Preise variieren stark nach Lage, Baujahr und Ausstattung. Mietpreisbremse gilt in vielen Städten.
Typische Nebenkosten pro m² (monatlich)
Kostenart
Niedrig
Mittel
Hoch
Heizung/Warmwasser
0,80 €
1,20 €
1,80 €
Wasser/Abwasser
0,30 €
0,45 €
0,60 €
Müllabfuhr
0,15 €
0,25 €
0,35 €
Grundsteuer
0,10 €
0,20 €
0,40 €
Hausmeister/Pflege
0,10 €
0,25 €
0,45 €
Versicherungen
0,10 €
0,15 €
0,25 €
Gesamt
1,80 €
2,80 €
4,00 €
Nebenkosten ("zweite Miete") machen oft 25-35 % der Gesamtmiete aus. Jahresabrechnung beachten!
Häufig gestellte Fragen zum Mietpreis-Rechner
Wie berechnet sich die ortsübliche Vergleichsmiete?
Die ortsübliche Vergleichsmiete basiert auf Mieten für vergleichbare Wohnungen der letzten 6 Jahre: Lage (Stadtteil, Infrastruktur), Baujahr und Zustand, Größe und Schnitt, Ausstattung (Bad, Heizung, Balkon), energetischer Standard. Der örtliche Mietspiegel dokumentiert diese Werte, falls vorhanden.
Was ist ein Mietspiegel?
Ein Mietspiegel ist eine Übersicht der ortsüblichen Vergleichsmieten einer Gemeinde. Einfacher Mietspiegel: Von Interessengruppen erstellt. Qualifizierter Mietspiegel: Nach wissenschaftlichen Grundsätzen, wird von Gerichten als Nachweis anerkannt. Nicht alle Städte haben einen Mietspiegel – dann gelten Vergleichswohnungen.
Was ist die Mietpreisbremse?
In Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt darf die Miete bei Neuvermietung maximal 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Ausnahmen: Neubau (Erstbezug nach 01.10.2014), umfassende Modernisierung, Vormiete war bereits höher. Die Bremse gilt nicht für gewerbliche Mietverhältnisse.
Wie hoch darf die Kaltmiete sein?
Richtwerte: Bei Mietpreisbremse: maximal 110 % der ortsüblichen Vergleichsmiete. Bei freier Vermietung: Marktpreis, aber Wucher ab 50 % über Vergleichsmiete (bei Ausnutzung Wohnungsnot). Bei Bestandsmieten: Kappungsgrenze 15-20 % in 3 Jahren. Unser Rechner zeigt den zulässigen Bereich.
Was zählt zur Wohnfläche bei der Mietberechnung?
Nach Wohnflächenverordnung: Räume komplett (100 %), Balkone/Terrassen zur Hälfte (50 %, max. 25 %), Räume unter Dachschrägen: über 2 m = 100 %, 1-2 m = 50 %, unter 1 m = 0 %. Keller, Heizungsräume, Garagen zählen nicht. Bei Abweichung über 10 % zur Angabe: Mietminderung möglich.
Was sind Nebenkosten und wie hoch dürfen sie sein?
Umlegbare Nebenkosten (nach BetrKV): Grundsteuer, Wasser/Abwasser, Heizung, Müllabfuhr, Hausmeister, Gartenpflege, Versicherungen, Aufzug. Durchschnitt: 2,50-3,50 €/m². Nicht umlegbar: Reparaturen, Verwaltungskosten, Instandhaltungsrücklage. Jahresabrechnung muss innerhalb 12 Monaten erfolgen.
Was bedeutet Kaltmiete und Warmmiete?
Kaltmiete (Nettokaltmiete): Reine Miete ohne Nebenkosten. Warmmiete (Bruttowarmmiete): Kaltmiete + alle Nebenkosten inkl. Heizung. Teilinklusivmiete: Mit manchen, aber nicht allen Nebenkosten. Für Vergleiche immer die Kaltmiete heranziehen, da Nebenkosten individuell variieren.
Wie wird der Quadratmeterpreis berechnet?
Formel: Kaltmiete ÷ Wohnfläche = €/m². Beispiel: 800 € ÷ 65 m² = 12,31 €/m². Für Vergleiche wichtig: Gleiche Ausstattungsmerkmale (Baujahr, Lage) berücksichtigen. Durchschnitt Deutschland 2025: ca. 8-10 €/m² (Bestand), Großstädte: 12-20 €/m², Spitzenlagen: über 25 €/m².
Welche Faktoren beeinflussen den Mietpreis am meisten?
Prüfen: Liegt die Miete über der ortsüblichen Vergleichsmiete (Mietspiegel)? Wurden formale Anforderungen erfüllt (Schriftform, Begründung, Fristen)? Ist die Kappungsgrenze (15-20 % in 3 Jahren) eingehalten? Bei Verstößen: Widerspruch innerhalb der Frist, ggf. Mieterverein konsultieren.
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
Was passiert mit meinen eingegebenen Daten?
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