Empfohlene Balkenhöhe bei verschiedenen Belastungen (Nadelholz C24)
Spannweite
Leichte Last (≤200 kg/m²)
Mittlere Last (≤350 kg/m²)
Schwere Last (≤500 kg/m²)
2,0 m
60 × 120 mm
80 × 140 mm
100 × 160 mm
3,0 m
80 × 160 mm
100 × 180 mm
120 × 200 mm
4,0 m
100 × 200 mm
120 × 220 mm
140 × 260 mm
5,0 m
120 × 240 mm
140 × 260 mm
160 × 300 mm
6,0 m
140 × 280 mm
160 × 300 mm
200 × 320 mm
Richtwerte für Deckenbalken im Abstand von 62,5 cm. Statische Berechnung durch Fachmann erforderlich.
Holzarten und Festigkeitsklassen
Holzart
Festigkeitsklasse
Biegefestigkeit (N/mm²)
Typische Verwendung
Fichte/Tanne (S7)
C16
16
Leichte Konstruktionen
Fichte/Tanne (S10)
C24
24
Standardkonstruktionen
Kiefer (S10)
C24
24
Tragwerke
Lärche
C30
30
Außenbereiche
Eiche
D40
40
Schwere Konstruktionen
BSH (Fichte)
GL24h
24
Große Spannweiten
BSH = Brettschichtholz. Für tragende Konstruktionen nur zertifiziertes Bauholz verwenden.
Häufig gestellte Fragen zum Balkenstärke berechnen
Wie berechnet man die erforderliche Balkenstärke?
Die Balkenstärke hängt von Spannweite, Belastung und Holzart ab. Kernfaktoren: Maximales Biegemoment (M = q × L² / 8), erforderliches Widerstandsmoment (W = M / σ) und zulässige Durchbiegung (L/300 bei Decken). Für Rechteckquerschnitte gilt: h = √(6W/b).
Was ist die zulässige Durchbiegung bei Holzbalken?
Die zulässige Durchbiegung richtet sich nach der Nutzung: Deckenbalken: L/300 (z. B. max. 13 mm bei 4 m Spannweite). Dachsparren: L/200 (weniger streng). Fußböden mit empfindlichem Belag: L/400. L = Spannweite in mm. Geringere Durchbiegung = höherer Komfort.
Was bedeutet das Verhältnis Höhe zu Breite bei Balken?
Optimal ist h/b = 3 bis 5 (Höhe/Breite). Hohe, schlanke Balken sind steifer bei gleichem Holzverbrauch. Typische Abmessungen: 60×120 mm, 80×160 mm, 100×200 mm. Zu hohe Balken können kippgefährdet sein – ab h/b > 5 ist Kippsicherung nötig.
Wie weit können Holzbalken ohne Stütze spannen?
Maximale Spannweiten (Richtwerte für C24): Decke 2,5 kN/m²: 80×180 mm bis 3,5 m, 100×220 mm bis 4,5 m. Dachsparren: bis 5-6 m möglich. Brettschichtholz: bis 12 m. Größere Spannweiten erfordern Ingenieurholzbau oder Zwischenunterstützung.
Welche Lasten muss ich beim Balkenbau berücksichtigen?
Ständige Lasten: Eigengewicht Balken, Fußbodenaufbau, Deckenverkleidung. Veränderliche Lasten nach DIN: Wohnräume 1,5-2,0 kN/m², Büros 2,0-3,0 kN/m², Balkone 4,0 kN/m². Schnee- und Windlasten bei Dächern. Sicherheitsfaktoren nicht vergessen!
Was ist der Unterschied zwischen Voll- und Brettschichtholz?
Vollholz: Massiver Balken aus einem Stamm, max. Länge ca. 6 m. Brettschichtholz (BSH): Verleimte Lamellen, höhere Festigkeit (GL24h-GL28h), Längen bis 40 m möglich. BSH ist formstabiler, weniger Rissbildung, aber teurer. Für größere Spannweiten empfohlen.
Brauche ich einen Statiker für meine Balkenkonstruktion?
Ja, für tragende Bauteile! Online-Rechner dienen nur zur Vordimensionierung. Der Statiker berücksichtigt: Genaue Lastannahmen, Knotenpunkte, Auflagerdetails, Brandschutz und lokale Bauvorschriften. Bei Decken, Carports oder Dachstühlen immer Statik erstellen lassen.
Wie genau sind die Berechnungen?
Die Berechnungen basieren auf aktuellen mathematischen Formeln und Standards. Die Genauigkeit hängt von der Qualität der eingegebenen Daten ab. Für rechtlich bindende Berechnungen solltest du einen Fachexperten konsultieren.
Was passiert mit meinen eingegebenen Daten?
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