Kumulative Erfolgsrate-Wahrscheinlichkeit nach n Zyklen
p
Erfolgsrate pro Zyklus-Abhängig von Alter und Faktoren
n
Anzahl Zyklen-z. B. 3 oder 6 Versuche
IVF-Erfolgsrate nach Alter der Frau
Durchschnittliche Schwangerschafts- und Geburtenrate
Alter
Pro Zyklus
Kumulativ 3 Zyklen
Baby-Take-Home
< 30
33-38 %
65-75 %
28-33 %
30-34
28-33 %
60-70 %
23-28 %
35-37
23-28 %
50-60 %
18-23 %
38-40
15-20 %
35-45 %
12-18 %
41-42
8-12 %
20-30 %
6-10 %
> 42
2-5 %
8-15 %
2-4 %
Quelle: DIR Jahrbuch (Deutsches IVF-Register). Werte variieren nach Zentrum
Häufig gestellte Fragen zum IVF-Chancen-Rechner
Was ist IVF und wie funktioniert es?
IVF (In-vitro-Fertilisation) ist eine Methode der künstlichen Befruchtung, bei der Eizellen außerhalb des Körpers mit Spermien zusammengebracht werden. Der Ablauf: Hormonelle Stimulation, Eizellentnahme (Punktion), Befruchtung im Labor, Embryokultur (2-5 Tage) und Transfer in die Gebärmutter. In Deutschland werden 1-2 Embryonen übertragen.
Wie hoch ist die IVF-Erfolgsrate?
Die durchschnittliche Erfolgsrate pro Zyklus (klinische Schwangerschaftsrate) liegt bei ca. 30-35 % für Frauen unter 35, ca. 25 % für 35-39 und ca. 10-15 % für über 40. Die Baby-Take-Home-Rate liegt ca. 5-8 % niedriger. Kumulative Erfolgsrate nach 3 Zyklen: ca. 60-70 % für jüngere Frauen.
Welche Faktoren beeinflussen die IVF-Erfolgsrate?
Wichtigste Faktoren: Alter der Frau (entscheidend), Eizellqualität und -anzahl, BMI (optimal 18,5-25), Ursache der Unfruchtbarkeit, Spermienqualität, Uterusfaktoren, Lebensstil (Rauchen, Alkohol, Stress), Anzahl der Vorversuche und das Kinderwunschzentrum selbst. Das Alter der Frau beeinflusst vor allem die Eizellqualität.
Wann wird IVF empfohlen?
IVF wird empfohlen bei: Eileiterverschluss oder -schäden, Endometriose, ungeklärter Sterilität nach erfolgloser Insemination, eingeschränkter Spermienqualität (bei schwerer Einschränkung eher ICSI), nach mehreren erfolglosen IUI-Zyklen und bei bestimmten hormonellen Störungen. Die Indikation stellt der Reproduktionsmediziner.
Was kostet eine IVF-Behandlung in Deutschland?
Pro Zyklus: ca. 2.500-4.500 Euro (Medikamente ca. 1.000-2.000 Euro zusätzlich). Gesetzliche Krankenkassen übernehmen für verheiratete Paare 50 % der Kosten für 3 Versuche (Voraussetzungen: Alter, Ehestatus). Einige Bundesländer (z. B. Sachsen, Thüringen) bieten zusätzliche Zuschüsse.
Wie viele IVF-Versuche sind sinnvoll?
3-6 Versuche werden empfohlen. Die kumulative Erfolgsrate steigt mit jedem Versuch: nach 3 Zyklen ca. 60-70 %, nach 6 Zyklen ca. 80-85 % (für Frauen unter 35). Ab dem 4. Versuch sind die Erfolgsraten pro Zyklus oft etwas niedriger. Nach mehreren Fehlversuchen sollte die Strategie angepasst werden.
Was ist der Unterschied zwischen frischem und Kryotransfer?
Beim Frischtransfer werden Embryonen im gleichen Zyklus nach der Punktion übertragen. Beim Kryotransfer werden eingefrorene Embryonen/Vorkernstadien in einem späteren Zyklus aufgetaut und transferiert. Die Erfolgsraten sind inzwischen vergleichbar. Kryotransfer hat Vorteile: weniger OHSS-Risiko, natürlicherer Aufbau der Gebärmutterschleimhaut.
Wie beeinflusst der BMI die IVF-Erfolgsrate?
Ein BMI über 30 senkt die Erfolgsrate um ca. 15-20 %. Ursachen: schlechtere Eizellqualität, niedrigere Einnistungsrate, höheres Komplikationsrisiko. Auch Untergewicht (BMI < 18,5) kann die Erfolgsrate senken. Der optimale BMI für IVF liegt bei 18,5-25. Gewichtsreduktion vor der Behandlung kann die Chancen verbessern.
Sind IVF-Kinder gesund?
Die große Mehrheit der IVF-Kinder ist gesund. Leicht erhöhte Risiken bestehen für: Frühgeburt und niedriges Geburtsgewicht (vor allem bei Mehrlingen), Bluthochdruck in der Schwangerschaft. Langzeitstudien zeigen keine erhöhten Raten für Fehlbildungen, Krebs oder Entwicklungsstörungen im Vergleich zu natürlich gezeugten Kindern.
Was ist ein Überstimulationssyndrom (OHSS)?
OHSS tritt auf, wenn die Eierstöcke zu stark auf die Hormonstimulation reagieren. Symptome: Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit, in schweren Fällen Flüssigkeitsansammlung im Bauch und Atemnot. Risikofaktoren: junges Alter, PCOS, viele Follikel. Moderne Protokolle mit GnRH-Antagonisten und Trigger-Anpassung haben das Risiko deutlich reduziert.
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
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