Viele Personen, Feuchtespitzen, Kochen, innenliegende Räume oder Schadstoffquellen können deutlich mehr Luftvolumenstrom nötig machen.
Warum braucht ein Bad meist einen höheren Luftwechsel?
Im Bad entsteht in kurzer Zeit viel Feuchtigkeit. Wenn diese Feuchte nicht abgeführt wird, steigt das Risiko für Kondensat und Schimmel an kalten Oberflächen. Deshalb liegen Bäder in der Orientierung meist deutlich über Wohnräumen, vor allem wenn kein Fenster vorhanden ist.
Kann ich mit dem Ergebnis direkt ein Lüftungsgerät kaufen?
Das Ergebnis ist eine Dimensionierungshilfe, aber keine vollständige Auslegung. Ein Gerät muss den Volumenstrom auch bei realem Druckverlust liefern. Filter, Gitter, Schalldämpfer, Rohrlängen und Bögen können die Leistung spürbar reduzieren. Prüfe deshalb die Kennlinie des Geräts.
Was bedeutet die Sicherheitsreserve im Rechner?
Die Reserve schlägt einen Puffer auf den höheren Bedarf aus Raumvolumen und Personenzahl. Das ist sinnvoll, weil reale Anlagen selten exakt den Nennwert erreichen. Zu viel Reserve kann aber Geräusch, Zugluft und Energiebedarf erhöhen. Der Wert sollte zur Nutzung passen.
Warum ist die Luftführung genauso wichtig wie der Volumenstrom?
Ein hoher Volumenstrom hilft wenig, wenn die Luft an den Aufenthaltsbereichen vorbeiströmt oder direkt von Zuluft zu Abluft kurzschließt. Gute Planung achtet auf Zuluftposition, Abluftpunkt, Überströmung und Hindernisse im Raum. Erst dann wirkt der berechnete Luftwechsel auch praktisch.
Wie unterscheidet sich Luftwechsel von Luftqualität?
Luftwechsel beschreibt nur die ausgetauschte Luftmenge pro Stunde. Luftqualität hängt zusätzlich von Quellen im Raum ab, zum Beispiel CO2, Feuchte, Gerüche, Staub, Baustoffemissionen oder Außenluftqualität. Ein rechnerischer Luftwechsel ist deshalb nur ein Teil der Beurteilung.
Wann brauche ich eine fachliche Lüftungsplanung?
Eine fachliche Planung ist sinnvoll, wenn es um Arbeitsstätten, innenliegende Bäder, Schimmelrisiko, Labore, Gastronomie, Schulen, Brandschutz oder zentrale Lüftungsanlagen geht. Dort reichen einfache Orientierungswerte nicht aus, weil Hygiene, Geräusch, Druckverlust und Normen zusammenwirken.